Politik

Ukraine-Krieg aktuell: Russische Angriffe auf Ukraine während orthodoxem Osterfest

Russische Einheiten setzen ihre Angriffe entlang der ukrainischen Fronten fort, auch während des orthodoxen Osterfests. Am Sonntag verzeichnete der Generalstab in Kiew 103 Kampfhandlungen. Derweil gibt es spannende Erkenntnisse zur Ausrüstung der russischen Bodentruppen.
06.05.2024 08:05
Aktualisiert: 06.05.2024 08:05
Lesezeit: 1 min
Ukraine-Krieg aktuell: Russische Angriffe auf Ukraine während orthodoxem Osterfest
Ukraine-Krieg aktuell: Diese Drohnenaufnahme zeigt das Dorf Ocheretyne, ein Ziel der russischen Streitkräfte in der Region Donezk im Osten der Ukraine (Foto: dpa). Foto: Uncredited

Besonders betroffen war das Gebiet westlich von Bachmut und Awdijiwka in der Ostukraine, wo ukrainische Verteidiger 56 russische Angriffe, unterstützt von Artilleriefeuer, abwehrten. Die Berichte konnten nicht unabhängig überprüft werden. Es liegen keine Informationen über Verluste vor. Das orthodoxe Osterfest wird sowohl in der Ukraine als auch in Russland gefeiert.

Die ukrainischen Militärs meldeten zudem zahlreiche russische Luftangriffe, darunter auf die Großstadt Charkiw im Osten des Landes. Mindestens 15 Menschen wurden dort verletzt. Auch aus Poltawa in der Zentralukraine wurden russische Angriffe gemeldet. Es wurden 100 russische Luftangriffe auf ukrainische Stellungen an den Fronten und zivile Wohngebiete registriert. "Diese terroristischen Angriffe haben leider Opfer unter der Zivilbevölkerung gefordert", heißt es im Bericht des Generalstabs.

Selenskyj spricht Ukrainern Mut zu

Zum Osterfest ermutigte Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Landsleute. Gott stehe auf Seiten der von Russland angegriffenen Ukraine, sagte Selenskyj in einer veröffentlichten Videobotschaft. "Mit einem solchen Verbündeten wird das Leben definitiv über den Tod siegen." Er rief zum Gebet für ukrainische Soldaten auf, die das Osterfest erneut an der Front verbringen müssen.

In der Ukraine feiern - wie in Russland - viele orthodoxe Christen Ostern nach dem julianischen Kalender am 5. Mai. Andere christliche Feiertage wurden im Zuge des Angriffskriegs an den westlichen Kalender angepasst. So wurde Weihnachten vom 7. Januar auf den 25. Dezember vorverlegt.

Moderne Waffensysteme nur bei russischen Elitetruppen

Die Ausrüstung der russischen Streitkräfte in der Ukraine variiert. "Nur Elite-Brigaden wie die Marineinfanterie oder Luftlandetruppen erhalten relativ neue Waffensysteme oder bestenfalls aufgerüstete sowjetische Systeme", sagte Iwan Timotschko, Vorsitzender des Reservistenverbands der ukrainischen Bodentruppen. Andere Einheiten kämpfen mit improvisierten Mitteln wie Golf-Karren aus China oder Ural-Lastwagen mit Eisengittern als Schutz.

Aktuell setzen die russischen Streitkräfte hauptsächlich auf Infanterie und versuchen, ihre gepanzerten Fahrzeuge vor allem vor Drohnenangriffen zu schützen. Dabei werden ungewöhnliche Schutzmaßnahmen wie Eisen- oder Blechplatten sowie Nylonnetze eingesetzt. Vor kurzem wurden Fotos von russischen Panzern veröffentlicht, die Schutzschilde ähnlich Schildkrötenpanzern trugen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Neue deutsch emiratische Investitionen stärken Dubais Standortrolle

Die Zeiten, in denen eine Firma vor allem am eigenen Standort und nur begrenzt darüber hinaus florieren wollte, sind vorbei. Heute sind...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street erholt sich nach Fed-Zinserhöhung
17.09.2026

Nach turbulenten Tagen fassen die Anleger wieder Mut – das sind die wichtigsten Treiber der jüngsten Kursbewegung.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Landgericht Frankfurt entscheidet: Meta muss für betrügerische Social-Media-Anzeigen haften
17.09.2026

Fake-Werbung auf Plattformen wie Facebook und Instagram bleibt für Meta nicht länger ohne rechtliche Folgen. Nach einer Entscheidung des...

DWN
Politik
Politik Unerwartete Wende: Russland behält Kontrolle über wichtige Basen am Mittelmeer
17.09.2026

Nach dem Sturz von Bashar al-Assad schien Russlands militärische Präsenz in Syrien infrage zu stehen. Doch nun zeigt sich eine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiekrise in Europa: Warum Anleger plötzlich profitieren können
17.09.2026

Die Ruhe an Europas Energiemärkten war offenbar nur geliehen. Öl und Gas verteuern sich wieder, die Inflation bleibt hartnäckig und die...

DWN
Panorama
Panorama Zuwanderung bremst Trend: Immer mehr Menschen in Deutschland leben wieder in Familien
17.09.2026

Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland wohnt zusammen mit Eltern oder Kindern in einem Haushalt. Nach einer langen Phase des...

DWN
Politik
Politik Überwachung und Chat-Weitergabe: BGH lässt EuGH-Datenschutzregeln im Privatleben klären
17.09.2026

Darf man Angehörige heimlich filmen oder private WhatsApp-Nachrichten an Dritte weiterleiten? Zwei verfahrene Alltagsstreitigkeiten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Comeback mit Verbrennungsmotoren: Volvo schaltet auf gemischten Antrieb um
17.09.2026

Volvo will den Weg aus der Krise schaffen und setzt dabei wieder verstärkt auf Verbrenner. Neue Fahrzeugmodelle sollen dem schwedischen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gewerkschaftsstudie: Gesenkte Gastronomie-Mehrwertsteuer bringt Gästen keine Preisvorteile
17.09.2026

Seit Jahresbeginn gilt für Restaurantspeisen der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Trotzdem verzeichnen Verbraucher...