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Natürliche und ökologische Bodenbeläge

Natürliche und ökologische Bodenbeläge liegen zunehmend im Trend. Wir stellen Ihnen die wichtigsten vor.
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30.11.2022 14:00
Lesezeit: 2 min
Natürliche und ökologische Bodenbeläge
Holzböden erfreuen sich als Innenausstattung unverändert großer Beliebtheit. (Foto: Pixabay)

Das Thema Wohngesundheit ist für viele Bauherren mittlerweile zum festen Bestandteil bei der Planung geworden – sei es für Neu- oder Umbaumaßnahmen. So sind auch natürliche Bodenbeläge aus vielen Wohngebäuden heute nicht mehr wegzudenken. Nachdem wir bereits ausführlich über die Sanierung von alten Bodenbelägen berichtet haben, erfahren Sie in diesem Beitrag, welche natürlichen Alternativen zu PVC, Laminat und Co verlegt werden können.

Holzboden

Ob als moderner Parkett- oder traditioneller Dielenboden – Holz zählt nach wie vor zu den beliebtesten ökologischen Bodenbelägen. Es ist mit der richtigen Pflege nicht nur äußerst langlebig, sondern gibt auch optisch so einiges her. Als Bauherr hat man die Wahl zwischen zahlreichen Holzarten und Verlegemustern, je nach persönlichem Geschmack und vorhandenem Budget. So werden für Parkett und Massivholzdielen beispielsweise Eiche, Kiefer, Fichte, Pinie, Buche oder Kastanie weiterverarbeitet. Dabei lassen sich die verschiedenen Holzarten in unterschiedliche Härtegrade einteilen. In einem Holzfachgeschäft oder Baumarkt sind Sie gut beraten, wenn es um die Optik, Haptik, Pflege und letztlich das Verlegen geht.

Bambusboden

Zwar ist Bambus als Bodenbelag weit weniger bekannt als der klassische Holzboden – aus ökologischer Sicht ist das Süßgras jedoch unbedingt erwähnenswert. Seine Halme wachsen nach der Ernte nämlich mit einer rasanten Geschwindigkeit wieder nach. Die Oberfläche ist der von Holz sehr ähnlich und ziemlich hart, sogar härter als Eiche. Damit hält Bambusboden hohen Belastungen stand und trägt zu einem gesunden Raumklima bei.

Korkboden

Kork feiert eine echte Renaissance unter den Bodenbelägen und gilt als besonders nachhaltig. Die Rinde der Korkeiche wird in regelmäßigen Abständen geerntet, ohne dass der Baum gefällt werden muss. So kann die Rinde wieder nachwachsen. Durch ihre Elastizität ist sie gelenkschonend und außerdem strapazierfähig sowie wasserabweisend. Unbehandelte Korkböden sollten nach dem Verlegen möglichst mit natürlichen Stoffen wie Wachs oder Öl versiegelt werden. Dies muss zwar alle paar Jahre wiederholt werden, ist aber deutlich umweltfreundlicher als eine herkömmliche Versiegelung mit Lack.

Linoleumboden

Linoleum ist eine günstige und ökologische Alternative zu Kunststoffböden wie PVC oder Laminat. Es besteht aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen wie Kork- und Holzmehl, Leinöl sowie verschiedenen Naturharzen und Jute. Die glatte Oberfläche ist strapazierfähig, pflegeleicht und kommt in vielen Farben einher. Verkauft wird Linoleum entweder als Fertigboden oder als Bahnenware. Letztere zu verlegen ist gar nicht so einfach, weswegen sich bei unzureichenden Kenntnissen an einen Fachbetrieb gewendet werden sollte.

Teppichboden

Sofern Teppichböden keine synthetischen Fasern enthalten und der Teppichrücken nicht aus Kunststoff besteht, sind sie ein wunderbares Naturprodukt. Als natürlicher Bodenbelag kann er Feinstaub in der Luft deutlich reduzieren und verfügt gleichzeitig über geräuschdämpfende Eigenschaften. Zwar ist die Preisspanne zwischen Natur- und Kunstfasern oft relativ groß – dennoch lohnt sich gerade beim Thema Nachhaltigkeit und Gesundheit eine Investition in Teppichböden aus Naturfasern.

Natursteinboden

Auch Natursteinboden wie Travertin, Schiefer, Granit oder Marmor zählt zu den ökologischen Alternativen und kommt ganz ohne Zusätze aus. Er gilt als hochwertiger Bodenbelag mit langlebigen Eigenschaften und vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, ideal für die Kombination mit einer Fußbodenheizung. Durch ihren eleganten Look überzeugen Fußböden aus Naturstein auch im Innenbereich mit ihrer einzigartigen Maserung und werten eine Immobilie deutlich auf.

Nico Bülles

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Nico Bülles arbeitet als Freischaffender in der Kultur- und Kreativwirtschaft und ist für Verlage und Agenturen sowie für bildungspolitische und soziale Organisationen tätig.

 

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