Technologie

Hohe Stromkosten: Kaufinteresse an Klimaanlagen hat nachgelassen

Das Kaufinteresse an Klimaanlagen hat einer Umfrage zufolge nachgelassen. Verbraucherportal Verivox vermutet, das zurückgehende Kaufinteresse könne mit hohen Stromkosten und einer steigenden Zahl von Wärmepumpen einhergehen, die auch zur Kühlung genutzt würden.
10.07.2025 07:44
Lesezeit: 1 min

Kaufinteresse an Klimaanlagen hat nachgelassen

Das Kaufinteresse an Klimaanlagen hat einer Umfrage zufolge nachgelassen. Rund jeder Siebte plant, eine solche Anlage anzuschaffen, wie aus einer aktuellen Befragung im Auftrag des Heidelberger Verbraucherportals Verivox hervorgeht. Die Umfrage liegt der DPA vor. Im vergangenen Jahr hatte noch ungefähr jeder Fünfte in der Befragung erklärt, eine Klimaanlage kaufen zu wollen.

An der Online-Umfrage an den ersten drei Juli-Tagen – in dem Zeitraum war es heiß – haben mehr als 1.000 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren teilgenommen.

Klimaanlagen: Besitzer sind in der Minderheit

Die meisten Deutschen kommen unverändert ohne Klimaanlage zurecht. In der aktuellen Befragung gaben 17,9 Prozent an, ein Gerät zu Hause zu nutzen. Annähernd zwei Drittel von ihnen verwenden ein mobiles Gerät, einen sogenannten Monoblock. Diese sind tendenziell günstiger, aber weniger effizient als verbaute Anlagen.

Im vergangenen Jahr hatten bereinigt 20,5 Prozent der Teilnehmer bejaht, eine Klimaanlage zu Hause zu nutzen. Die Meinungsforscher von Innofact bewerten den Unterschied nicht als signifikant. Das heißt, eine Veränderung kann nicht nachgewiesen werden.

Auch Wärmepumpen können kühlen

Verivox vermutet, das zurückgehende Kaufinteresse könne mit hohen Stromkosten und einer steigenden Zahl von Wärmepumpen einhergehen, die auch zur Kühlung genutzt würden. Der Fachverband Gebäude-Klima aus Ludwigsburg teilte auf Rückfrage mit, dass auch Wärmepumpen eine Kühlfunktion haben können. Sogenannte Luft-Wasser-Wärmepumpen benötigten dazu aber bestimmte Heizkörper.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Inflation und Konsumzurückhaltung: Wie Deal-Plattformen die Kaufkraft der Verbraucher stärken

Angesichts einer persistenten Inflation und steigender Lebenshaltungskosten sehen sich private Haushalte in Deutschland einem erheblichen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Private Ersparnisse in Europa: EU will mehr Kapital in Investitionen lenken
16.04.2026

Europas enormes Sparvermögen rückt zunehmend in den Fokus der Wirtschaftspolitik, während die EU nach Wegen sucht, Kapital produktiver...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street schließt uneinheitlich, während Tech-Rallye den S&P 500 auf ein Rekordhoch treibt
15.04.2026

Ein spannender Handelstag voller Kontraste hält Anleger in Atem und sorgt für überraschende Wendungen.

DWN
Politik
Politik „Strategische Partnerschaft“ mit der Ukraine: Deutschland vereinbart Rüstungsdeals mit Selenskyj
15.04.2026

Die finanzielle und militärische Hilfe für die Ukraine nimmt federführend durch Deutschland und Großbritannien an Fahrt auf. Nachdem...

DWN
Technologie
Technologie Novo Nordisk-Aktie: KI von OpenAI soll Pharmaentwicklung beschleunigen
15.04.2026

Novo Nordisk treibt den Einsatz von KI in der Pharmaindustrie voran und setzt dabei auf eine Kooperation mit OpenAI. Kann künstliche...

DWN
Politik
Politik Deutschlands Photovoltaik-Ausbau: Wie Solarstrom Europas Energiemarkt stabilisiert
15.04.2026

Deutschlands Photovoltaik-Ausbau gewinnt in einem angespannten geopolitischen Umfeld strategisch an Bedeutung für den europäischen...

DWN
Politik
Politik YouGov-Umfrage: AfD klar stärkste Kraft - Union stürzt auf schlechtesten Wert seit vier Jahren
15.04.2026

In einer YouGov-Umfrage kann sich die AfD deutlich von den anderen Parteien absetzen. Auch Grüne und Linke legen zu. Die einzigen, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Prognose der Deutschen Bank: US-Dollar verliert an Stärke
15.04.2026

Die Deutsche Bank sieht eine veränderte Ausgangslage an den Devisenmärkten und rät Marktteilnehmern zu einer Neuausrichtung ihrer...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanzspritze vom Bund: Eine Milliarde Euro für Länder und Kommunen
15.04.2026

Der Bund greift hoch verschuldeten Kommunen unter die Arme. Doch nicht nur sie werden entlastet - sondern auch die reichsten Bundesländer.