Panorama

Lkw-Unfall A1: Chaosfahrt führt zu zahlreichen Unfällen und Verletzten

Ein Lkw-Fahrer hat auf der A1 und weiteren Autobahnen in Nordrhein-Westfalen mit einer gefährlichen Chaosfahrt erheblichen Schaden angerichtet. Die Polizei stoppte ihn schließlich bei Hagen.
30.11.2024 22:24
Aktualisiert: 30.11.2024 22:24
Lesezeit: 2 min
Lkw-Unfall A1: Chaosfahrt führt zu zahlreichen Unfällen und Verletzten
Ein Lastwagen steht auf der A1 bei Hagen. Nach einer Lkw-Chaosfahrt über mehrere Autobahnen hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen einen auffälligen Lkw-Fahrer aus dem Verkehr gezogen (Foto: dpa). Foto: Justin Brosch

Unklarheiten und hohe Schäden

Nach einer gefährlichen Fahrt, die über mehrere stark frequentierte Autobahnen führte, hat die Polizei am Abend einen Lkw-Fahrer gestoppt und festgenommen. Wie viele Unfallopfer und beschädigte Fahrzeuge es genau gibt, ist bislang unklar.

Der Polizeisprecher Marcel Fiebig aus Düsseldorf erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass es zu mehreren Unfällen und erheblichen Sachschäden gekommen sei. Angaben zur Anzahl oder zum Zustand der Verletzten lägen noch nicht vor.

Lkw-Amokfahrt auf der A1

"Uns wurde ein Lkw mit extrem auffälligem Fahrverhalten gemeldet", so Fiebig. Der Fahrer habe trotz mehrfacher Aufforderungen der Polizei nicht angehalten, sondern sei mit hoher Geschwindigkeit in Schlangenlinien weitergefahren. Die Strecke führte über mehrere Autobahnen, bis die Fahrt schließlich bei Wuppertal gestoppt werden konnte. Details zum Ende der Chaosfahrt seien noch unklar, betonte der Sprecher. "Der Mann ist nun in unserer Obhut."

Laut WDR-Berichten kam der Lkw mit polnischem Kennzeichen etwa 300 Meter vor der Ausfahrt Hagen-West auf der A1 quer zur Fahrbahn zum Stehen. Der Fahrer wurde in Handschellen abgeführt, während mehrere stark beschädigte Fahrzeuge direkt neben dem Lkw standen.

Prüfung auf Alkohol und Drogen

Die Identifizierung des Fahrers sowie Tests auf Alkohol oder Drogen seien laut Polizei im Gange. Es werde zudem eine umfassende Schadensaufnahme durchgeführt. "Warum er so gefahren ist, wissen wir noch nicht", erklärte Fiebig weiter. Der Fahrer sei mit seinem Lkw auf der A46, der A57 und der A1 unterwegs gewesen.

Eine genaue Zahl der Verletzten liege weiterhin nicht vor. Die Strecke der Amokfahrt auf der A1 und weiteren Autobahnen erstreckte sich nach WDR-Schätzungen über 70 bis 80 Kilometer. Die Polizei sei mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, um Unfallopfer zu suchen und die Schäden zu erfassen.

Nah Lkw-Unfall: Sperrungen und Betreuung für Autofahrer

Für betroffene Autofahrer wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet. Mehrere Abschnitte der A1, darunter zwischen Wuppertal-Nord und dem Westhofener Kreuz, sind weiterhin in beide Richtungen gesperrt. Auf der A46 ist der Bereich zwischen Wuppertal-Varresbeck und dem Kreuz Wuppertal-Nord ebenfalls nicht befahrbar. Die Sperrungen hängen mit den Unfällen auf der A1 und der Lkw-Amokfahrt zusammen.

Diese dramatische Chaosfahrt auf der A1 sorgt weiterhin für erhebliche Verkehrsprobleme und viele offene Fragen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Straße von Hormus bleibt blockiert: 40.000 Seeleute ohne Ausweg
20.03.2026

Tausende Seeleute sitzen im Persischen Golf fest, während der Iran-Krieg zentrale Handelsrouten blockiert und die Lage auf See weiter...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Bulthaup: Brauchen wir noch Küchen im Zeitalter künstlicher Intelligenz?
20.03.2026

Der Name Bulthaup steht seit Jahrzehnten für Luxus-Küchen aus Deutschland. In Zeiten der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz...

DWN
Politik
Politik Krieg gegen Iran: Wie erfolgreich ist Israels Strategie? Und was ist das Ziel?
20.03.2026

Der Konflikt zwischen Israel, Iran und der Hisbollah erreicht eine neue Eskalationsstufe. Militärische Erfolge stehen wachsenden...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Gilt Gold noch als sicherer Hafen?
20.03.2026

Am Freitag ist der Goldpreis erneut in die Verlustzone gerutscht. Bei Anlegern sollten nun die Alarmglocken schrillen: Wenn der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Iran-Krieg treibt Kosten in die Höhe: Fluggesellschaften erhöhen Ticketpreise
20.03.2026

Steigende Treibstoffkosten und ein spürbarer Rückgang im Tourismus infolge des Iran-Kriegs setzen die Flugbranche unter erheblichen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Neue Ifo-Studie: Paare im Homeoffice bekommen mehr Kinder – was wirklich dahintersteckt
20.03.2026

Wer regelmäßig im Heimbüro arbeitet, zeugt mehr Nachwuchs – zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team von Wissenschaftlern....

DWN
Finanzen
Finanzen Unser neues Magazin ist da: Vermögen aufbauen statt verwalten – Strategien für die nächste Dekade
20.03.2026

Über Jahrzehnte galt eine einfache Regel: Wer spart, sorgt vor. Doch in einer Welt aus Inflation, niedrigen Realzinsen und...

DWN
Politik
Politik Nahost-Konflikt: Keine Entspannung im Iran-Krieg in Sicht – Spannungen und wirtschaftliche Risiken nehmen zu
20.03.2026

Auch Wochen nach Beginn der Angriffe ist kein Ende des Iran-Kriegs in Sicht. Militärische Schläge, geopolitische Spannungen und...