Politik

EILMELDUNG: Türkisches Schiff nähert sich griechischer Insel, Athen versetzt Marine in "hohe" Alarmbereitschaft

Der Streit im östlichen Mittelmeer zwischen Griechenland und der Türkei droht zu eskalieren.
22.10.2020 17:43
Aktualisiert: 22.10.2020 17:43
Lesezeit: 1 min
EILMELDUNG: Türkisches Schiff nähert sich griechischer Insel, Athen versetzt Marine in "hohe" Alarmbereitschaft
Das türkische Tiefsee-Bohrschiff "Kanuni": Eines von mehreren türkischen Forschungsschiffen. (Foto: dpa) Foto: Emrah Gurel

Die Situation im östlichen Mittelmeer verschärft sich. Die griechische Marine hat die Alarmstufe für ihre Schiffe von Gelb auf Orange (die zweithöchste von fünf Stufen) erhöht. Das bedeutet, dass die Schiffe sich jetzt auf „hoher“ Alarmstufe befinden.

Als Grund für die Entscheidung nannte Griechenland die Bekanntgabe der Türkei, die Forschungsmission ihres Schiffes „Uruc Reis“ nicht heute zu beenden, sondern um fünf Tage bis auf den 27. Oktober auszudehnen. Das Schiff näherte sich heute bis auf 14 Kilometer der Küste der griechischen Insel Kastellorizo (den Kurs des Schiffes kann man hier live verfolgen).

Bereits gestern hatte der Nationale Generalstab Griechenlands bekannt gegeben, einen „Schutzwall“ aus Kriegsschiffen gebildet zu haben, um die „Uruc Reis“ – die von zwei Schiffen begleitet wird – nicht zu nahe an eine griechische Insel herankommen zu lassen.

Athen wirft der Türkei vor, illegal in Gewässern der Ausschließlichen Wirtschaftszone Griechenlands nach Erdgas zu suchen. Ankara argumentiert, dass die erkundeten Zonen zum türkischen Festlandsockel gehören und die Türkei ein Recht auf die Erkundungen habe.

Ein Blick auf die Karte enthüllt die Problematik der Ansprüche: Die Inseln, die zum griechischen Staatsgebiet gehören, befinden sich nur wenige Kilometer vom türkischen Festland entfernt.

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