Finanzen

Insider: Goldpreis wird in wenigen Monaten auf 3000 Dollar ansteigen

Zwei Insider im Goldmarkt erwarten, dass der Goldpreis innerhalb weniger Monate auf 3000 Dollar ansteigt. Der Anstieg werde plötzlich und heftig sein.
26.10.2021 11:05
Aktualisiert: 26.10.2021 11:05
Lesezeit: 2 min
Insider: Goldpreis wird in wenigen Monaten auf 3000 Dollar ansteigen
Zwei Insider erwarten einen Anstieg des Goldpreises auf 3.000 Dollar. (Foto: dpa) Foto: Sven Hoppe

Vor dem Hintergrund eines historischen Gelddruckens und wachsender Inflationssorgen sind die meisten Rohstoffpreise - von Kupfer über Rohöl und Aluminium bis hin zu Zink - stark angestiegen, und auch Bitcoin hat neue Rekordhöhen erreicht. Gold hingegen handelt weiterhin deutlich unterhalb seines Rekordhochs vom letzten Jahr, als der Goldpreis vorübergehend deutlich über die Marke von 2.000 Dollar stieg, und ist somit eine der wenigen Anlagenklassen, die bisher nicht von den wachsenden Inflationssorgen profitieren konnten.

Doch zwei der größten Namen im kanadischen Bergbau, die ehemaligen Chefs von Goldcorp, David Garofalo und Rob McEwen, haben in einem Interview mit Bloomberg am Freitag vorausgesagt, dass die Anleger bald begreifen werden, dass der globale Inflationsdruck intensiver und weitaus weniger vorübergehend ist, als es die offiziellen Inflationsraten vermuten lassen.

Wenn sich diese Erkenntnis durchsetze, werde die Attraktivität von Gold als Inflationsschutz den Preis wahrscheinlich von derzeit etwa 1.800 Dollar auf 3.000 Dollar pro Unze steigen lassen, so Garofalo. Doch selbst ein so massiver Anstieg des Goldpreises auf 3.000 Dollar wäre seiner Ansicht nach nur eine "Anzahlung" auf McEwens langfristige Vorhersage von 5.000 Dollar. Zwar ist zunächst wenig überraschend, dass Goldmanager positive Erwartungen im Hinblick auf den Goldpreis vermitteln. Doch selten sagen sie einen so steilen Preisanstieg in so kurzer Zeit voraus.

Wenn andere Metalle irgendeinen Hinweis geben, so wird die kommende Goldrallye dramatisch sein, sagt Garofalo. "Die Reaktion kommt in der Regel sofort und heftig, wenn sie kommt. Deshalb bin ich recht zuversichtlich, dass der Goldpreis in Monaten und nicht in Jahren 3.000 Dollar erreichen wird." Aufgrund seiner Universalität und seiner 4.000 Jahre alten Geschichte sei Gold besser als Kryptowährungen als Absicherung gegen ein inflationäres Umfeld positioniert, das "tiefgreifende und bedeutende Auswirkungen auf unser Kapital haben wird", so Garofalo.

McEwen warnt davor, dass die weltweite Ausweitung der Geldmenge und der Verschuldung zur Bewältigung der Corona-Pandemie sowie sekundäre Faktoren im Zusammenhang mit Versorgungsunterbrechungen dazu führen werden, dass sich die Menschen wieder auf traditionelle Methoden zum Schutz ihres Vermögens besinnen. "Es ist nicht nur der Dollar", sagte er. "Alle Währungen haben weniger Kaufkraft, als noch vor einem Jahr. Ich betrachte das als eine zumindest in unserem Leben noch nie dagewesene Entwicklung, die sich auf den Wert von Fiat-Währungen auf der ganzen Welt auswirken wird."

Der Anstieg der Inflation hat sich zuletzt auch in der Goldindustrie gezeigt. Arbeitskräfte und Rohstoffe fehlen, und entsprechend steigen die Kosten. Das schafft einen weiteren Anreiz für mittelgroße Goldproduzenten, durch Fusionen und Übernahmen Einsparungen zu erzielen, nachdem jahrelange Unterinvestitionen die Reserven schrumpfen ließen, sagt Garofalo. Auch sogenannte Royalty-Unternehmen, die gegen Prozente an der Produktion oder am Umsatz den teuren Goldabbau im Voraus finanzieren, seien reif für eine weitere Konsolidierung.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russland erzielt mit Europas Energiekäufen Einnahmen von rund 322 Milliarden Euro
14.10.2026

Europa will seine Energieabhängigkeit von Russland beenden. Doch trotz Sanktionen fließt weiterhin eine große Menge Kapital nach Moskau....

DWN
Politik
Politik Stoppen, abschwächen, zerschlagen: NATO-Oberbefehlshaber erläutert Reaktion auf einen Angriff
14.10.2026

General Alexus Grynkewich, Oberster Alliierter Befehlshaber der NATO in Europa, hat beim Warsaw Security Forum die „Theorie des Sieges“...

DWN
Finanzen
Finanzen Roboter-Aktien: Investoren sehen Chancen im globalen Robotik-Wettlauf
14.10.2026

Physische KI gilt für viele Techinvestoren als das nächste große Thema an den Aktienmärkten. Mehrere Roboter-Aktien könnten davon...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Sie sollen Palantir beim französischen Geheimdienst ersetzen, jetzt nehmen sie Dänemark ins Visier
14.10.2026

Mehrere europäische Staaten hinterfragen ihre Abhängigkeit von amerikanischer Sicherheitssoftware. Davon will das französische...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street gibt wegen schwacher Chip-Aktien nach
13.10.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die Wall Street heute bewegt haben.

DWN
Finanzen
Finanzen Rente 2026: Fast 2.000 Euro? Für die meisten ein Traum – 5 Zahlen zeigen die Realität
13.10.2026

Die Politik verweist auf ein stabiles Rentenniveau und knapp 2.000 Euro Standardrente. Doch amtliche Zahlen zeigen: Das ist ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland baut neue Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover – aber erst 2050
13.10.2026

Überlastete Strecke: Zwischen Hamburg und Hannover fahren täglich rund 200 Güterzüge, dazu ICE- und Regionalzüge. Staus und...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg: Hat Trump den größten Fehler der USA begangen?
13.10.2026

Donald Trump wollte Iran in die Knie zwingen. Stattdessen gerät die amerikanische Supermacht selbst unter Druck. Der Krieg verschlingt...