Deutschland

Spritpreis-Explosion: So viel Benzin und Diesel dürfen Sie privat lagern

Einige Bürger kommen aufgrund der Spritpreis-Explosion auf die Idee, Benzin und Diesel privat zu lagern. Doch dabei sind genaue Vorschriften zu beachten.
24.10.2021 12:59
Aktualisiert: 24.10.2021 12:59
Lesezeit: 1 min

Gesetzlich dürfen 20 Liter Benzin und bis zu 200 Liter Diesel in Kleingaragen gelagert werden. Allerdings setzt der Gesetzgeber voraus, dass die Treibstoffe in „in zugelassenen, dicht verschlossenen, bruchsicheren und nicht brennbaren Behältern aufbewahrt“, so die „tz“. In Tiefgaragen sind nur „unerhebliche Mengen“ erlaubt. Allerdings sind bei der Lagerung entzündlicher und explosiver Kraftstoffe bestimmte Vorschriften einzuhalten, berichtet die „Auto Zeitung“. Genaue Details sind den Garagenverordnungen (GarVO, GaVO oder GaStellV) der Bundesländer zu entnehmen.

Die genauen Anforderungen zur Lagerung von Benzin erschließen sich auf einer Liste, die auf der Seite „Lagertechnik Profishop“ befindet. Zur Lagerung führt die „Auto Zeitung“ weiterhin aus: „Verboten ist das Lagern von Benzin und Diesel an sensiblen Orten, von denen eine besondere Gefahr ausgehen kann. Dazu gehören etwa öffentlich zugängliche Durchgänge, Treppen, Flure und Durchfahrten – also Orte, die für andere zugänglich sind. Darüber hinaus ist die Kraftstoff-Lagerung auch in Dachräumen von Wohnhäusern untersagt. Generell zulässig, aber auf maximal einen Liter limitiert ist die Aufbewahrung von Benzin und Diesel in privaten Wohnungen. Dabei dachte der Gesetzgeber allerdings mehr an so genanntes Waschbenzin als Fleckenwasser also für Reinigungszwecke.“

Doch wie viel Diesel und Benzin dürfen im Auto transportiert werden? „Bis zu 60 Liter Kraftstoff dürfen in vorgesehenen Behältern transportiert werden. Das Abfüllen der Kanister ist an der Tankstelle erlaubt. Kanister muss der DIN-Norm 7274 oder 16904 entsprechen“, so die „tz“.

Allerdings ist mit dem Transport im Sommer ein besonderes Risiko verbunden. Das Blatt wörtlich: „Bei großer Hitze können im Sommer leere Benzinkanister aufblähen und im schlimmsten Fall sogar platzen. Bei gefüllten Reservebehältern können Dämpfe entweichen und vom Kofferraum in das Wageninnere vordringen. Dann genügt nur ein Funke um das Luftgemisch zu entzünden.“

In Italien, Ungarn und Luxemburg ist der Transport von Benzin und Diesel im Auto absolut verboten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Lageroptimierung als Wettbewerbsfaktor im Mittelstand

In Zeiten steigenden Wettbewerbsdrucks, globaler Lieferketten und wachsender Kundenerwartungen wird die Effizienz interner Prozesse zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Straße von Hormus im Krisenmodus: Irans Drohungen setzen Ölpreis-Entwicklung unter Druck
04.03.2026

Die Drohungen der iranischen Revolutionsgarde erhöhen den Druck auf eine der wichtigsten Energierouten der Welt und treiben die Spannungen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lithium-Boom inmitten von Deutschland: Warum Mitteldeutschland zum Lithium-Produzenten werden könnte
04.03.2026

Lithium ist einer der wichtigsten und wertvollsten Rohstoffe für Zukunftstechnologien. Noch bezieht die EU das „weiße Gold“ teuer...

DWN
Politik
Politik Macron stößt EU-Debatte an: Frankreich drängt auf stärkere nukleare Abschreckung
04.03.2026

Frankreich stößt eine Debatte über eine europäische nukleare Abschreckung an und wirbt bei NATO-Staaten für ein erweitertes...

DWN
Politik
Politik Nachfolge und Machtkämpfe: Wer führt künftig den Iran?
04.03.2026

Nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei muss das iranische Machtgefüge klären, wer ihm nachfolgt. Doch in Kriegszeiten wird auch die Wahl...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Noch mehr Bürokratie? EU-Kommission will „Made in Europe“ - Vorgabe für öffentliche Aufträge
04.03.2026

Die Europäische Union muss ihre CO2-Emissionen senken und will ihre Industrie erhalten. Ist die Lösung, europäisch zu kaufen? Kritik...

DWN
Finanzen
Finanzen Ernährungsindustrie warnt: Iran-Krieg könnte Lebensmittelpreise erhöhen
04.03.2026

Die Folgen des Iran-Kriegs sind für Verbraucher in Deutschland zu spüren - etwa beim Tanken. Ist mit weiteren Auswirkungen zu rechnen?

DWN
Politik
Politik Wirtschaftsministerin Reiche: keine Spritpreisbremse - Öl und Gas nicht knapp
04.03.2026

Der Iran-Krieg lässt Öl-, Benzin- und Gaspreise steigen - doch Energiemangel droht in Deutschland nach Angaben der Wirtschaftsministerin...

DWN
Finanzen
Finanzen Börsenturbulenzen: Wie Anleger klug reagieren – 5 konkrete Tipps für einen Börsencrash
04.03.2026

Sinkende Kurse, rote Zahlen im Depot und ständig neue Marktmeldungen: In unsicheren Börsenzeiten verlieren viele Anleger schnell die...