Finanzen

Iran will US-Sanktionen mit eigener Kryptowährung umgehen

Teheran hat den muslimischen Staaten den Vorschlag unterbreitet, eine eigene Kryptowährung in Umlauf zu bringen, um die US-Sanktionen zu umgehen.
20.12.2019 11:00
Lesezeit: 1 min
Iran will US-Sanktionen mit eigener Kryptowährung umgehen
Der oberste iranische Führer Ajatollah Ali Chamenei (r) und Hassan Ruhani, Irans Präsident, auf der 33. Internationalen Konferenz der Islamischen Einheit. (Foto: dpa) Foto: -

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat die Schaffung einer Kryptowährung für den Handel zwischen muslimischen Ländern als Alternative zum US-Dollar vorgeschlagen, berichtet der englischsprachige Dienst von Associated Press.

Der Vorschlag wurde am Donnerstag von Rouhani auf einem Gipfel in Malaysia unterbreitet. Rouhani ist der Ansicht, dass die muslimische Welt Maßnahmen entwickeln sollte, “um sich vor der Beherrschung des US-Dollars und des amerikanischen Finanzregimes zu retten”.

Die USA haben seit 1979 mehrere wirtschaftliche, handelspolitische, und militärische Sanktionen gegen den Iran verhängt. Rouhani sagte, die USA hätten Wirtschaftssanktionen als Hauptinstrument gewählt, um Mobbing gegen andere Nationen zu betreiben.

“Die Vernetzung der internationalen Wirtschafts-, Handels- und Finanzsysteme mit dem amerikanischen Wirtschaftsregime und die Dollarisierung der nationalen und globalen Volkswirtschaften haben den USA die Möglichkeit gegeben, ihre Hegemonie unter Androhung von Sanktionen und wirtschaftlichem Terrorismus voranzutreiben und den anderen Nationen ihre illegitimen Forderungen aufzuzwingen. Die muslimische Welt sollte Maßnahmen entwickeln, um sie vor der Beherrschung des US-Dollars und des amerikanischen Finanzregimes zu bewahren”, zitiert die iranische Nachrichtenagentur Mehr Rouhani.

Das Kryptomagazin Bitcoinist führt aus, dass die USA nicht viel tun können, um den Iran davon abzuhalten, Bitcoin und andere Münzen zu verwenden, da digitale Währungen keiner Kontrolle unterliegen. Iranische Unternehmen könnten die Anonymität der Kryptowährung ausnutzen, um die US-amerikanischen Sanktionen zu umgehen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen US-Regulierungspläne lösen Turbulenzen am Kryptomarkt aus: XRP legt kräftig zu – Investoren suchen neue Anlagestrategien

Frankfurt/London, Februar 2026 – Der Kryptomarkt befindet sich erneut in einer Phase erhöhter Schwankungen. Makroökonomische...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Run aufs weiße Gold: Warum Deutschland zum Lithium-Produzenten werden kann
28.02.2026

Lithium ist einer der wichtigsten und wertvollsten Rohstoffe für die Zukunftstechnologie. Rohstoffknappheit und der anhaltende KI-Boom...

DWN
Technologie
Technologie Künstliche Intelligenz: Entscheidet KI über Aufstieg oder Abstieg Europas?
28.02.2026

Wissen explodiert, Märkte beschleunigen, Entscheidungen müssen in Sekunden fallen. Künstliche Intelligenz wird damit zur Dampfmaschine...

DWN
Immobilien
Immobilien Ifo: Schärfere Mietpreisbremse verschärft Wohnungsnot
28.02.2026

Der Wohnungsbau in Deutschland liegt am Boden. Denn die Kosten sind so hoch, dass sich der Bau für Vermieter vielerorts nicht lohnt. Ein...

DWN
Politik
Politik Moldau im Machtkampf: Russland bekämpft EU-Annäherung mit Millionen
28.02.2026

Russland versucht mit hohen Geldsummen und gezielter Desinformation, proeuropäische Mehrheiten in Beitrittsstaaten wie Moldau zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Milliarden: Prozess um ehemaliges Streamingportal movie2k.to
28.02.2026

Ein ehemaliges Streamingportal, Millionen Raubkopien und ein Bitcoin-Vermögen in Milliardenhöhe: Vor dem Landgericht Leipzig wird ein...

DWN
Politik
Politik 4 Jahre Ukraine-Krieg: Russland unter militärischem und finanziellem Druck
28.02.2026

Vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Kriegs steht Russland trotz demonstrativer Stärke vor massiven militärischen Verlusten und wachsenden...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Roter Februar an den Börsen: KI-Sorgen vernichten Kursgewinne
27.02.2026

Die US-Börsen schlossen am Freitag im Minus, da eine unerwartet hohe Inflation und die Stellenstreichungspläne des Finanzdienstleisters...

DWN
Panorama
Panorama Schufa, Wahlen, Sommerzeit: Diese März-Änderungen betreffen Millionen
27.02.2026

Der März bringt frischen Wind – und zahlreiche Neuerungen für Millionen Menschen in Deutschland. Von Finanzen über Politik bis hin zum...