Politik

Amerikanischer Wirtschaftsminister: USA werden vom Corona-Virus profitieren

US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross ist der Ansicht, dass das Coronavirus dazu führen wird, Arbeitsplätze aus China nach Nordamerika zu verlagern.
11.05.2020 20:00
Lesezeit: 2 min
Amerikanischer Wirtschaftsminister: USA werden vom Corona-Virus profitieren
US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross. (Foto: dpa) Foto: Gian Ehrenzeller

Der US-amerikanische Wirtschaftsminister Wilbur Ross hatte sich in einem Interview mit Fox Business über die wirtschaftspolitischen Auswirkungen des Coronavirus geäußert.

Der Coronavirus führe dazu, dass US-Unternehmen ihre globale Lieferkette überdenken, um letztendlich die Rückkehr von Arbeitsplätzen nach Nordamerika zu beschleunigen, zitiert die New York Times Ross.

Die Washington Post zitiert Ross: “Ich denke, es wird helfen, die Rückkehr von Arbeitsplätzen nach Nordamerika zu beschleunigen. Einige in die USA, wahrscheinlich und auch nach Mexiko.”

In China tätige US-Unternehmen, darunter Google und Starbucks, haben aufgrund des Ausbruchs damit begonnen, einige Standorte zu schließen. Fluggesellschaften, darunter British Airways und American Airlines, haben Flüge von und nach Shanghai und Peking in Los Angeles eingestellt.

Allerdings betonte Ross, dass “das Herz eines jeden Amerikaners den Opfern des Coronavirus gewidmet” sein müsse. Daher möchte er nicht im Zusammenhang mit einer “sehr bösartigen Krankheit” über einen Sieg reden.

Auf Nachfrage des Magazins The Hill, was Ross mit seiner Aussage bewirken wollte, sagte ein Sprecher des US-Wirtschaftsministeriums, dass Ross “klar gemacht hat, dass der erste Schritt darin besteht, das Virus unter Kontrolle zu bringen und den Opfern dieser Krankheit zu helfen”.

In einer weiteren Erklärung an Fox Business sagte ein Sprecher von Ross: “Wie Außenminister Ross deutlich machte, besteht der erste Schritt darin, das Virus unter Kontrolle zu bringen und den Opfern dieser Krankheit zu helfen. Es ist auch wichtig, die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit mit einem Land zu berücksichtigen, das in der Vergangenheit echte Risiken für die eigene Bevölkerung und den Rest der Welt dargestellt hat. Glücklicherweise ist das Handelsministerium so ausgestattet, dass es die Amerikaner und unsere Unternehmen dabei unterstützt, beides zu tun.”

Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, sagte, dass das Virus wahrscheinlich das Wirtschaftswachstum in Ostasien stören würde. Er fügte hinzu, dass die Auswirkungen weltweit unter “Reisebeschränkungen und Geschäftsschließungen” zu spüren seien. “Zumindest in naher Zukunft wird sich dies eindeutig auf die chinesische Produktion auswirken, und ich denke, auf einige ihrer nächsten Nachbarn, und wir werden nur abwarten müssen, wie sich dies global auswirkt”, so Powell.

Das Weiße Haus hatte die Bildung einer Task Force zur Überwachung des Coronavirus angekündigt. Pressesprecherin Stephanie Grisham sagte: “Das Infektionsrisiko für Amerikaner ist nach wie vor gering, und alle Behörden arbeiten energisch daran, diese sich ständig weiterentwickelnde Situation zu überwachen und die Öffentlichkeit auf dem Laufenden zu halten.”

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Anleihemarkt mit Warnsignal: Ist die Ära des billigen Geldes vorbei?
30.08.2026

Nicht nur KI-Aktien bewegen die Finanzmärkte. Immer stärker rückt der Anleihemarkt in den Mittelpunkt, da langfristige Zinsen weltweit...

DWN
Panorama
Panorama Rückkehr nach Polen: Der große Exodus nach Deutschland dreht sich um
30.08.2026

Jahrzehntelang galt Deutschland für viele Polen als Versprechen auf ein besseres Leben. Doch inzwischen hat sich die Richtung gedreht:...

DWN
Technologie
Technologie Signal auf mehreren Smartphones nutzen: So funktioniert es
30.08.2026

Wer Signal parallel auf mehreren Mobilgeräten verwenden wollte, musste bislang mit Einschränkungen leben. Neue App-Versionen schaffen nun...

DWN
Technologie
Technologie KI im Unternehmen: Wer jetzt Mitarbeiter feuert, könnte es bitter bereuen
30.08.2026

KI soll Kosten senken, Prozesse beschleunigen und Personal überflüssig machen. Doch Oxford-Professor Christopher Tucci warnt vor einer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Marge im Tank: Warum es beim Spritpreis eben nicht nur um Geopolitik und Steuern geht
30.08.2026

Daten der FH Münster belegen: Rohölpreise und Abgaben erklären die aktuellen Spritpreise nicht vollständig. Warum der mangelnde...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Konsumflaute trotz besserer Stimmung: Händler senken Preise
30.08.2026

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, das Leben verlagert sich wieder stärker nach drinnen. Für Händler beginnt damit eine wichtige Phase...

DWN
Technologie
Technologie Debatte über Jugendschutz: Verbraucherschützer fordern nach Meta-Vergleich strengere Regeln für soziale Medien
30.08.2026

Nächtliche Sperren, deaktivierte Benachrichtigungen und mehr elterliche Kontrolle: Meta verspricht neue Schutzmechanismen für...

DWN
Finanzen
Finanzen Bußgeldbescheid prüfen: Wann schnelles Handeln entscheidend ist
30.08.2026

Nach einem Tempoverstoß folgt häufig unangenehme Post von der Bußgeldstelle. Dann zählt nicht nur, ob der Vorwurf stimmt, sondern auch,...