Unternehmen

Unternehmensinsolvenzen: Vor allem junge Firmen sind betroffen

Laut Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) sind derzeit vor allem junge Unternehmen von der Pleite betroffen. Insgesamt ging rund ein Fünftel mehr Unternehmen insolvent als im Vorjahresmonat.
08.06.2023 14:15
Aktualisiert: 08.06.2023 14:15
Lesezeit: 1 min

Die Zahl der Firmenpleiten ist nach Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im Mai stabil geblieben - hat aber vor allem junge Firmen getroffen. „Zwei Drittel der insolventen Unternehmen waren höchstens zehn Jahre alt“, erklärten die Forscher am Donnerstag in ihrem IWH-Insolvenztrend.

Pleitewelle bei Unternehmen hält an

Der Analyse zufolge gab es 909 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland. Das seien in etwa so viele Firmenpleiten wie im April, jedoch 17 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Für Juni und Juli rechnet das IWH weiter mit stabilen Insolvenzzahlen.

Die IWH-Analyse zeigt, dass in den größten zehn Prozent der Unternehmen, deren Insolvenz im Mai gemeldet wurde, gut 6000 Arbeitsplätze betroffen waren. Diese Zahl liegt damit unter den Werten der Vormonate, aber nahe dem Durchschnittswert für den Monat Mai in den Jahren vor der Corona-Pandemie.

Im Mai war nur ein Drittel der insolventen Unternehmen älter als zehn Jahre und nur zwei Prozent der Firmen waren älter als 50 Jahre. Somit entfällt der mit Abstand größte Anteil an Insolvenzen auf Jungunternehmen unter zehn Jahren, während Pleiten nur sehr selten Traditionsbetriebe betreffen.

Junge Unternehmen testen neue Produkte, Konzepte und Standorte auf ihre Marktfähigkeit, wie IWH-Experte Steffen Müller erläuterte. Naturgemäß scheiterten viele dieser Versuche. „Das Insolvenzgeschehen wird deswegen traditionell von jungen, kleinen Unternehmen dominiert.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Online-Broker-Vergleich: Die besten Aktiendepots für Anleger – Tipps zur Anbieterauswahl

Ein Online-Broker-Vergleich beginnt beim Wertpapierdepot: Ein Depot ist die Eintrittskarte zur Börse, nur mit einem Depot können Anleger...

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Autoindustrie Slowakei: Der Autoriese ohne eigene Automarke
26.09.2026

Kein anderes Land produziert gemessen an seiner Einwohnerzahl so viele Autos wie die Slowakei. Volkswagen, Kia, Porsche und Land Rover...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreichs Wirtschaft: Fünf Warnsignale vor der Präsidentenwahl
26.09.2026

Frankreichs Wirtschaft kommt kaum noch vom Fleck, während der Schuldenberg weiter wächst und Anleger höhere Zinsen verlangen....

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis im Aufwärtsmodus: Während KI träumt, verdienen Ölkonzerne Milliarden
26.09.2026

Der Ölpreis steigt rasant und stellt die Weltwirtschaft vor unbequeme Fragen. Teure Energie kann Inflation anheizen, Wachstum bremsen und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unternehmenskultur: Was Firmen von Netflix wirklich lernen können
26.09.2026

Netflix gilt vielen Unternehmen als Vorbild für Freiheit, Verantwortung und weniger Bürokratie. Doch wer erfolgreiche Managementmodelle...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Toyota Corolla Cross im Test: Der Hybrid, der an einen Diesel erinnert
26.09.2026

Der Toyota Corolla Cross verbindet Hybridtechnik mit viel Komfort und erstaunlich niedrigem Verbrauch. In der getesteten GR-Sport-Version...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo überrascht mit neuem Chef aus Deutschland: Eine große Chance für Volvo
26.09.2026

Der Verwaltungsrat von Volvo Cars überrascht erneut mit der Wahl eines Vorstandschefs, diesmal aber mit einem unerwartet starken Namen....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kampf ums Wasser: Die wasserhungrigen Industrien
26.09.2026

Sechs Zentimeter am Rheinpegel Kaub, Lieferprobleme bei BASF, schwächelnde Wasserkraftwerke: Der Dürresommer 2026 macht endgültig klar,...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Irans Feigenblatt sorgt für grüne Zahlen an der Wall Street
25.09.2026

Ein unerwarteter Wendepunkt im Nahen Osten sorgt für Bewegung an den Märkten – erfahren Sie, welche Aktien jetzt besonders profitieren.