Finanzen

USA: Rentenfonds investieren erstmals in Kryptowährungen

Lesezeit: 3 min
14.02.2019 00:06
Erstmals haben zwei US-amerikanischen Rentenfonds in Kryptowährungen investiert. Sie legten Geld in den neuen Risikokapitalfonds Morgan Creek Digital an. 
USA: Rentenfonds investieren erstmals in Kryptowährungen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

TOP-Meldung

USA: Rentenfonds investieren erstmals in Kryptowährungen

Zwei Pensionspläne in Fairfax County im US-Bundesstaat Virginia sind Ankerinvestoren in den neuen Risikokapitalfonds Morgan Creek Digital mit einem Volumen von 40 Millionen US-Dollar, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens.

Weitere Investoren sind eine Versicherungsgesellschaft, eine Universitätsstiftung und eine private Stiftung, zitiert Bloomberg den Gründer von Morgan Creek Digital, Anthony Pompliano.

Viele institutionelle Investoren sind bisher durch Marktmanipulationen und die mangelnden staatlichen Regulierungen von Anlagen in den Kryptowährungssektor abgeschreckt worden.

Die beiden Pensionsfonds in Virginia haben sich mit ihrer Investition nun einer Handvoll Institutionen angeschlossen, darunter die Universität Yale, die im vergangenen Jahr in einen Fonds für digitale Vermögenswerte investierte.

Fairfax County Retirement Systems verwaltet drei separate leistungsorientierte Rentenpläne, von denen nun zwei in den Fonds Morgan Creek Digital investiert haben, sagte Pompliano.

Katherine Molnar, Chief Investment Officer eines der beiden Rentenfonds, sagte in einer Erklärung, dass die Blockchain-Technologie eine "aufstrebende Gelegenheit" sei, die ein "attraktives asymmetrisches Renditeprofil" biete.

Pompliano sagte, sein neuer Fonds sei wie ein traditioneller Risikokapitalfonds strukturiert, der in die Aktien von Unternehmen der Blockchain- und Digital-Asset-Branche investieren werde.

Der Fonds werde auch einen kleinen Prozentsatz seines Wertes in liquiden Kryptowährungen wie Bitcoin halten, sagte Pompliano. Bitcoin verlor im letzten Jahr rund 75 Prozent seines Wertes.

"Das intelligente Geld wird nicht durch den Preis abgelenkt, sondern betrachtet die langfristigen Trends und glaubt, dass sie auf Innovation setzen, um eine risikoreduzierte Rendite zu erzielen", sagte Pompliano in einem Telefoninterview.

Morgan Creek Digital, eine Tochtergesellschaft des Investmentmanagers Morgan Creek Capital Management LLC, übertraf sein ursprüngliches Ziel von 25 Millionen US-Dollar für den Fonds.

Der Fonds argumentiert, dass alle traditionellen Assets letztendlich durch digitale Token repräsentiert werden, während der Zufluss von intellektuellem Kapital in digitale Assets positive Renditen erzeugen wird. Zudem seien Kryptowährungen nicht mit traditionellen Vermögenswerten korreliert, was Anlegern eine einzigartige Investition biete.

Weitere Meldungen

Japans größte Bank startet Blockchain-basiertes Zahlungsnetzwerk

  • Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) - Japans größte Finanzgruppe und nach Vermögen die fünftgrößte Bank der Welt - startet im nächsten Jahr ein Blockchain-basiertes Zahlungsnetzwerk.
  • Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, dass es ein Joint Venture mit dem US-amerikanischen Fintech-Unternehmen Akamai Technologies gegründet hat, um die Plattform "bis zum ersten Halbjahr 2020" zu entwickeln.
  • Das System, das als Global Open Network bezeichnet wird, wird in der Lage sein, über eine Million Transaktionen pro Sekunde abzuwickeln, behauptete MUFG.

SDK.finance nutzt Oracle-Blockchain für Zahlungsprozesse

  • Die Finanzierungsplattform SDK.finance hat sich mit Oracle zusammengetan, um die Oracle Blockchain-Plattform zur Verbesserung von Zahlungsprozessen und zur Entfernung von Intermediären einzusetzen.
  • SDK.finance ist ein in Europa ansässiges Fintech-Startup, das eine Zahlungsplattform für Banken und Finanzinstitute bietet.
  • Das Unternehmen möchte zwischengeschaltete Finanzinstitute durch das neue System ersetzen, was dazu führen soll, dass die für grenzüberschreitende Transaktionen benötigte Zeit auf Sekunden reduziert und damit verbundene Transaktionsgebühren beseitigt werden.

IBM und Pharma-Riese testen Blockchain für klinische Aufzeichnungen

  • Die kanadische Einheit des amerikanischen Tech-Riesen IBM hat sich mit dem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim zusammengetan, um Blockchain für klinischen Aufzeichnungen einzusetzen.
  • Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen zielt darauf ab zu testen, ob die Integration der Blockchain-Technologie in die klinische Aufzeichnung ein angemessenes Niveau für Datenintegrität, Transparenz und Patientensicherheit bietet, zusätzlich zur Kostensenkung und zur Automatisierung von Prozessen.
  • Boehringer Ingelheim wurde 1885 gegründet und ist ein globales forschungsorientiertes Pharmaunternehmen, das sich auch auf die Entwicklung von Therapien konzentriert.

Meldungen vom 12.02.

Meldungen vom 11.02.

Meldungen vom 08.02.

Meldungen vom 07.02.

Meldungen vom 06.02.

Mehr Krypto-Themen finden Sie hier.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Der „Great Reset“ ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine Realität

Der „Great Reset“ wird in der Öffentlichkeit als Verschwörungstheorie abgetan. Doch das stimmt nicht. Es handelt sich dabei um eine...

DWN
Finanzen
Finanzen Russland: Sind auf Ausschluss aus globalem Zahlungsnetzwerk Swift vorbereitet

Die russische Regierung ist eigenen Angaben zufolge auf einen möglichen Ausschluss aus dem weltweit wichtigsten Zahlungsnetzwerk...

DWN
Politik
Politik China entsendet 5.000 Soldaten in den Iran

China wird 5.000 Soldaten in den Iran entsenden, um seine dortigen Investitionen zu schützen. Die Truppen-Verlegung muss vor dem...

DWN
Finanzen
Finanzen Extreme Märkte werden viele in Panik versetzen, aber wenige sehr reich machen

Banken und Politik fürchten sowohl Inflation als auch Deflation, wenn diese zu stark werden. Doch verhindern können sie beide letztlich...

DWN
Deutschland
Deutschland Europa erlebte den kältesten April seit 2003

Der zurückliegende April war in ganz Europa der kühlste April seit 2003. Glaubt man den Weinbauern, ist auch der Mai bislang auffallend...

DWN
Deutschland
Deutschland AKTUELL: Wegen Halbleiter-Knappheit: Bereitet jetzt auch BMW Produktionsstopps vor?

Der Konzern bestätigt es zwar nicht - aber glaubhaften Informationen zufolge bereitet sich BMW darauf vor, Bänder vorübergehend...

DWN
Politik
Politik In Kolumbien droht ein Umsturz, doch das wäre gut für Europa

Die Massenproteste in Kolumbien könnten früher oder später zum Umsturz der aktuellen Regierung führen. Aus europäischer und deutscher...

DWN
Deutschland
Deutschland Ifo-Institut: Elektro-Offensive vernichtet jede dritte Stelle in der deutschen Automobilindustrie

Etwa jeder dritte Arbeitsplatz wird hierzulande durch den von der Politik vorangetriebenen Feldzug gegen Benziner und Diesel-Autos...