Politik

Mörderinnen von Luise laufen frei herum

Die beiden Mörderinnen der im März getöteten Luise sind nach Maßgabe des hiesigen Justizsystems "strafunmündig".
11.09.2023 16:36
Aktualisiert: 11.09.2023 16:36
Lesezeit: 1 min
Mörderinnen von Luise laufen frei herum
Ein Stein mit dem aufgemaltem Namen "Luise" liegt am Waldrand an der Stelle, an der das Mädchen Luise tot gefunden wurde. Gut vier Monate ist es her, dass die Zwölfjährige in dem Waldstück bei Freudenberg in Südwestfalen erstochen wurde. Zwei Mädchen, selbst erst 12 und 13 Jahre alt, haben die Tat gestanden. (Foto: dpa) Foto: Oliver Berg

Ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod der zwölfjährigen Luise aus Freudenberg hat die Staatsanwaltschaft in Siegen die Ermittlungen eingestellt. Grund dafür sei die Strafunmündigkeit der tatverdächtigen Mädchen, teilten die Ermittler am Montag mit. Eine Anklage oder einen Prozess wird es damit nicht geben.

Zwei Mädchen im Alter von 12 und 13 Jahren hatten gestanden, Luise im März erstochen zu haben. Die Tat hatte auch wegen des jungen Alters der Tatverdächtigen bundesweit Schlagzeilen gemacht.

In den vergangenen Monaten habe es umfangreiche Ermittlungen gegeben, so die Staatsanwaltschaft am Montag weiter. Insbesondere sei geprüft worden, ob ein möglicher Tatvorwurf gegen weitere Personen bestehe. Die Ermittlungen von Mordkommission und Staatsanwaltschaft hätten allerdings «keinerlei Hinweise auf eine Tatbeteiligung einer dritten strafmündigen Person ergeben», hieß es abschließend.

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