Marriott wird Starwood wahrscheinlich nun doch übernehmen

Lesezeit: 1 min
21.03.2016 16:38
Im Wettbewerb mit der chinesischen Finanzgruppe Anbang um die Übernahme der Hotelkette Starwood scheint sich Marriott jetzt durchzusetzen. Marriott hat am Montag eine neue Offerte abgegeben, die jene von Anbang um rund 400 Millionen Dollar übersteigt.
Marriott wird Starwood wahrscheinlich nun doch übernehmen

Neue Volte im Übernahmekampf um die US-Hotelkette Starwood: Marriott International hat sein Angebot für den Konkurrenten heraufgesetzt und damit den chinesischen Versicherer Anbang abgehängt, wie AFP meldet. Die neue Offerte von Starwood hat demzufolge einen Wert von 13,6 Milliarden Dollar (12,1 Milliarden Euro), wie beide Unternehmen am Montag mitteilten.

Marriott bietet damit nun 400 Millionen Dollar mehr als das chinesische Konsortium, das in dem Wettbewerb um Starwood kurzfristig die Nase vorne gehabt hatte. Die Kette will mit der Übernahme zur größten Hotelgruppe der Welt mit 5500 Häusern und mehr als einer Million Zimmern aufsteigen.

Zu Marriott gehören unter anderem die JW-Marriott- und Ritz-Carlton-Hotels, zu Starwood die Westin-, Sheraton- und Le-Méridien-Hotels. Erst am Wochenende hatte Starwood zudem bekanntgegeben, dass es im Zuge der Annäherung zwischen den USA und Kuba mehrere Luxushotels in der kubanischen Hauptstadt Havanna übernimmt.

Noch am Freitag hatte Starwood mitgeteilt, dass es den bereits grundsätzlich beschlossenen Deal mit Marriott abblasen werde und eine „definitive Vereinbarung“ mit Anbang anstrebe. Zu diesem Zeitpunkt lag die Offerte des chinesischen Konsortiums noch um eine Milliarde Dollar höher als jene von Marriott.

Am Montag erklärten Starwood und Marriott dann, dass aufgrund des aufgestockten Angebots von Marriott nun rasch eine endgültige Vereinbarung zwischen den Unternehmen erzielt werden könne. Die wesentlichen kartellrechtlichen Fragen haben die beiden Konzerne nach eigenen Angaben bereits geklärt. Die Zustimmung der Aktionäre beider Seiten steht aber noch aus. Die Übernahme soll bis Mitte des Jahres unter Dach und Fach sein.

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