Finanzen

Finanzen: Deutsche haben Angst um finanzielle Zukunft - Leben in Deutschland immer teurer

Die Sorgen um die eigenen Finanzen sind einer Umfrage zufolge im europäischen Vergleich in Deutschland besonders hoch: Acht von zehn Menschen blicken mit Sorge auf ihre finanzielle Zukunft. Das ist ein deutliches Warnsignal.
18.07.2025 14:03
Lesezeit: 1 min

In der Erhebung für den Informationsdienstleister Crif in fünf europäischen Ländern äußerten die 1.000 Teilnehmer hierzulande mit Blick auf die kommenden zwölf Monate die geringste Zuversicht. Befragt wurden insgesamt 6.000 Verbraucher in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Großbritannien.

Wachsende Sorgen um finanzielle Zukunft

„Die Sorge um die eigene finanzielle Zukunft ist tief in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, fasst Crif-Deutschland-Geschäftsführer Frank Schlein die deutschen Ergebnisse der Befragung aus dem März zusammen. „Acht von zehn Menschen in Deutschland blicken mit Sorge auf ihre finanzielle Zukunft – das ist ein deutliches Warnsignal.“

Etwa ein Viertel (24 Prozent) der 1.000 Befragten in Deutschland hat bereits jetzt Zweifel, Rechnungen pünktlich bezahlen zu können. Knapp ein Drittel (31 Prozent) befürchtet eine weitere Verschlechterung ihrer finanziellen Lage.

Teure Lebenshaltungskosten und gestiegene Preise

Als Grund für den wachsenden Pessimismus verweist Crif auf zunehmende Belastung durch gestiegene Preise: So gaben zum Beispiel 32 Prozent der Befragten an, mehr für Miete oder Hausfinanzierung ausgeben zu müssen als noch vor fünf Jahren. Auch bei Versicherungen sowie an der Tankstelle muss etwa ein Drittel der Befragten nach eigenen Angaben inzwischen tiefer in die Tasche greifen. Die Kosten rund um den Haushalt haben sich für 44 Prozent der Befragten in Deutschland erhöht.

Die Mehrheit der Verbraucher sieht sich daher gezwungen, Ausgaben zu reduzieren. 59 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, sie seien in den vergangenen zwölf Monaten sparsamer geworden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Deutsche im Iran: Pistorius bereit für Bundeswehreinsatz bei Waffenruhe
26.03.2026

Der Iran-Krieg alarmiert die Bundesregierung, weil die wirtschaftlichen Folgen weltweit spürbar werden. Verteidigungsminister Pistorius...

DWN
Politik
Politik USA verschärfen Ton gegenüber Teheran: Diplomatie unter maximalem Druck
26.03.2026

Washington droht dem Iran mit einer massiven Ausweitung der Militärschläge, falls die Führung in Teheran nicht einlenkt....

DWN
Politik
Politik EU und Ungarn: Spionageverdacht erschüttert Vertrauen in Europa
26.03.2026

Misstrauen breitet sich in der Europäischen Union aus und trifft einen ihrer eigenen Mitgliedstaaten. Der Verdacht, dass Ungarn...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienmarkt in Gefahr: Investoren warnen vor Eskalation im Iran-Konflikt
25.03.2026

Die Märkte geraten ins Wanken, während geopolitische Spannungen eskalieren. Investoren befürchten nach den Drohungen eines eskalierenden...

DWN
Politik
Politik Russlands Ölexport unter Beschuss: Energiekrieg erreicht neue Stufe
25.03.2026

Explosionen in russischen Ostseehäfen lassen den Ölfluss abrupt versiegen. Die Angriffe treffen Moskaus Energieinfrastruktur empfindlich...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tarif-Durchbruch in der Chemie: Mehr Geld und Jobgarantie für 585.000 Beschäftigte
25.03.2026

Lohnplus trotz Krise: Die rund 585.000 Beschäftigten der deutschen Chemie- und Pharmabranche erhalten künftig deutlich mehr Geld. Nach...

DWN
Politik
Politik Turbo für die Verteidigung: EU plant Millionen-Spritze für Militär-Innovationen
25.03.2026

Die EU-Kommission will die militärische Schlagkraft Europas durch schnellere Innovationszyklen sichern. Ein neues Förderinstrument namens...

DWN
Politik
Politik Digitale Gewalt: Was die Regierung jetzt plant
25.03.2026

Deepfakes, Überwachung, intime Bilder – digitale Gewalt nimmt zu, und der politische Druck wächst. Die Bundesregierung arbeitet an...