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Virus-Ticker Mittwoch: Sachsen will Corona-Schließungen bis Januar beibehalten

Lesezeit: 10 min
02.12.2020 10:40  Aktualisiert: 02.12.2020 10:40
Angesichts der sehr hohen Zahl an Neuinfektionen in Sachsen fährt Sachsen jetzt einen harten Kurs. Gastronomie und Hotels sollen bis in den Januar geschlossen bleiben, sagt Ministerpräsident Kretschmer. Dies und mehr im heutigen Corona-Ticker.
Virus-Ticker Mittwoch: Sachsen will Corona-Schließungen bis Januar beibehalten
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen. (Foto: dpa)
Foto: Sebastian Kahnert

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hält die Schließung von Gastronomie und Hotels auch bis in den Januar hinein für wahrscheinlich. Man müsse vorausdenken, sagt der CDU-Politiker im ZDF mit Blick auf die heutigen Beratungen der 16 Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel. Dazu gehöre, den Gastronomen und Hoteliers zu sagen: "Es wird nicht schnell zu Lockerungen kommen." Dies gelte für den Dezember.

"Auch in den Januartagen kann es so weitergehen", sagt Kretschmer. Dies geht über den Bund-Länder-Beschluss vom 25. November hinaus. Dort war die Schließung bis zum 20. Dezember vereinbart worden. Zudem heißt es dort, man gehe davon aus, dass die Beschränkungen "bis Anfang Januar" erforderlich seien.

"Es gilt nahezu im gesamten Freistaat bis auf die drei großen Städte, die ein anderes Infektionsgeschehen haben, (...) eine Ausgangsbeschränkung", sagt der CDU-Politiker im ZDF. Menschen dürften das Haus nur aus wichtigen Gründen verlassen. Man müsse die Zahl der Neuinfektionen unbedingt rasch senken, weil die Krankenhäuser bereits extrem belastet seien. "Es ist höchste Eile geboten", warnt Kretschmer und appelliert an die Bevölkerung, die Lage sehr ernst zu nehmen.

Zudem hat Kretschmer einen härteren Lockdown angekündigt, falls die Corona-Infektionszahlen bis Weihnachten nicht runtergehen. «Dann werden wir nach Weihnachten die Kindergärten nicht mehr öffnen können. Dann werden die Schulen länger geschlossen bleiben. Dann müssen wir darüber sprechen, ob die Geschäfte für eine gewisse Zeit lang geschlossen bleiben», sagte der Regierungschef auf Instagram.

Er hoffe, dass die bisherigen Maßnahmen ausreichend seien. «Es hängt sehr davon ab, dass wir uns alle an die Maßnahmen halten, weil die Alternative wäre ein wirklich kompletter Lockdown und eine wirkliche Ausgangssperre. Das wollen wir auf jeden Fall verhindern», sagte Kretschmer. Alles zu schließen wie im Frühjahr, wäre eine sehr teure Maßnahme. «Diese Kraft hat der Freistaat Sachsen nicht.»

Weitere Meldungen

22.29 Uhr - In Brasilien steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 49.863 auf insgesamt 6,4 Millionen. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 698 weitere Todesfälle - damit insgesamt 174.515 - bekannt.

20.45 Uhr - Bund und Länder dringen darauf, dass das Wirtschaftsministerium die Hilfen für die geschlossenen Betriebe schneller auszahlt. Sowohl Bayerns Ministerpräsident Markus Söder als auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagen nach Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel, dass man angesichts der Verzögerungen über Abschlagszahlungen nachdenken müsse. Merkel sagt zu, dass das Tempo erhöht werden müsse.

20.09 Uhr - Das Coronavirus breitet sich in Frankreich wieder schneller aus. Den Behörden zufolge infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden rund 14.000 Personen mit dem Erreger. Am Dienstag waren es nur etwa 8000. Unterdessen stieg die Zahl der Toten um 313 auf 37.002.

20.07 Uhr - Bund und Länder wollen nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel den Teil-Lockdown bis zum 10. Januar verlängern. Sie wolle sich mit den Ministerpräsidenten am 4. Januar erneut treffen, falls nötig auch früher, sagt Merkel nach fünfstündigen Beratungen mit den 16 Ministerpräsidenten.

20.05 Uhr - Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA ist der Seuchenbehörde CDC zufolge binnen eines Tages um rund 200.000 auf 13,6 Millionen gestiegen. Die Zahl der Toten sei um etwa 2500 auf 269.763 angewachsen.

19.48 Uhr - Pfizer-Chef Albert Bourla ist nach eigenen Worten zuversichtlich, dass bis Ende 2021 mehr Corona-Impfdosen zur Verfügung stehen als nötig. "Wir tun alles, was wir können, um die Herstellungskapazitäten zu erhöhen", sagt er in einer in Athen ausgerichteten Online-Konferenz. "Aber die Herausforderung ist, dass wir sie in den nächsten paar Monaten erhöhen müssen."

19.01 Uhr - Spanien verbietet vom 23. Dezember bis zum 6. Januar Reisen zwischen den Regionen. Es werde einige Ausnahmen geben, kündigt Gesundheitsminister Salvador Illa an. An den Feiertagen seien Versammlungen von bis zu zehn Personen in einem Haushalt zugelassen, eine Lockerung gegenüber der bisherigen Grenze von sechs Personen.

18.50 Uhr - Der britische Experte und Regierungsberater Jonathan Van-Tam hält es für möglich, dass das Coronavirus nie komplett ausgerottet wird. Möglicherweise könnte es zu einem jahreszeitlich wiederkehrenden Problem werden, sagt er.

17.28 Uhr - Die Türkei meldet mit 193 neuen Todesfällen den zehnten Tag in Folge einen Rekord. Die Zahl der Neuinfektionen steigt nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 31.923.

17.21 Uhr - In den kommenden drei bis sechs Monaten wird nach Darstellung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zunächst nicht genug Impfstoff bereitstehen, um neue Ausbruchs-Schübe zu verhindern. Die bisherigen Maßnahmen gegen das Virus müssten daher weiter umgesetzt werden, sagt WHO-Experte Mike Ryan.

17.12 Uhr - Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (Paho) berichtet von einer Ausbreitung der Pandemie unter Kanadas Ureinwohnern. Paho-Direktorin Carissa Etienne zeichnet allgemein ein düsteres Bild von der Lage in Nord- und Südamerika: Dort habe die Zahl der Todesfälle durch das Virus im November 30 Prozent höher gelegen als im Oktober. In den USA würden gegenwärtig mehr Menschen wegen Covid im Krankenhaus behandelt als jemals zuvor.

17.05 Uhr - Großbritannien meldet eine Zunahme bei der Zahl der Neuinfektionen und der neuen Todesfälle. Letztere steigen nach Regierungsdaten um 648 nach 603 am Vortag. Die Zahl der Neuinfektionen legt um 16.170 zu, grob 3000 mehr.

15.45 Uhr - Für die November-Hilfen wurden einem Überblick des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge mittlerweile knapp 68.000 Anträge im Volumen von 1,1 Milliarden Euro gestellt. Davon können Unternehmen und Selbstständige profitieren, die vom Teil-Shutdown im November betroffen sind. Bei der Überbrückungshilfe I - Fixkostenzuschüsse für die Monate Juni bis August - wurden bislang 1,4 Milliarden Euro bewilligt, durchschnittlich 12.200 Euro. Das ist allerdings nur ein Bruchteil der dafür eingeplanten Summen. Für die Überbrückungshilfe II wurden seit dem 21. Oktober rund 42.000 Anträge im Volumen von 876 Millionen Euro gestellt.

15.15 Uhr - München richtet eine Messehalle als Impfzentrum her. Bis zum 15. Dezember sollen zwei Gesundheitsdienstleister im Auftrag der bayerischen Landeshauptstadt auf dem Messegelände die erste Ausbaustufe des Impfzentrums aufbauen und bis zu 20 Impfteams bilden. Die Stadt bereitet sich darauf vor, bei Verfügbarkeit eines Vakzins zunächst vor allem mit mobilen Teams Bewohner und Personal von Alten- und Pflegeheimen und möglichst auch Krankenhauspersonal zu impfen.

14.25 Uhr - Bundesforschungsministerin Anja Karliczek nennt die britische Zulassung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech eine wichtige Nachricht. "Die heutige Entscheidung ist keine Entscheidung für Europa. Aber die Genehmigungsbehörde in Großbritannien hat ebenfalls strenge Maßstäbe, wie wir wissen", sagt die CDU-Politikerin. "Diese Notfallzulassung ist sicher ein weiteres positives Zeichen für die Entwicklung eines Impfstoffs, der in absehbarer Zeit auch in Deutschland eingesetzt werden könnte." In Deutschland werde das übliche Verfahren bei der Prüfung von Impfstoffen angewendet, Abkürzungen werde es nicht geben. "An den üblichen Anforderungen an einen Impfstoff werden keine Abstriche gemacht."

13.55 Uhr - Bei den Beratungen von Bund und Ländern wird es einer Regierungssprecherin zufolge am heutigen Mittwoch keine neuen Corona-Beschlüsse geben. Über eine Verlängerung der Einschränkungen über den 20. Dezember hinaus wird also erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

13.45 Uhr - Corona-Impfungen in Deutschland werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums dauern. "Das ist eine Mammutaufgabe", sagt ein Sprecher des Ministeriums. Im Winter werde sicherlich noch nicht in "breiter Fläche" geimpft. Ende des Jahres sei in der EU mit einer Entscheidung zur Zulassung erster Corona-Impfstoffe zu rechnen. Eine Impfpflicht werde es nicht geben, bekräftigt eine Sprecherin der Bundesregierung.

13.25 Uhr - Die Bundesregierung will den Schritt Großbritanniens, den Coronavirus-Impfstoff von Biontec und Pfizer in einem Schnellverfahren zuzulassen, nicht bewerten. Großbritannien habe ein eigenes System und "das Recht, es so zu machen", sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Eine Regierungssprecherin ergänzt, das in der EU gültige Verfahren über die Europäische Arzneimittelagentur EMA sei kein Selbstzweck. Es gehe immer darum, einen wirksamen und sicheren Impfstoff einzusetzen. Für die Bundesregierung sei klar, auch in der Pandemie nicht von der Gründlichkeit abzuweichen.

13.30 Uhr - EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides fordert die EU-Mitgliedstaaten auf, an Corona-Beschränkungen noch einige Monate festzuhalten. Es dürfe über Weihnachten keinen Rückschlag bei den nun in vielen Ländern rückläufigen oder stabilen Infektionszahlen geben, warnt sie. Es müsse Vorsicht gelten, bis genug Menschen geimpft seien. Nötig sei eine Exit-Strategie der Regierungen, weil dies die Einschränkungen akzeptabler mache.

13.05 Uhr - In Österreich wird das öffentliche Leben nach einem dreiwöchigen Lockdown teilweise wieder hochgefahren. Ab Montag dürfen Schulen, der Handel sowie körpernahe Dienstleistungen, wie etwa Friseure, wieder öffnen, sagt Kanzler Sebastian Kurz nach der Kabinettssitzung. Gastronomie und Hotels bleiben noch bis zum 7. Januar geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleiben Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Skifahren und anderer Outdoor-Sport wird hingegen bereits ab dem 24. Dezember wieder möglich sein. Die Ausgangsbeschränkungen gelten künftig nur noch in der Nacht. Darüber hinaus wird es für die Weihnachtsfeiertage strenge Einreisebestimmungen geben.

12.20 Uhr - Nach einer über Wochen rückläufigen Tendenz zieht die Zahl der täglichen Positiv-Tests in der Schweiz wieder an. Das Gesundheitsamt meldet 4786 neue laborbestätigte Fälle. Gemessen an der Bevölkerungszahl ist das weit mehr als etwa in Deutschland, wo schärfere Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelten. Weitere 115 Personen starben in der Schweiz, die positiv getestet wurden.

12.03 Uhr - Die Einhaltung der Maskenpflicht wird nach Angaben des bayerischen Innenministeriums bei einem ersten bundesweiten Aktionstag am kommenden Montag gezielt kontrolliert. Für Bayern kündigen Innenminister Joachim Herrmann und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer Kontrollen durch Polizei und Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel an. Bei bayernweiten Schwerpunktkontrollen am 23. Oktober wurden 1.820 Verstöße geahndet.

11.47 Uhr - Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, warnt vor einer Impf-Euphorie. Die Impfung der gesamten Bevölkerung werde sich bis 2022 hinziehen, sagt Mertens der "Rheinischen Post". Die Impfkommission könne ihre Empfehlungen erst nach der Zulassung der Impfstoffe abgeben. "Es wird etwas Zeit für die genaue Prüfung der Daten aus den Zulassungsstudien brauchen", sagt er. "Danach kann vorhandener Impfstoff ausgeliefert werden."

11.34 Uhr - Bayern-LB-Chefvolkswirt Jürgen Michels befürchtet für nächstes Jahr einen Anstieg der Firmenpleiten und höhere Arbeitslosigkeit. Mit Blick auf die derzeit noch ausgesetzte Insolvenzantragspflicht warnt der Banken-Ökonom: "Hier baut sich sicherlich etwas auf." Er rechnet mit "einem 20- bis 30-prozentigen Anstieg" der Pleiten. Die Pflicht zur Anmeldung von Insolvenzen ist wegen der Corona-Krise teilweise bis Jahresende ausgesetzt. "Wir dürften auch in größerem Maße Arbeitslosigkeit bekommen, auch wenn die jüngsten Zahlen eher gut ausgefallen sind", prognostiziert Michels. Auch wenn Kurzarbeit als Puffer dient, dürfte die Arbeitslosenquote demnach im Jahresdurchschnitt 2021 auf 6,5 Prozent ansteigen und erst 2022 wieder sinken.

11.30 Uhr - In Österreich flachen die Neuinfektionszahlen trotz des bereits zweiwöchigen harten Lockdowns nur langsam ab. Binnen 24 Stunden wurden 3972 neue Positiv-Tests registriert, geben das Innen- und Gesundheitsministerium bekannt. Das sind rund 650 mehr als am Vortag. 121 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind seit Dienstag gestorben. 4245 Personen befinden sich zur Behandlung im Krankenhaus, 674 davon auf Intensivstationen. Die konservativ-grüne Regierung will nach ihrer Kabinettssitzung am Mittag die Öffnungsschritte nach dem Lockdown mitteilen. Erwartet wird, dass der Handel und die Schulen wieder geöffnet werden. Andere Maßnahmen dürften vorerst bestehen bleiben.

11.12 Uhr - Italien will Anfang kommenden Jahres mit ersten Impfungen beginnen. Gesundheitsminister Roberto Speranza sagt im Parlament, Priorität hätten dabei die Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie alte Menschen. Die Regierung habe sich 202 Millionen Impfstoff-Dosen von verschiedenen Unternehmen gesichert. "Wir sehen endlich Land. Wir haben einen klaren Kurs in den sicheren Hafen", sagt Speranza.

11.02 Uhr - Interpol warnt vor dem Verkauf falscher Impfstoffe durch Mafia-Organisationen. Eine entsprechende Mitteilung ging an die 194 Mitgliedsländer, wie die internationale Polizeibehörde bekanntgibt. Demnach planen Netzwerke organisierter Kriminalität, sich in die Impfstoff-Lieferketten einzuklinken. Dabei könnten gefälschte Heilmittel eine Rolle spielen, die große Risiken für Leib und Leben mit sich bringen.

10.51 Uhr - In Polen sind mittlerweile in mehr als einer Million Fällen Menschen positiv getestet worden. Nach Daten des Gesundheitsministeriums liegt die Zahl nun bei 1.013.747. Insgesamt starben bislang 18.208 Menschen, die positiv getestet wurden.

10.45 Uhr - Aus dem Europäischen Parlament kommt Kritik am Vorpreschen Großbritanniens, den Impfstoff von Pfizer and Biontech bereits jetzt schon in einer Notstandsverordnung zuzulassen. "Ich halte diese Entscheidung für problematisch", sagt der deutsche EVP-Abgeordnete Peter Liese. Er empfehle, dass die EU-Mitgliedstaaten dieses Vorgehen nicht nachahmten. Er plädiere vielmehr dafür, dass die Europäische Arzneimittelagentur EMA den Impfstoff sorgfältig prüfe, mahnt der CDU-Politiker.

10.33 Uhr - Der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), sichert den Einzelhandelsfirmen angesichts der Umsatzeinbrüche in der Corona-Krise Unterstützung zu. Der stationäre Einzelhandel sei "enorm unter Druck" und die Pandemie wirke wie ein "Beschleuniger von Strukturveränderung", sagt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium dem "Handelsblatt". "Da wollen wir mit besonderer Berücksichtigung der Not des Einzelhandels ein Stück weit dagegenhalten." Daher seien die Zugangsvoraussetzungen für Unternehmen, die nicht von der außerordentlichen Wirtschaftshilfe profitieren konnten, bei der neuen Überbrückungshilfe erleichtert worden. "Maßgeblich ist ein Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent im November beziehungsweise Dezember", erläutert Bareiß. Der stationäre Einzelhandel habe für die Innenstädte eine große Bedeutung. "Deshalb braucht es auch langfristige Konzepte, das zu sichern."

10.19 Uhr - Die zweite Corona-Infektionswelle und der Teil-Lockdown hinterlassen deutliche Spuren im Mittelstand. Das sogenannte KfW-Ifo-Barometer für das mittelständische Geschäftsklima sinkt im November markant um 4,5 Zähler auf minus 12,2 Saldenpunkte. "Das aktuelle Barometer zeigt, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen mit Rückschlägen rechnen, wenn auch im geringeren Umfang als noch im Frühjahr", sagt Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Sie prognostiziert, dass die heimische Wirtschaft im laufenden Quartal um rund ein Prozent schrumpfen wird. Das KfW-Ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer Auswertung der Konjunkturumfragen des Münchner Ifo-Instituts.

09.59 Uhr - Frankreich will stichprobenartige Grenzkontrollen einführen, um Skitourismus zu unterbinden. Es solle verhindert werden, dass Skifahrer aus anderen Ländern in geöffnete Gebiete in Frankreich führen, sagt Ministerpräsident Jean Castex dem Sender BFM TV. Ansteckungen von Franzosen müssten vermieden werden.

09.55 Uhr - Der britische Premierminister Boris Johnson hofft durch den Start von Impfungen auf einen Schub für die Wirtschaft. "Der Schutz durch Impfungen wird uns letztendlich ermöglichen, unsere Leben zurückzugewinnen und die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen", erklärt Johnson. Es werde bis zum Frühjahr dauern, den besonders gefährdeten Teil der Bevölkerung durchzuimpfen, sagt der oberste Gesundheitsbeamte von England, Chris Whitty.

09.46 Uhr - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zeigt sich zuversichtlich, dass im kommenden Jahr viele Menschen in seinem Bundesland gegen das Coronavirus geimpft werden können. In Deutschland lägen die Anträge der Pharmakonzerne seit Dienstag gebündelt vor, sagt Laschet dem WDR. Um Silvester herum solle der Impfstoff vorliegen. NRW bekäme zunächst rund eine Million Dosen. Ehe 18 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen geimpft seien, vergehe einige Zeit. "Und ich vermute mal, dass ein Großteil der Bevölkerung im Laufe des Jahres dann auch die Chance hat geimpft zu werden."

09.42 Uhr - Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) hat mangelnde Arbeitsschutzkontrollen in der Corona-Pandemie kritisiert. Einige Bundesländer hätte die Kontrollen ihrer Aufsichtsbehörden teilweise sogar eingestellt. "Auch die Ämter für Arbeitsschutz haben in weiten Teilen auf Homeoffice umgestellt. Baustellenkontrollen sind deshalb rapide zurückgegangen", erklärt IG Bau-Vorsitzender Robert Feiger. Um Missstände beim Arbeitsschutz und Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz aufzudecken, seien mehr und nicht weniger Kontrollen das Gebot der Stunde.

09.37 Uhr - Die Virus-Pandemie hat laut einer Erhebung der Europäischen Zentralbank (EZB) das bargeldlose Bezahlen an der Ladentheke im Euro-Währungsgebiet kräftig angeschoben. In einer EZB-Umfrage vom Juli gaben rund vierzig Prozent der Befragten an, seit Beginn der Virus-Pandemie Bargeld weniger häufig verwendet zu haben. Von diesen wollen fast 90 Prozent dies auch nach der Pandemie beibehalten. Der am meisten genannte Grund sei, dass elektronisches Bezahlen während der Pandemie zweckdienlicher geworden sei als das Zücken von Euro-Scheinen und -Münzen.

09.12 Uhr - Nach der Notfallzulassung des Biontech-Impfstoffes in Großbritannien sei auch in der Europäischen Union (EU) eine schnelle Genehmigung notwendig, sagt der französische Ministerpräsident Jean Castex dem Sender BFM TV. Er erwarte, dass dies noch im Laufe des Dezembers geschehe.

08.33 Uhr - Die Bundesregierung will mehr Soldaten in die Gesundheitsämter schicken. "Wir haben das Kontingent aufgestockt für 20.000, insofern ist auch noch Luft nach oben", sagt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) der Sendergruppe RTL/ntv. Für den Einsatz bei den Ämtern komme es immer darauf an, ob die Soldaten in die Struktur passten und ob Arbeitsplätze vorhanden seien. "An der personellen Möglichkeit der Bundeswehr, zu helfen, mangelt es nicht." Derzeit seien rund 10.000 Soldaten im Corona-Einsatz. Die Truppe bereite sich nun auch darauf vor, bei der Lagerung und Sicherung von Impfstoffen zu helfen.

08.24 Uhr - Großbritannien will ab Beginn kommender Woche mit Impfungen mit dem Pfizer-Impfstoff beginnen. Das kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock im Gespräch mit dem Sender Sky News an.

08.10 Uhr - Großbritannien hat den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen. Der Impfstoff werde ab kommender Woche in Großbritannien bereitgestellt, teilt die britische Regierung mit.

05.20 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 17.270 auf über 1,084 Millionen. Tags zuvor waren 13.604 gemeldet worden. Die Zahl gestorbenen Menschen, die positiv getestet wurden, erhöht sich um 487 auf 17.123.

02.37 Uhr - Die US-Gesundheitsbehörde CDC will nach Angaben eines Regierungssprechers in Kürze die empfohlene Dauer der Selbstisolation nach einem möglichen Kontakt mit einer infizierten Person auf zehn Tage verkürzen. Mit Vorlage eines negativen Testergebnisses könne die Quarantäne auch bereits nach sieben Tagen beendet werden. Derzeit liegt die Empfehlung der CDC noch bei 14 Tagen.

00.34 Uhr - Die USA will nach dem Vorliegen eines Impfstoffes so schnell wie möglich alle Mitarbeiter des Gesundheitswesens impfen können. Die US-Bundesstaaten gingen davon aus, dass sie ihre Beschäftigten im Gesundheitswesen innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der ersten Lieferungen eines Covid-19-Impfstoffs impfen können, sagt Dr. Nancy Messonnier, Direktorin des Nationalen Zentrums für Immunisierung und Atemwegserkrankungen der CDC.


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