Gemischtes

US-Aufsicht geht gegen Tesla vor, Aktie bricht ein

Lesezeit: 1 min
26.02.2019 10:31
Die US-Börsenaufsicht hat ein Verfahren gegen Tesla-Gründer Musk eingeleitet.
US-Aufsicht geht gegen Tesla vor, Aktie bricht ein

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Tesla-Gründer Elon Musk hat wegen einer Twitter-Botschaft erneut Ärger mit der US-Börsenaufsicht SEC. Die Behörde wirft dem Milliardär vor, gegen die Auflagen eines Vergleichs nach umstrittenen Mitteilungen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter verstoßen zu haben. Deshalb beantragte die SEC am Montag bei einem Richter, Musk der Missachtung des Gerichts für schuldig zu befinden.

Die SEC verwies auf einen Tweet vom 19. Februar, in dem Musk geschrieben hatte: "Tesla baute 0 Autos 2011, wird aber 2019 etwa 500.000 herstellen." Für die Botschaft habe der Tesla-Chef keine Erlaubnis eingeholt, hieß es. Zudem sei der Tweet an mehr als 24 Millionen Menschen irreführend. Musk korrigierte seine Twitter-Botschaft vier Stunden später. Demnach würde die "annualisierte Produktionsrate" Ende 2019 wahrscheinlich bei etwa 500.000 Fahrzeugen liegen, wobei die Auslieferungen voraussichtlich etwa 400.000 Autos erreichen dürften.

Eine Stellungnahme des US-Elektroautobauers aus dem kalifornischen Palo Alto zur SEC lag zunächst nicht vor. Allerdings meldete sich Musk wenige Stunden später erneut via Twitter zu Wort und erklärte: "Die SEC hat vergessen, das Transkript zu den jüngsten Zahlen zu lesen, in dem 350.000 bis 500.000 klar angegeben sind. Wie peinlich...".

Musk bezog sich dabei auf eigene Kommentare, die er im Januar in einer Analystenkonferenz gemacht hatte, wonach Tesla in diesem Jahr zwischen 350.000 und 500.000 Fahrzeuge des Hoffnungsträgers Model 3 bauen könne. Für Tesla ist zukunftsentscheidend, ob es dem Konzern dauerhaft gelingt, seine Elektroautos für einen Massenmarkt zu produzieren. Danach sah es in der Vergangenheit überhaupt nicht aus - im Gegenteil, der Konzern verdient kein Geld, hat immense Schulden und Probleme bei der Produktion des Model 3.

Musk und die SEC hatten im Herbst mit einem Vergleich einen Rechtsstreit beigelegt, in dem der schillernde Manager die Erlaubnis zum Führen börsennotierter Unternehmen hätte verlieren können. Er hatte im August auf Twitter geschrieben, er werde Tesla vielleicht von der Börse nehmen und dabei 420 Dollar je Aktie zahlen, die Finanzierung sei gesichert. Dies stellte sich später als nicht zutreffend heraus. An der Börse geriet die Tesla-Aktie damals in Turbulenzen. Daraufhin hatte die SEC Musk vor dem US-Bundesgericht Manhattan wegen Betrugs verklagt. Nach der Einigung musste Tesla unter anderem einen Ausschuss einrichten, der Musks Kommunikation überwacht. Am Dienstag gab die Tesla-Aktie im vorbörslichen US-Handel abermals deutlich nach.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Weniger Administration, mehr Fokus: Mit digitaler bAV-Verwaltung den nächsten Schritt gehen

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Deutschland
Deutschland Die deutsche Wirtschaft schrumpft

Die deutsche Wirtschaft wird derzeit von einer ganzen Reihe von Problemen belastet. Daher wird die Wirtschaftsleistung laut DIW-Institut im...

DWN
Politik
Politik Griechenland verhängt monatliche Geldbußen gegen Ungeimpfte

In Griechenland erhält das Finanzamt die Daten von Menschen, die sich nicht impfen lassen, und treibt dann die fälligen Geldbußen ein.

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesverfassungsgericht: Bundesnotbremse war verfassungsgemäß

Die im April 2021 beschlossene Bundesnotbremse mit nächtlichen Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen war laut...

DWN
Finanzen
Finanzen Verzerrte Statistik: „Die Inflation könnte derzeit bei 8 bis 10 Prozent liegen“

Im November stieg die Inflationsrate auf ein 29-Jahres-Hoch von mehr als fünf Prozent. Kritische Ökonomen äußern indes Zweifel an den...

DWN
Deutschland
Deutschland Autozulieferer straucheln, während Autokonzerne Rekordgewinne machen

Weniger als ein Viertel der Autozulieferer ist finanziell solide aufgestellt. Sie kommen weitaus schlechter mit der aktuellen Krise zurecht...

DWN
Deutschland
Deutschland Kampf gegen das Klima beschert der Bauindustrie massiv Aufträge

Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes macht erhebliche bauliche Investitionen notwendig. In der Folge sieht die Allianzversicherung...

DWN
Finanzen
Finanzen Angst von Moderna-Chef vor neuer Virus-Variante schickt Dax in den Keller

Die Börsen sind gestern gar nicht mal so schlecht aus dem Handel gegangen. Doch kam heute Morgen eine katastrophale Nachricht.

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche Inflation springt auf 5,2 Prozent: Höchster Wert seit 1992

Die deutsche Inflationsrate hat erstmals seit dem Wiedervereinigungsboom eine 5 vor dem Komma. Doch EZB-Direktorin Isabel Schnabel erwartet...