Finanzen

Hohes Risiko: IWF warnt EU vor Krediten an die Ukraine

Lesezeit: 1 min
25.12.2013 01:29
Die EU will die Ukraine mit Krediten ködern, die der europäische Steuerzahler finanzieren muss. Der IWF warnt, dass Kiew die Kredite nicht zurückzahlen kann. Russland nutzt die Gunst der Stunde und überweist die ersten Gelder an Kiew - abgesichert durch Gegengeschäfte im Energie-Sektor.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Russland hat die erste Tranche der Finanzhilfen für die Ukraine überwiesen. Die Regierung in Moskau erklärte am Dienstag, der ukrainischen Notenbank drei Milliarden Dollar aus dem gesamten Hilfspaket im Volumen von 15 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt zu haben. Die Ukraine bestätigte den Eingang der Zahlung. Präsident Viktor Janukowitsch hatte unlängst überraschend ein Freihandels- und Assoziierungsabkommen mit der EU abgesagt. Russland sagte der Ukraine später die Finanzhilfen und Rabatte auf Gaslieferungen zu.

Der Chef der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE), Guy Verhofstadt, hat sich in Kiew für eine Annäherung der Ukraine an die EU ausgesprochen. Er verstehe die „berechtigten Sorgen“ der Russen gegen ein Handelsabkommen, dennoch seien „Erpressungen“ von russischer Seite nicht akzeptabel.

Die EU will die Ukraine weiterhin mit Geld locken (mehr hier), obwohl Russland dem ukrainischen Präsident Janukowitsch ebenfalls Kredite in Millionen-Höhe und billigere Erdgas-Lieferungen zugesagt hat (hier).

Der IWF warnt schon länger, dass die Ukraine die Kredite nicht zurückzahlen kann, berichtet das Handelsblatt. Für Russland wäre das nicht wichtig, da die Ukraine mit den Krediten an Russland gebunden werden soll.

Vergleichbare Gegengeschäfte kann die EU nicht aufweisen. Steuer-Milliarden für die Ukraine sind für Brüssel ein rein politisches Projekt.

Ideologisch motivierte Zahlungen haben sich in der Vergangenheit jedoch stets als Bumerang erwiesen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld boomt: Die Federal Reserve überschwemmt die Welt mit Dollar-Banknoten

Die Nachfrage nach Dollar-Banknoten zieht derzeit weltweit spürbar an – ein Beleg für die Flucht der Bürger in den sicheren Hafen...

DWN
Politik
Politik Italien: Ein Land kann seinen größten Trumpf nicht nutzen

In der elften Folge der großen geopolitischen DWN-Serie zeigt Moritz Enders auf, warum Italien sein Potential als Regionalmacht nicht...

DWN
Politik
Politik Südostasiens Drahtseilakt zwischen den Giganten: Wo führt China, wo die USA? - Teil 2

Wie tief und verlässlich die bilateralen Beziehungen der Vereinigten Staaten und Chinas zu ihren Partnern in Südostasien sind, lässt...

DWN
Politik
Politik Die Politik beschließt Corona-Maßnahmen nach dem Mephisto-Prinzip

DWN-Kolumnist Christian Kreiß wendet zur Beurteilung der Corona-Maßnahmen ein neues Verfahren an. Die Ergebnisse sind verblüffend.

DWN
Finanzen
Finanzen Vermeiden Sie diese 7 Fehler beim Aktienkauf

Fehler kosten an der Börse oftmals viel Geld. Privatanleger, die zum ersten Mal mit Aktien handeln, treten meistens in dieselben...

DWN
Politik
Politik „Trump ist der Anführer der konservativen Bewegung“

Der republikanische Kongressabgeordnete Jim Jordan sieht den früheren US-Präsidenten Donald Trump auch nach dessen Wahlniederlage an der...

DWN
Politik
Politik Sozialismus, Rassenhass, Korruption: Südafrika steht am Abgrund

Fast 25 Jahre hat Sebastiaan Biehl in Südafrika gelebt. Im großen DWN-Interview erläutert der Politikwissenschaftler und Journalist, wie...

DWN
Politik
Politik Nordspanien: Impfverweigerern drohen bis zu 60.000 Euro Strafe

Die Regionalregierung von Galicien plant, ein Gesetz zu verabschieden, wonach Impfverweigerer in Bezug auf die aktuelle Corona-Impfung und...

DWN
Politik
Politik Der Konzern-Sozialismus kommt: „Great Reset“ ist das Todesurteil für den deutschen Mittelstand

Die Ziele im Rahmen des „Great Reset“ und der Pandemie bedrohen vor allem den deutschen Mittelstand. Über 99 Prozent aller Unternehmen...

DWN
Politik
Politik Ägypten: Die Tage des Merkel-Schützlings al-Sisi sind gezählt

Es gibt ernsthafte Hinweise dafür, dass der ägyptische Präsident Abdul Fattah al-Sisi bald gestürzt werden könnte. Internationale...

DWN
Politik
Politik Armin Laschet meint: Jens Spahn macht einen guten Job

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet meint, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Verlauf der Pandemie einen guten Job machen. Zuvor...

DWN
Politik
Politik Corona-Kontrolle in Stuttgart: Hunderte Jugendliche mit verbalen Attacken, Flaschenwürfen und Sprechchören gegen Polizei

Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es am Samstagabend in der Stuttgarter Innenstadt. Mehrere Hundert, überwiegend junge Menschen,...

DWN
Politik
Politik Weltwirtschaftsforum feiert Lockdown auf Twitter – und zieht Tweet nach Protesten wieder zurück

Das Weltwirtschaftsforum hat die Lockdown-Politik in einem Tweet hochgelobt, um nach Tausenden von Protesten den Tweet zurückzuziehen....

DWN
Politik
Politik Anti-Lockdown-Proteste in Irland eskalieren – Dominoeffekt in Europa?

Hunderte Menschen haben am Samstag in der irischen Hauptstadt Dublin gegen die Lockdown-Maßnahmen in dem Land demonstriert. Die Situation...