Politik

False Flag-Aktion gegen Rassismus? Unbekannte schänden Berliner Bismarck-Statue

In Berlin wurde ein Bismarck-Denkmal geschändet. Die Täter schrieben dazu „Decolonize Berlin“. Doch es handelt sich offenbar um eine Aktion „unter falscher Flagge“, um die Bürger gegeneinander aufzuwiegeln.
18.07.2020 14:09
Aktualisiert: 18.07.2020 14:09
Lesezeit: 1 min

Unbekannte haben in Berlin das historische Bismarck-Denkmal am Tiergarten mit Farbe beschmiert. Der rbb wörtlich: „Auf dem Sockel der Statue am Großen Stern steht in schwarzen Lettern ,Decolonize Berlin‘, auf Deutsch ,Berlin dekolonialisieren‘. Zudem ist das Denkmal großflächig mit pinker und goldener Farbe besprüht worden (…) Bei den Schmierereien handelt es sich offensichtlich um Protest gegen den deutschen Kolonialismus. Am Zaun des Denkmals brachten die Unbekannten mehrere Flyer an. Auf diesen wird unter dem Titel ,Decolonize The City, eine Auseinandersetzung mit ,den Verbrechen deutscher Kolonialgeschichte´ gefordert.

Auf dem Flyer steht: „Decolonize the City - Genug ist genug, nieder mit den rassistischen Denkmälern! Wir setzen ein Zeichen gegen Rassismus. Angelehnt an Aktionen und Initiativen haben wir uns zusammengefunden, um deutlich zu machen, dass wir Kolonialismus und Rassismus keinen Platz in unserer Stadt mehr geben wollen! Informiert euch, was dahinter steht! Setzt euch mit den Verbrechen deutscher Kolonialgeschichte auseinander!“

Wer hinter der Schändung des Denkmals bleibt unklar. Denn alle Anti-Kolonialismus-Initiativen in Berlin haben unverzüglich mitgeteilt, dass sie mit der Aktion nichts zu tun haben. Es könnte sich also um eine Provokation „unter falscher Flagge“ handeln.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen EU greift ein: Coca-Cola, Nestlé und Co. müssen grüne Werbeversprechen ändern
27.10.2026

Eine Plastikflasche, ein grünes Symbol und ein großes Recyclingversprechen: Am Verkaufsregal zählt der schnelle Eindruck. Genau dort...

DWN
Finanzen
Finanzen Die 54-jährige Lise-Lotte hat mehr als 1,3 Millionen Euro für die Rente gespart – so hat sie es geschafft
27.10.2026

Mit umgerechnet rund 27 Euro im Monat begann Lise-Lotte Helms-Olesen ihre Altersvorsorge. Lange verdiente sie weniger als viele...

DWN
Finanzen
Finanzen Marktbericht: Anthropic-Börsenantrag beflügelt KI-Werte vor anstehenden Tech-Zahlen
26.10.2026

Erfahren Sie, wie eine überraschende Ankündigung die Märkte wieder belebt und welche wegweisenden Ereignisse Anlegern jetzt bevorstehen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Start-ups sammeln 4,5 Milliarden Euro ein – doch das Geld konzentriert sich auf wenige
26.10.2026

Deutsche Start-ups haben im dritten Quartal 2026 so viel Wagniskapital erhalten wie seit Ende 2021 nicht mehr. Doch sechs...

DWN
Politik
Politik Russland soll US-Gasprojekt heimlich geführt und finanziert haben
26.10.2026

Der ehemalige Geschäftsführer eines riesigen amerikanischen Gasexportprojekts im Wert von 25 Milliarden Dollar hat dem russischen...

DWN
Politik
Politik Streit um Starlink: Elon Musk erhebt Vorwürfe gegen die Ukraine
26.10.2026

Elon Musk wirft der Ukraine vor, Starlink für unerlaubte Drohnenangriffe eingesetzt zu haben. Ein entsprechendes Schlupfloch sei...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lkw-Maut bereits fast ein Fünftel höher: Wo es teurer wird und was 2027 kommt
26.10.2026

Lkw-Maut wird in Europa immer teurer und komplizierter. Neben gefahrenen Kilometern entscheiden zunehmend CO₂-Ausstoß, Fahrzeugklasse...

DWN
Finanzen
Finanzen 10 Europa-Aktien, denen Analysten besonders großes Wachstum zutrauen
26.10.2026

Ich habe mir erneut die Empfehlungen der Analysten angesehen, um Aktien mit dem größten Aufwärtspotenzial zu finden. Diesmal habe ich...