Politik

Hat die Eindämmung von China schon begonnen? Frankreich entsendet Kriegsschiffe ins Südchinesische Meer

Das südchinesische Meer ist neues Einsatzgebiet der französischen Marine.
20.02.2021 20:07
Lesezeit: 1 min
Hat die Eindämmung von China schon begonnen? Frankreich entsendet Kriegsschiffe ins Südchinesische Meer
Start- und Landeplatz für Kampfhubschrauber: Das französische Trägerschiff "Tonnerre" im Einsatz vor der libyschen Küste. (Foto: dpa) Foto: Arnaud Roine/ecpad/ho

Frankreich schwingt sich zur Militärmacht im Südchinesischen Meer auf. Letzte Woche befuhren das Atom-U-Boot „Emeraude“ sowie das Unterstützungsschiff „Seine“ die strategisch ungemein wichtigen Gewässer, was der französische Verteidigungsminister Florency Parly damit begründete, man wolle sicherstellen, „dass, wo immer wir segeln, ausschließlich internationales Seerecht herrscht“. Wie die „Naval News“ jetzt meldeten, haben die Fregatte „Surcouf“ sowie das Trägerschiff „Tonnerre“ am Donnerstag den Hafen von Toulouse verlassen, um ebenfalls ins Südchinesische Meer zu fahren.

Die Fahrten der Schiffe sind Teil der Mission „Jeanne D´Arc 2021“. Laut französischer Marine handelt es sich dabei auch, aber nicht primär, um eine Übungsmission für zukünftige Schiffsoffiziere. Hauptgrund sei es vielmehr, die Einsatzfähigkeit in den strategisch wichtigen Gewässern zu üben und zu demonstrieren sowie die Zusammenarbeit mit den Seestreitkräften befreundeter Nationen zu trainieren.

Der Kommandeur der „Tonnere“ sagte: „Unsere Bereitschaft, unsere Truppen in der Region einzusetzen, stärkt die Partnerschaft zwischen uns und unseren Verbündeten Japan, Australien, Indien und den USA.“

Die französischen Schiffe werden auch an Manövern mit den eben genannten Nationen teilnehmen, Manöver, die sich ohne Zweifel gegen China richten. Die Volksrepublik verfolgt in der Region eine äußerst aggressive Politik der Einschüchterung, wobei alles andere als auszuschließen ist, dass es zu einem Angriff auf das demokratische Taiwan kommt.

Die Frage ist, inwiefern mittelfristig auch deutsche Marine-Schiffe in der Region Präsenz zeigen werden.

Lesen Sie auch:

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/506606/China-und-USA-auf-Konfrontationskurs-Was-tut-Deutschland-im-Falle-eines-Krieges

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
DWN
Politik
Politik Großbritannien entwickelt "Nightfall" Raketen für Ukraine
12.01.2026

Großbritannien plant, die Ukraine mit einer neu entwickelten ballistischen Kurzstreckenrakete zu unterstützen. Das...

DWN
Finanzen
Finanzen Powell im Visier der Justiz – Vorwürfe sorgen für Spannungen
12.01.2026

US-Notenbankchef Jerome Powell sieht sich aktuell nicht nur anhaltender Kritik von Präsident Trump ausgesetzt, sondern auch rechtlichen...

DWN
Immobilien
Immobilien Wohnung vermieten leicht gemacht? Diese 7 Fallen sollten Vermieter kennen
12.01.2026

Eine Eigentumswohnung kaufen und danach Wohnung vermieten klingt nach sicherer Rendite. Doch zwischen Kaufvertrag und regelmäßiger Miete...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Saturn-Filialen nehmen ab – Zukunft der Elektronikmarktkette ungewiss
12.01.2026

Das Filialnetz der Elektronikmarktkette Saturn steht vor weiteren Veränderungen. Nach der geplanten Übernahme durch den chinesischen...

DWN
Politik
Politik Trump bekennt Farbe: „Ich brauche kein internationales Recht“
12.01.2026

Donald Trump erklärt offen, dass er sich nicht an internationales Recht gebunden fühlt. In einem Interview mit der New York Times...

DWN
Finanzen
Finanzen Gold steigt auf Rekordhoch: Krisen und Zweifel treiben Anleger in sichere Häfen
12.01.2026

Internationale Spannungen und politische Unsicherheiten in den USA sorgen derzeit für spürbare Nervosität an den Finanzmärkten....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutschlands Unternehmen geraten zunehmend ins Straucheln
12.01.2026

Zum Jahreswechsel verdichten sich die Signale, dass viele Betriebe weiter unter massivem Druck stehen. Neue Zahlen und Einschätzungen von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Digitale Abhängigkeit: Europa im Schatten US-amerikanischer Tech-Konzerne
12.01.2026

Europa ist bei Cloud-Diensten, Bürosoftware und sozialen Netzwerken stark von US-Firmen wie Microsoft, Google, Amazon, Apple und Meta...