Aus für das Kokain-Taxi: Großrazzia gegen kurdisch-arabische Clans in Berlin

 

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14.05.2020 20:30  Aktualisiert: 14.05.2020 20:30
In Berlin fand eine Großrazzia gegen kurdisch-arabische Clans statt. Die Verdächtigen sollen unter anderem ein Koks-Taxi betrieben haben. Was keiner weiß: Der Entwicklung von kriminellen Clan-Strukturen liegt auch die Tatsache zugrunde, dass arabisch-kurdische Flüchtlinge über Jahre hinweg in Deutschland mit einem Arbeitsverbot belegt wurden. Für die Kinder galt früher noch nicht einmal eine Schulpflicht.
Aus für das Kokain-Taxi: Großrazzia gegen kurdisch-arabische Clans in Berlin
Razzia gegen Clans - Polizei nimmt Verdächtigen in Berlin fest. (Foto: dpa)
Foto: Paul Zinken

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Dem Tagesspiegel zufolge fand am Morgen des 14. Mai 2020 in Berlin eine Großrazzia gegen kurdisch-arabische Clans statt. Die Verdächtigen sollen unter “anderem ein Koks-Taxi betrieben haben”.

Die Polizei Berlin meldet: “Heute früh durchsuchten Ermittlerinnen und Ermittler des LKA 4 aus dem Bereich der organisierten Kriminalität der Polizei Berlin im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin insgesamt zehn Wohn- und Geschäftsanschriften und zehn Fahrzeuge. Zwei Beschuldigte wurden vorläufig festgenommen. An dem Einsatz waren insgesamt rund 240 Polizeikräfte, darunter auch das Spezialeinsatzkommando, beteiligt. Beamtinnen und Beamte von Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin ermitteln seit Ende April wegen bandenmäßigen, bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gegen vier libanesischstämmige, miteinander verwandte Tatverdächtige im Alter von 23, 33, 38 und 56 Jahren, die im Verdacht stehen, als Mitglieder einer bewaffneten Bande mit mehreren Autos und unter Beteiligung mehrerer Kurierfahrer einen Drogenlieferservice betrieben zu haben. Bei den Durchsuchungen konnten die Ermittlerinnen und Ermittler fünf scharfe Schusswaffen, 2,5 kg Kokain nebst dazugehörigen Streckmitteln und 120g gepresstes Steinkokain sicherstellen. Die Ermittlungen, insbesondere auch die Prüfung etwaiger Vorführungen zum Erlass von Haftbefehlen, dauern an.”

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat ebenfalls über den Kurznachrichtendienst Twitter eine diesbezügliche Mitteilung veröffentlicht. Zuvor hatte ein Sprecher des LKA Berlin den Deutschen Wirtschaftsnachrichten in einem Interview mitgeteilt: “Viele der heute in Berlin lebenden arabischstämmigen Migranten oder deren Eltern und Großeltern sind mit den großen Flüchtlingswellen der 1980er Jahre aus dem Libanon nach Berlin gekommen. Zu einem großen Teil – aber nicht ausschließlich – handelte es sich um arabischsprachige Mhallami-Kurden (...) Es geht da hauptsächlich um Drogen- und Eigentumsdelikte. Zu den Eigentumsdelikten gehören beispielsweise der Raub auf das KadeWe im Dezember 2014, Bankeinbrüche, das Sprengen von Tresorräumen oder das Aufbrechen von Bankschließfächern. Die Kriminalität durch arabischstämmige Gruppierungen stellt die Polizei oft vor große Herausforderungen. Der enge Zusammenhalt zwischen den Tätern aus oft nur einer einzigen Familie lässt die üblichen Ermittlungsmethoden der Polizei leerlaufen.”

Soziale Gründe sind ausschlaggebend für die Entwicklung derartiger Strukturen, zumal die Menschen in Deutschland systematisch ausgeschlossen wurden. “Wir sehen darin die extremste Auswirkung von Integrationsproblemen. Es bilden sich Parallelgesellschaften, in denen eine geringe Normenakzeptanz vorherrscht. Wir reden hier über kein religiöses Problem. Denn mit dem Islam hat das alles nicht viel zu tun. Vielmehr geht es um jahrhundertealte Regeln, die aus Stammesstrukturen kommen. Die Mhallami-Kurden wurden beispielsweise auch im Libanon niemals richtig integriert und mussten dort nach ihren eigenen Regeln leben. Während des Libanon-Kriegs 1982 sind sehr viele Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Für diese Menschen Kinder gab es in Deutschland zunächst keine Schulpflicht und für die Erwachsenen ein Arbeitsverbot. Man hatte seinerzeit mit einer baldigen Rückkehr der Menschen gerechnet. Doch das ist nicht eingetreten. Währenddessen befanden sich diese Menschen in der Isolation und dort bildeten sich Parallelstrukturen heraus. Die Flüchtlinge aus dem Libanon wurden aktiv ausgegrenzt, sowohl die Mhallami-Kurden als auch die arabischstämmigen Flüchtlinge. Diese Entwicklung führte dazu, dass es heute eine geringe Akzeptanz des Staats gibt”, so der Sprecher.

Das ändert aber nichts daran, dass die Polizei Recht und Ordnung walten lassen muss, um gegen Straftäter vorzugehen. Dabei sollte die Bevölkerung dankbar dafür sein, dass es in unserer Gesellschaft Menschen gibt, die ihr Leben einsetzen, damit die Bundesbürger ruhig schlafen können, zumal zahlreiche Polizeibeamte in Deutschland brutalster Gewalt durch Kriminelle und politische Motivierte ausgesetzt sind.


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