Politik

„Antifa AK Köln“: An der Uni Köln werden Verfassungsfeinde finanziert, doch die Bundesregierung schweigt

An der Uni Köln wird eine vom Verfassungsschutz beobachtete Antifa-Gruppe über Semesterbeiträge finanziert. Zuvor hatte die Antifa zur Gewalt gegen „den Staat, seine Repressionsorgane und Institutionen der Justiz“ aufgerufen, um die „herrschende Ordnung zu zerstören“. Doch die Bundesregierung, die gesamte Opposition und alle Landesregierungen schauen weg.
08.01.2021 21:23
Aktualisiert: 08.01.2021 21:23
Lesezeit: 1 min
„Antifa AK Köln“: An der Uni Köln werden Verfassungsfeinde finanziert, doch die Bundesregierung schweigt
Mitglieder der Antifa laufen am 25.10.2015 in Köln (Nordrhein-Westfalen) mit einer Bengalischen Fackel in der Hand durch eine Straße. (Foto: dpa) Foto: Marius Becker

Seit dem Antifa-Gewaltaufruf gegen „den Staat, seine Repressionsorgane und Institutionen der Justiz“, um die „herrschende Ordnung zu zerstören“ sind neun Tage vergangen (HIER). Doch bisher hat sich weder die Bundesregierung noch irgendeine Behörde zum Aufruf für das Jahr 2021 geäußert. Die Medien schweigen den Aufruf aus, aber auch die Oppositionsparteien im Bundestag – und zwar alle – ignorieren den Aufruf der Antifa (HIER).

Zuvor hatte das „Antifa-Kabinett der Bundesregierung“, so die „taz“ am 25. November 2020, 89 Maßnahmen gegen Rassismus und Rechtsextremismus beschlossen, die mit über einer Milliarde Euro finanziert werden sollen. Der Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus ist richtig und wichtig. In der Vergangenheit waren die Bundesregierungen und die Behörden auf dem rechten Auge blind. Doch nun droht die Gefahr, dass sich diese Blindheit vom rechten auf das linke Auge verschiebt. Dabei sollten beide Augen immer und durchgehend hellwach sein.

Die Antifa wird an den Hochschulen finanziert

In diesem Zusammenhang besteht noch ein anderes Problem. An den deutschen Hochschulen finanzieren deutsche Studenten mit ihren Semesterbeiträgen Gruppen der Antifa, ohne dies zu wissen. So wird beispielsweise in Köln die „Antifa AK Köln“ automatisch von den Semesterbeiträgen aller Studenten finanziert, obwohl diese Gruppe vom Verfassungsschutz beobachtet wird, so die „Welt“. Besonders pikant: Nach diesen belegbaren Vorwürfen hat sich die grüne Hochschulgruppe der Uni Köln offen mit der „Antifa AK Köln“ solidarisiert, berichtet die „Welt“ weiter.

Aus der Facebook-Seite der „Antifa AK Köln“ geht die Schieflage der Linksextremisten bei ihrer Wahrnehmung in Bezug auf das Attentat in Hanau hervor. Auf Fotos ist zu sehen, wie Mitglieder der Gruppe Stoffflaggen mit den Köpfen der Opfer von Hanau in den Händen halten. Auf den Flaggen ist zu lesen: „Den Toten gedenken. Diesen Staat und seine Nazis bekämpfen“.

Der Kampf gegen den Rechtsextremismus in der deutschen Gesellschaft, insbesondere gegen den militanten Rechtsextremismus, ist wichtiger denn je. Unklar ist jedoch, wie man dieses Phänomen bekämpfen soll, wenn man gleichzeitig zur Gewalt gegen den Staat und seine Sicherheitsbehörden aufruft, die im Kampf gegen den Rechtsextremismus benötigt werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Wandel im Vaping-Markt: Nachhaltigkeit und Kostendruck treiben Wechsel zu Mehrwegsystemen

Der Markt für E-Zigaretten durchlebt eine tiefgreifende Transformation. Lange Zeit galten Einweg-Vapes, popularisiert durch Marken wie Elf...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Nasdaq legt kräftig zu, während Chip-Ausverkauf zum Stillstand kommt
30.07.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die Wall Street am Donnerstag in Bewegung versetzten.

DWN
Finanzen
Finanzen Chip-Aktien: China könnte den Markt verändern
30.07.2026

Ein weiterer neuer chinesischer KI-Akteur hat den Markt im Sturm erobert. Investoren glauben, dass er den Markt unter Druck setzen könnte,...

DWN
Politik
Politik Wahlen im Osten: AfD bleibt in Sachsen-Anhalt klar vorn – kleinere Parteien legen zu
30.07.2026

Mehrere Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt behauptet die AfD ihren deutlichen Vorsprung. Eine neue Umfrage zeigt zugleich: Auch...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Zinsen bleiben stabil: Kommt die Erhöhung im September?
30.07.2026

Die US-Zinsen bleiben vorerst unverändert, doch die Debatte über eine mögliche Erhöhung im September läuft bereits. Der KI-Boom macht...

DWN
Politik
Politik Rentenreform: Warum der Osten gegen Merz rebelliert
30.07.2026

Kaum ist der CDU-interne Streit um die Kabinettsumbildung entschärft, droht Bundeskanzler Friedrich Merz neuer Ärger. Drei ostdeutsche...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflation steigt nach Ende des Tankrabatts auf 2,8 Prozent
30.07.2026

Der Tankrabatt ist ausgelaufen, der Iran-Krieg hält an: Für Verbraucher in Deutschland sind das schlechte Vorzeichen. Im Juli zog die...

DWN
Finanzen
Finanzen Meta-Aktie unter Druck: Wall Street zweifelt an Zuckerbergs KI-Offensive
30.07.2026

Mark Zuckerberg setzt bei Meta weiter auf große KI-Visionen. Doch an der Börse wächst die Skepsis: Trotz ambitionierter Pläne für...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ZF verdient wieder Geld – doch die Last bleibt
30.07.2026

ZF schreibt nach zwei Verlustjahren wieder schwarze Zahlen und bestätigt seine Jahresziele. Doch fast zehn Milliarden Euro Schulden,...