Deutschland

Zahlreiche Bahnstrecken in Deutschland wegen Sturm gesperrt

Lesezeit: 1 min
03.01.2018 10:58
Die Deutsche Bahn hat am Mittwoch zahlreiche Bahnstrecken im Westen des Landes gesperrt.

Die Deutsche Bahn hat wegen vom Sturmtief „Burglind“ verursachten Schäden regional mehrere Strecken im Fernverkehr gesperrt. So stellte die Bahn am Mittwoch den Betrieb auf den Strecken von Köln nach Bonn, Aachen, Koblenz und Niederlahnstein sowie von Aachen nach Krefeld und von Kaiserslautern nach Ludwigshafen ein, wie das Unternehmen mitteilte.

Es sei noch nicht absehbar, wann die Verbindungen wieder voll befahrbar seien. Auch im Regionalbahnverkehr gab es eine Reihe von Streckensperrungen.

Heftige Orkanböen haben in Rheinland-Pfalz zahlreiche Bäume umgeworfen. Viele Straßen waren blockiert, vor allem in der Eifel und im Hunsrück. Alle Einsatzstellen seien am Rotieren, sagte eine Polizeisprecherin. Einen Überblick über das Ausmaß der Schäden gab es zunächst nicht. „Ich glaube, wir werden diese Bäume heute nicht mehr zählen können.“ Es seien einfach zu viele, erklärte die Sprecherin. Sie rechnete mit erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr. Auch in Rheinhessen sorgte der Sturm für Schäden. Bei Wörrstadt stürzte ein Baum auf die Autobahn 63.

Der Sturm hat in Frankreich Stromausfälle in 200.000 Haushalten verursacht. Betroffen war am Mittwochvormittag vor allem der Norden und Nordosten des Landes von der Normandie bis nach Lothringen, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte. 2000 Mitarbeiter seien im Einsatz, um die Versorgung wieder herzustellen. Auch im regionalen Zugverkehr kam es zu Beeinträchtigungen. Unter anderem wurde der Regionalverkehr im Elsass als Vorsichtsmaßnahme eingestellt, wie eine Sprecherin des Bahnkonzerns SNCF sagte. Die TGV-Fernzüge fuhren aber normal.

An der nordfranzösischen Küste wurden beim Sturm „Eleanor“ nach Angaben des Wetterdienstes Météo-France Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Stundenkilometern gemessen. Im Landesinneren erreichte der Wind in Cambrai südlich von Lille sogar 147 Stundenkilometer. Erst am Montag hatte ein Sturm Schäden an der französischen Atlantikküste angerichtet und Zehntausende Haushalte zeitweise vom Strom abgeschnitten.

Der Sturm Eleanor hatte in der Nacht zum Mittwoch in Teilen Großbritanniens und Irlands bereits erhebliche Schäden angerichtet. Mehr als 12 000 Haushalte in Nordirland waren vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern traf der Sturm auf Irland. Dort waren 27.000 Haushalte vorübergehend ohne Strom. In der Küstenstadt Galway im Westen Irlands kam es zu Überschwemmungen.

DWN
Politik
Politik Der Chefredakteur kommentiert: Verbot des Compact-Magazins - Schutz der Demokratie oder Angriff auf die Freiheit?
19.07.2024

Liebe Leserinnen und Leser, jede Woche gibt es ein Thema, das uns in der DWN-Redaktion besonders beschäftigt und das wir oft auch...

DWN
Politik
Politik Zukunft der Marine: Pistorius denkt über zusätzliche U-Boote nach
19.07.2024

Die U-Boote spielen eine zentrale Rolle in der Marine. Deutschland hat bereits zusätzliche Boote in Auftrag gegeben. Wird trotz der...

DWN
Immobilien
Immobilien BGH-Urteil: Siegreiche Eigentümer müssen nun auch Prozesskosten tragen!
19.07.2024

Streitigkeiten sind in Wohnungseigentümergemeinschaften keine Seltenheit und landen oft vor Gericht. Müssen die siegreichen Parteien dann...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft IT-Ausfälle weltweit: Flughäfen, Banken und Kliniken teilweise im Chaos - Ursache gefunden
19.07.2024

Flugzeuge am Boden, Fernsehsender zeigen nur Standbilder, Operationen abgesagt: Es kommt selten vor, dass ein Computerproblem globale...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Düstere Prognose für Deutschland: IWF senkt Wachstumserwartung!
19.07.2024

Die Konjunktur in Deutschland bleibt anscheinend auch 2024 Schlusslicht. Der IWF sieht nur ein Wachstum von 0,2 Prozent und langfristig...

DWN
Politik
Politik Biden-Rückzug naht? – Trump glänzt nach Attentat
19.07.2024

Biden allein in der Isolation, Trump umgeben von seiner Familie im Regen von Konfetti: Die Bilder der beiden Kontrahenten im US-Wahlkampf...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft E-Autos: Scholz setzt auf serbisches Lithium
19.07.2024

Bundeskanzler Olaf Scholz schließt am Freitag in Belgrad mit Serbien ein Abkommen über den umweltfreundlichen Abbau von Lithium im...

DWN
Politik
Politik Aids-Konferenz: Sorge um Finanzierung und politische Lage
19.07.2024

In München treffen sich tausende Experten zur weltgrößten Konferenz zu HIV und Aids. Sorgen macht ihnen die politische Weltlage. Sind...