Politik

Bundeswehr unterstützt Strukturwandel in der Lausitz

In Bernsdorf im Landkreis Bautzen wird ein neues Logistik-Zentrum der Bundeswehr entstehen. Das entschied Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Ende 2023. Gestern inspizierte er den Standort - es geht los in der Lausitz.
27.03.2024 16:34
Lesezeit: 1 min
Bundeswehr unterstützt Strukturwandel in der Lausitz
Boris Pistorius (SPD) hält einem neuen Bundeswehrstandort in Sachsen die Deutschlandfahne hoch. Auf dem Areal in Bernsdorf wird ein Logistikbataillon stationiert. (Foto: dpa) Foto: Sebastian Kahnert

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist gestern in die Lausitz gereist, um in Bernsdorf nahe Hoyerswerda einen künftigen neuen Bundeswehrstandort zu inspizieren. Dort im Landkreis Bautzen soll ein Logistik-Batallion mit 800 Soldaten sowie Zivilangestellten entstehen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer begleitete ihn. Die Investition hilft der Region beim Strukturwandel nach dem Ende des Braunkohleabbaus.

Erst im Dezember 2023 hatte das Verteidigungsministerium entschieden, das neu aufzustellende Logistikbataillon 471 in Bernsdorf zu stationieren. „Dass die Bundeswehr nun bei uns im Freistaat ihre Präsenz ausbaut und in Bernsdorf ein neuer Standort entsteht, ist gut für die Region, ganz Sachsen und für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland", hatte Kretschmer nach Bekanntwerden der Nachricht gesagt. Er gehe davon aus, dass durch diesen Impuls neue Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden können.

Der Bernsdorfer Bürgermeister Harry Habel forderte für die Ansiedlung Unterstützung von Freistaat und Landkreis. Gebraucht werde unbedingt noch eine S-Bahn-Anbindung nach Dresden. Auch müsse der Neubau der Ortsumfahrung von Bernsdorf weitergeführt werden. Der Bautzner Landrat Udo Witschas sagte, die Ansiedlung sorge bei lokalen Bauunternehmen für Aufträge. Außerdem bringe der Zuzug von Soldaten und ihren Familien Geld in die Region.

Wofür ist der Bundeswehrstandort in Sachsen?

Die Stationierung einer Bundeswehreinheit war Gegenstand der Bund-Länder-Einigung über den Kohleausstieg im Januar 2020. Für die Stationierung des Logistikbataillons hatte Sachsen verschiedene Standorte in den Landkreisen Bautzen und Görlitz vorgeschlagen, darunter auch das Gelände in Bernsdorf-Straßgräbchen. Die Auswahlentscheidung traf das Verteidigungsministerium. Die Ansiedlung steht in einer Reihe mit Investitionszusagen, so etwa für die Chipindustrie allein in Sachsen 30 Milliarden Euro in den nächsten Jahren.













Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

avtor1
Peter Schubert

Peter Schubert ist stellv. Chefredakteur und schreibt seit November 2023 bei den DWN über Politik, Wirtschaft und Immobilienthemen. Er hat in Berlin Publizistik, Amerikanistik und Rechtswissenschaften an der Freien Universität studiert, war lange Jahre im Axel-Springer-Verlag bei „Berliner Morgenpost“, „Die Welt“, „Welt am Sonntag“ sowie „Welt Kompakt“ tätig. 

Als Autor mit dem Konrad-Adenauer-Journalistenpreis ausgezeichnet und von der Bundes-Architektenkammer für seine Berichterstattung über den Hauptstadtbau prämiert, ist er als Mitbegründer des Netzwerks Recherche und der Gesellschaft Hackesche Höfe (und Herausgeber von Architekturbüchern) hervorgetreten. In den zurückliegenden Jahren berichtete er als USA-Korrespondent aus Los Angeles in Kalifornien und war in der Schweiz als Projektentwickler tätig.

DWN
Finanzen
Finanzen Anthropic-IPO: Geleakter Prospekt enthüllt die Milliardenrisiken hinter Claude
03.10.2026

Anthropic gilt als einer der heißesten Kandidaten für den nächsten großen KI-Börsengang. Doch ein geleakter Prospekt zeigt, welchen...

DWN
Panorama
Panorama Notstromversorgung: Warum ein Generator im Ernstfall nicht reicht
03.10.2026

Ein Stromausfall von wenigen Minuten ist lästig. Dauert er mehrere Tage, kann er für Unternehmen existenzbedrohend werden. Erfahrungen...

DWN
Immobilien
Immobilien Hitzeschutz: So bewahren Sie auch ohne Klimaanlage einen kühlen Kopf 
03.10.2026

Deutschland hat einen der heißesten Sommer hinter sich - und es wird nicht der letzte gewesen sein. Um sich in Gegenwart und Zukunft gegen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nissan Qashqai im Test: Elektrogefühl ohne Ladekabel
03.10.2026

Der Nissan Qashqai e-Power ist ein Hybrid, funktioniert aber anders als die meisten Konkurrenten. Die Räder treibt immer ein Elektromotor...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI und Arbeitsmarkt: Der Effizienzboom könnte den Fachkräftemangel verschärfen
03.10.2026

Künstliche Intelligenz macht Unternehmen schneller und produktiver. Doch ausgerechnet junge Berufseinsteiger könnten dafür einen hohen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wann lag die Inflation im Euroraum zuletzt bei vier Prozent?
03.10.2026

Zehn Wendepunkte zeigen, wie schnell eine Krise die Inflation nach oben treiben kann und wie langsam sich die Preise anschließend wieder...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China-Schock trifft Europa: Millionen Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel
03.10.2026

In der kommenden Woche reisen führende EU-Vertreter nach Peking, um von der chinesischen Führung zu verlangen, das enorme...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Anleiherenditen setzen Aktien weiterhin unter Druck
02.10.2026

Zinsängste und Arbeitsmarktdaten bewegen die Börsen – was Anleger jetzt wissen müssen.