Unternehmen

Deepfakes: Die Bedrohung wächst - was Unternehmen tun können

Deepfakes stellen für Unternehmen eine zunehmend gefährliche Bedrohung dar. Betrüger nutzen vermehrt die fortschrittliche KI-Technologie, um täuschend echte Videos und Audios von Führungskräften oder Mitarbeitern zu erstellen und so Unternehmen zu betrügen. Gibt es einen Schutz?
03.05.2025 12:31
Lesezeit: 1 min

Zunehmende Bedrohung durch Deepfake-Technologie

Ein Beispiel aus Hongkong zeigt, wie eine gefälschte Videoübertragung einen Finanzbeamten dazu brachte, 25 Millionen Dollar auf betrügerische Konten zu überweisen. Durch die Kombination von Deepfake-Software und Social Engineering gelangen Angreifer an vertrauliche Informationen und verursachen enormen finanziellen Schaden.

Wie funktioniert der Betrug?

Dank der rasanten Fortschritte in der KI können Betrüger mit nur wenigen öffentlichen Daten, wie etwa Fotos und Sprachaufnahmen, extrem realistische Deepfake-Profile erstellen. Das Microsoft-Forschungsmodell VASA-1 benötigt lediglich ein einziges qualitativ hochwertiges Bild, um ein synchronisiertes Video zu generieren. Dies ermöglicht es Angreifern, gefälschte Meetings zu organisieren, die besonders schwierig zu erkennen sind. So wird etwa versucht, Mitarbeiter dazu zu bringen, große Geldbeträge zu überweisen oder sensible Informationen preiszugeben. Angriffe dieser Art sind nicht nur in großen Unternehmen, sondern auch in kleineren Firmen und in verschiedenen Branchen zunehmend zu verzeichnen.

Schutz vor Deepfake-Betrug

Um sich gegen diese Art von Betrug zu wappnen, benötigen Unternehmen ein umfassendes Sicherheitskonzept. Dazu gehört, dass Finanzentscheidungen niemals nur über einen einzigen Kommunikationskanal getroffen werden. Sicherheitsberater empfehlen, bei außergewöhnlichen Anfragen eine Rückversicherungsmöglichkeit zu schaffen, etwa durch ein sicheres Wort oder die Bestätigung durch einen zweiten Kommunikationsweg. Bei großen Geldtransfers sollte zusätzlich eine persönliche Verifizierung stattfinden, um zu verhindern, dass betrügerische Anrufe oder Anweisungen unbemerkt bleiben.

Technologische Lösungen und Schulungen

Technologisch gibt es bereits erste Lösungen wie Sentinel und FakeCatcher, die mit fortschrittlichen Algorithmen versuchen, Deepfakes zu erkennen. Doch auch diese Systeme sind nicht hundertprozentig zuverlässig. Daher bleibt auch die menschliche Komponente entscheidend: Regelmäßige Schulungen und das Bewusstsein für die Gefahren von digitalen Manipulationen sind unerlässlich. Mitarbeiter müssen verstehen, dass Deepfakes zunehmend in Betrugsmaschen integriert werden und ihre Fähigkeit, solche Fälschungen zu erkennen, oft überschätzt wird.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Sie baute mit Putins Rückendeckung ein Imperium auf, nun könnte es eine Finanzkrise auslösen
17.08.2026

In diesem Sommer steht Russlands Antwort auf Amazon, Wildberries, unter ständigen ukrainischen Angriffen. Die Folgen für Russlands...

DWN
Politik
Politik Bahnhöfe, Steuererklärung, TV – was sich im September ändert
17.08.2026

An ersten Bahnhöfen darf kein Alkohol getrunken werden und Sport-Fans können sich auf die NFL-Saison freuen. Der September bringt auch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedrigwasser in Deutschland: Ökonomin Grimm sagt steigende Preise voraus
17.08.2026

Die Preise könnten bei diversen Grundstoffen steigen, warnt die Wirtschaftsweise. Sie kritisiert die Politiker, die kurzsichtig agierten,...

DWN
Politik
Politik SPD rutscht weiter in den Keller: Klingbeil verteidigt seinen Kurs
17.08.2026

An der SPD-Basis rumort es, weil Umfragewerte seit Wochen nicht besser werden und die Partei sich in der Koalition teils schwertut. Den...

DWN
Finanzen
Finanzen Europäische Aktien brechen Rekorde: Welche Sektoren sind am attraktivsten?
17.08.2026

Nach einem turbulenten ersten Halbjahr tendieren die europäischen Aktienmärkte auf Allzeithochs. Analysten sehen ein zweistelliges...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Gelbes Edelmetall startet fester in die neue Handelswoche
17.08.2026

Der Goldpreis legt am Montagmorgen zu und nähert sich wieder der Marke von 4.400 US-Dollar je Feinunze. Schwächere US-Konjunkturdaten,...

DWN
Politik
Politik KI-Wettlauf der Großmächte entscheidet über die neue Weltordnung
17.08.2026

Der Kampf um Künstliche Intelligenz wird zum Kampf um globale Macht. USA und China investieren gewaltige Summen in Chips, Energie,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ferrari Luce: Erst verspottet, jetzt reißen sich Käufer um den Elektro-Ferrari
17.08.2026

Der Ferrari Luce provozierte Fans, verunsicherte Anleger und ließ Zweifel an Ferraris Elektrostrategie wachsen. Nun ist das Verkaufsziel...