Finanzen

Alarmierende Werte: Spaniens Zinsen auf neuem Rekordhoch

Lesezeit: 1 min
24.07.2012 13:00
Spaniens Zugang zum Finanzmarkt wird immer schwieriger: Am Dienstag erreichten die Zinssätze für zehnjährige Anleihen ein erneutes Rekordhoch und auch die Kreditausfallversicherungen für spanischen Bonds haben einen noch nie da gewesenen Wert erreicht.
Alarmierende Werte: Spaniens Zinsen auf neuem Rekordhoch

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Trotz politischer Sommerpause – die Märkte und die Schuldenkrise kennen keine Sommerpause. Die Lage in Spanien wird immer bedrohlicher. Nachdem bereits am Montag die Renditen und Kreditausfallversicherungen CDS in die Höhe geschossen sind, erreichen sie am Dienstag bereits einen neuen Rekordwert. Die Kosten für Kreditausfallversicherungen für spanischen 5-Jahres-Anleihen stiegen um 16 Basispunkte auf 640. Damit kostet es nun 640.000 Euro pro Jahr, um fünfjährige, spanische Anleihen im Wert von 10 Millionen Euro zu versichern.

Gavan Nolan von Markit zufolge liegen die Kosten für spanische CDS sogar 65 Basispunkte über den Kosten für Kreditausfallversicherungen für Irland. Nur, dass Irland bereits unter ein vollständiges Rettungspaket geschlüpft ist.

Ein ähnliches Szenario zeigte sich heute abermals am Anleihenmarkt. Die durchschnittliche Rendite für zehnjährige, spanische Anleihen erreichte heute zwischenzeitlich den Rekordwert von 7,62500 Prozent. Der Zugang zum Finanzmarkt wird für Spanien immer schwieriger. Regierungsquellen zufolge erwägt das Land nun tatsächlich ein volles Bailout-Programm und benötigt einen Notkredit (hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik G7-Gipfel verhängt weitere Sanktionen gegen Russland - keine Einigung bei Öl und Gold

Unter der Leitung der US-Regierung wird das Sanktionsregime gegen Russland ausgeweitet. Auf wichtigen Feldern besteht aber weiterhin...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiekrise: Deutschland muss zittern - aber Russland mindestens genauso

Während Russland den Europäern schrittweise den Gashahn zudreht, ist der Kreml gezwungen, sich neue Absatzmärkte zu eröffnen. Aber das...

DWN
Deutschland
Deutschland Experte: Steigende Corona-Inzidenzen sind irrelevant

Die derzeit steigenden Infektionszahlen sieht ein Gesundheitsexperte gelassen. Minister Lauterbach warnt vor einer „Sommerwelle“.

DWN
Finanzen
Finanzen Sanktionen hindern Russland, Anleihezinsen zu bezahlen - erste Gläubiger betroffen

Den Ausschluss Russlands aus westlichen Finanztransaktionssystemen bekommen die ersten Investoren zu spüren.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Deutschland
Deutschland Südwest-CDU fordert längeren Betrieb von Atomkraftwerken

Die CDU Baden-Württemberg fordert angesichts der Energie-Krise längere Laufzeiten für die letzten verbliebenen Kernkraftwerk in...

DWN
Technologie
DWN
Finanzen
Finanzen Zum ersten Mal seit 1918: Russland im Verzug mit Staatsschulden

Zuletzt sah sich Russland noch unter Lenin mit so einer Situation konfrontiert. Ein düsteres Zeichen für die weitere Entwicklung des...