Politik

Wagenknecht: Daimler sparte 700 Millionen Euro durch Kurzarbeitergeld, schüttet 1,4 Milliarden Euro an Dividende aus

Die Linkspolitikerin Sahra Wagenknecht kritisiert, dass während der Pandemie Großkonzerne vom Staat massiv unterstützt werden, während Kleinbetriebe zugrunde gehen.
05.03.2021 18:35
Aktualisiert: 05.03.2021 18:35
Lesezeit: 1 min
Wagenknecht: Daimler sparte 700 Millionen Euro durch Kurzarbeitergeld, schüttet 1,4 Milliarden Euro an Dividende aus
Die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, Sahra Wagenknecht, und ihr Mann, Oskar Lafontaine, stehen am 14.01.2018 in Berlin. (Foto: dpa) Foto: Britta Pedersen

Die Links-Politikerin Sahra Wagenknecht teilt mit Bezug auf einen Artikel der „SZ“ über Twitter mit: „Während viele Kleinbetriebe noch immer auf Unterstützung durch #GroKo warten, reichen Großkonzerne üppige Hilfen an Aktionäre weiter. #Daimler sparte 700 Mio. € durch #Kurzarbeitergeld & schüttet 1,4 Mrd. € an #Dividende aus – 50% mehr als im Jahr zuvor.“

Der Autobauer Daimler hat auch im Februar beim Absatz zulegen können. Der weltweite Pkw-Großhandelsabsatz der Stammmarke Mercedes-Benz an die Händler legte im vergangenen Monat im Jahresvergleich um 7,9 Prozent auf 143 195 Autos zu, wie am Donnerstag aus Zahlen auf der Webseite des Dax-Konzerns hervorging. Bereits im Januar war der Absatz um gut 10 Prozent gestiegen. Bei den Vans ergab sich hingegen ein Rückgang von 7,6 Prozent auf 26 800 Stück. Bei den weitaus geringeren Stückzahlen des Kleinwagens Smart gab es ein Plus von gut einem Fünftel auf 2933 Fahrzeuge.

Daimler teilt auf monatlicher Basis lediglich den sogenannten Großhandelsabsatz an die Händler mit. Wie viele Autos letztlich an die Endkunden ausgeliefert werden, gibt das Unternehmen nur quartalsweise bekannt. Vergangenes Jahr wurden wegen der Corona-Pandemie mit 2,16 Millionen Mercedes-Pkw 7,5 Prozent weniger an die Kunden ausgeliefert als 2019. Im vierten Quartal hatte es ein ganz leichtes Plus gegeben. Vor allem im wichtigsten Einzelmarkt China laufen die Geschäfte für Daimler wieder rund.

Prof. Dr. Christian Kreiß führt in einer Analyse der DWN aus: „Immer mehr Mittelständlern geht in der Krise das Geld aus. Die Großen freut´s - sie kaufen die Konkurrenz zu Spottpreisen auf.“

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Märkte in Aufruhr: Trumps Einfluss und die Risiken in Venezuela treiben XRP zu einem beispiellosen Höhenflug.

Trotz der zunehmenden Spannungen zwischen Washington und Caracas eröffneten US-Aktien leicht im Plus. Der Markt betrachtet die aktuelle...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs steigt auf Rekordhoch: Inflation, Fed-Konflikt und Verfallstag im Fokus
13.01.2026

Der DAX-Kurs bekommt Rückenwind aus den USA und hat ein neues Allzeithoch markiert. Doch zwischen Berichtssaison, Fed-Konflikt und...

DWN
Finanzen
Finanzen Geopolitik treibt die Ölpreise aktuell weiter nach oben – Brent-Öl auf dem höchsten Niveau seit Oktober
13.01.2026

Die Ölpreise stehen erneut im Fokus der Märkte, nachdem geopolitische Spannungen und politische Signale die Notierungen antreiben....

DWN
Politik
Politik US-Handelspolitik: Wie Trumps Zollpolitik die Weltwirtschaft belastet
13.01.2026

Die Weltwirtschaft tritt in eine Phase wachsender Unsicherheit ein, in der politische Eingriffe und strukturelle Verschiebungen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen zwischen Stabilität und Risiko: Ruhige Märkte trotz wachsender Unsicherheiten
13.01.2026

Die US-Börsen sind mit bemerkenswerter Ruhe ins neue Jahr gestartet, obwohl geldpolitische Weichenstellungen, geopolitische Risiken und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Munich Re-Erhebung: Klimawandel lässt Schäden durch Naturkatastrophen steigen
13.01.2026

Extreme Wetterereignisse verursachen weltweit Milliardenschäden, doch nicht jede Katastrophe trifft wie erwartet. Neue Analysen eines...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Zukunft: Der Balanceakt zwischen Wettbewerb, Sicherheit und Nachhaltigkeit
13.01.2026

Die Europäische Union steht vor industriellen Umbrüchen und geopolitischen Verschiebungen. Kann Europa Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quiet-Firing: Wann Sie ein Unternehmen verlassen sollten
13.01.2026

Kündigungen kommen selten überraschend – oft kündigen sie sich leise an. Wer die feinen Veränderungen im Verhalten von Vorgesetzten...

DWN
Finanzen
Finanzen VW-Aktie im Fokus: Absatzdämpfer bei der Volkswagen-Kernmarke
13.01.2026

Sinkende Verkaufszahlen, regionale Unterschiede und ein schwacher Elektroabsatz setzen die Volkswagen-Kernmarke unter Druck. Während...