Politik

Generalsanierung von Schloss Bellevue steht bevor - Kosten unklar

Im März müssen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und rund 220 Mitarbeiter des Bundespräsidialamts ausziehen. Es steht eine aufwendige Sanierung an. Kosten? Zeitplan? Alles noch offen, obwohl es nicht mehr lang hin ist.
07.01.2026 08:28
Lesezeit: 2 min

Sanierung von Schloss Bellevue steht bevor – Kosten unklar

Wenige Monate vor dem geplanten Beginn der umfangreichen Sanierungsarbeiten am Berliner Amtssitz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stehen weder die Kosten noch der Zeitplan dafür fest. Das geht aus der schriftlichen Antwort der zuständigen Bundesbehörde auf eine Anfrage der DPA hervor. „Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ermittelt derzeit den Zeit- und Kostenrahmen der Baumaßnahmen“, heißt es darin. Wann dieser Zeit- und Kostenrahmen feststeht, lässt sich nach Angaben einer Sprecherin noch nicht sagen. Beides sei in Arbeit.

Steinmeier muss im März aus Schloss Bellevue ausziehen

Saniert werden muss sowohl das denkmalgeschützte Schloss Bellevue wie auch der moderne Verwaltungsbau daneben, das Bundespräsidialamt. Dafür müssen zusammen mit Steinmeier auch die rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im März ausziehen. Sie werden für die kommenden Jahre in einem gerade in der Nähe von Kanzleramt und Hauptbahnhof errichteten Ausweichquartier untergebracht. Kosten des Baus: 205 Millionen Euro. Später sollen dort Bundesbehörden einziehen.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten stehen an

Die Generalsanierung wird Jahre dauern: „Zahlreiche bauliche und technische Mängel sowie gestiegene Anforderungen an Brandschutz, Sicherheit, Energieeffizienz und Barrierefreiheit machen eine grundlegende Erneuerung unumgänglich“, heißt es auf der Seite des Bundespräsidenten zu den bevorstehenden Baumaßnahmen in seinem Berliner Amtssitz.

So ist im Schloss Bellevue zum Beispiel das Dach undicht, die Lüftungsanlagen funktionieren nicht mehr richtig, die Fenster sind nicht einbruchs- und schusssicher, an der Fassade zeigen sich Risse und an den Geschossdecken Korrosion. Im Bundespräsidialamt, das von 1995 bis 1998 errichtet wurde, muss vor allem der Brandschutz auf den heutigen Stand gebracht werden. Auch die komplette Gebäudetechnik und die zentrale Versorgungsinfrastruktur werden erneuert.

Privat ist Steinmeier nicht von dem erzwungenen Umzug betroffen. Er wohnt mit seiner Frau Elke Büdenbender in einer Dienstvilla in Berlin-Dahlem. Ins Schloss Bellevue wird Steinmeier nicht mehr zurückkehren, denn seine zweite Amtszeit endet im März 2027. Ob und wann seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger Schloss Bellevue wieder beziehen kann, lässt sich nur schwer sagen.

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