Apple hinkt Produktions-Vorgaben bei iPhone X hinterher

Apple nimmt Einbußen bei der Qualität des iPhone X in Kauf, um die hochgesteckten Produktionsziele zu erreichen.

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Phil Schiller (l), Apples Vizepräsident Weltweites Marketing, präsentiert am 12.09.2017 im Steve Jobs Theater in Cupertino (USA) das iPhone X. (Foto: dpa)

Phil Schiller (l), Apples Vizepräsident Weltweites Marketing, präsentiert am 12.09.2017 im Steve Jobs Theater in Cupertino (USA) das iPhone X. (Foto: dpa)

Um die hochgesteckten Produktionsziele des iPhone X zu erreichen, nimmt Apple eine mindere Qualität der Gesichtserkennung des iPhone X in Kauf. Dies berichtet Bloomberg unter Verweis auf namentlich nicht-genannte Insider. Am 3. November soll das Smartphone vorgestellt werden, die Gesichtserkennung bildet dabei die zentrale Neuerung des Modells.

Wie Bloomberg berichtet, dürfte das Unternehmen seine Ziele trotz der technischen Abwertung dennoch nicht erreichen. „Einige Analysten rechnen damit, dass es trotzdem zu wenige iPhones X geben wird, um die Nachfrage zu bedienen. Ein Analyst von KGI Securities geht davon aus, dass Apple am Tag der Markteinführung zwischen 2 und 3 Millionen Geräte fertiggebaut haben wird. Im vierten Quartal seien es dann zwischen 25 und 30 Millionen – weit weniger als die vorausgesagten 40 Millionen.

Offenbar hat sich Apple bezüglich der technischen Umsetzung der Gesichtserkennung verschätzt. Der Chefdesigner Jony Ive sagte kürzlich auf einer Konferenz, dass die Technik der Gesichtserkennung zum Zeitpunkt der öffentlichen Ankündigungen noch nicht ausreichend fortgeschritten gewesen sei. Zu jenem Zeitpunkt hätte die Gesichtserkennung nur in ein Gerät mit einer Länge von etwa 30 Zentimetern gepasst. Die Apple-Verantwortlichen hätten aber versprochen, dass die Technologie ins neue iPhone X passen würde und nur wenige Quadratzentimeter an Platz einnehme.

Apple kämpft seit der Markteinführung des iPhone 8 zum ersten Mal in der jüngeren Firmengeschichte mit offensichtlichen Problemen. Die Kunden kaufen das iPhone 8 nicht, weil es kaum Neuerungen gibt. Apple musste seine Bestellungen bei Zulieferern daraufhin um die Hälfte reduzieren.

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