Unternehmen

Solar-Krise: Solarfirma Meyer Burger schließt Standorte - 600 Beschäftigten gekündigt

Rettung geplatzt: Warum auch Investoren keinen Ausweg für den insolventen Solarmodul-Hersteller Meyer Burger sehen und was jetzt mit den Standorten in Ostdeutschland passiert.
17.09.2025 15:18
Lesezeit: 1 min

Solarfirma Meyer Burger: Rettungsversuche gescheitert

Der Schweizer Solarzellenhersteller Meyer Burger mit Standorten in Sachsen und Sachsen-Anhalt sieht endgültig keine Chance auf Rettung mehr. Die Suche nach einem Investor für die gesamte Unternehmensgruppe sei gescheitert, teilt das Unternehmen am Sitz in Thun mit. Es bestünden „keine realistischen Chancen mehr für eine Rettung der gesamten Unternehmensgruppe, einschließlich der Muttergesellschaft“.

Als Grund für das Scheitern nennt Meyer Burger die Konkurrenz aus China, die sehr günstige Solarmodule anbietet, und „erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Förderung erneuerbarer Energien sowohl in den USA als auch in Europa“. Die etwa 600 Beschäftigten an den deutschen Standorten sind nach Unternehmensangaben bis auf ein Abwicklungsteam freigestellt, ihnen wurde gekündigt.

Weiter Bemühung um Verkauf in Deutschland

Nach der Insolvenz in Deutschland und den USA werde deshalb die schon gewährte stille Nachlassstundung – die im Schweizer Insolvenzrecht einer Firma Zeit für die Suche nach einer Lösung geben soll – als ordentliche provisorische Nachlassstundung weitergeführt, teilt das Unternehmen mit. Für die Muttergesellschaft werde ein Nachlassvertrag angestrebt. „Die Bemühungen für einen Verkauf von Teilen der Gruppe und/oder von Aktiven der verschiedenen Gruppengesellschaften in der Schweiz, in Deutschland und in den USA werden weitergeführt“, heißt es weiter.

Die Insolvenzverwalter in Deutschland hatten Anfang September mitgeteilt, dass es keine Investoren für die Standorte gebe. Der Geschäftsbetrieb der Werke in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) und Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) wurde deshalb am 1. September eingestellt. Gespräche mit möglichen Interessenten liefen nach Angaben der Insolvenzverwalter weiter.

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