Finanzen

Börse aktuell: Eskalation im Grönland-Streit setzt DAX-Kurs unter Druck

Für den DAX-Kurs droht der Wochenstart ungemütlich zu werden: Neue US-Zolldrohungen scheinen die zuletzt gute Stimmung an der Börse aktuell zu kippen. Nach frischen Rekorden steht plötzlich die 25.000er-Marke im Fokus. Hält der DAX aktuell stand?
19.01.2026 08:22
Lesezeit: 2 min

Börse aktuell: DAX-Kurs unter Druck wegen Trumps Zolldrohungen unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt dürfte zum Wochenstart spürbar nachgeben. Die Aussicht auf einen erneuten Handelskonflikt zwischen den USA und Europa setzt den DAX-Kurs unter Druck – und macht die runde Marke von 25.000 Punkten zur zentralen Schwelle. Der DAX-Kurs wird am Montagmorgen knapp eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels 1,3 Prozent tiefer indiziert bei 24.950 Zählern. Damit scheint der DAX aktuell die psychologisch wichtige Marke um 25.000 Punkte nicht halten zu können.

Bereits am Freitag hatte der Leitindex nachgegeben: Der DAX-Kurs beendete den Handel mit einem Minus von 0,22 Prozent bei 25.297,13 Punkten. Diese schwächere Tendenz scheint sich zum Wochenstart fortzusetzen, darauf deuten Indikationen an der Frankfurter Börse aktuell hin. Viele Anleger richten den Blick dabei auf die politische Lage – und darauf, was die neuen US-Drohungen für die Märkte bedeuten.

DAX aktuell: 25.000-Punkte-Marke in Gefahr? DAX-Kurs durch Trumps Zolldrohungen voraussichtlich ausgebremst

Der DAX steht aktuell besonders wegen der US-Zollpolitik unter Beobachtung. Erst am Dienstag, den 13. Januar, hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Am Ende des Tages war er bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen – ein neuer Rekord auf Schlusskursbasis. Nun wirken an der Börse aktuell diese Höchststände jedoch weit entfernt.

Auslöser der Nervosität an der Börse aktuell ist der Streit um Grönland. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende angekündigt, ab dem 1. Februar sollten Strafzölle von 10 Prozent gelten, ab dem 1. Juni Zölle von 25 Prozent. Die Zölle sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische Nato-Länder: Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien. EU-Ratspräsident António Costa wird nun einen Sondergipfel einberufen, womöglich am Donnerstag. Börse aktuell könnte das politische Tempo damit weiter steigen.

"Die Unsicherheit ist zurück. Und wieder sind es US-Zolldrohungen, die die Märkte erschüttern", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Es bestehe das Potenzial für eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Maßnahmen. Anders als in früheren Verhandlungen werde die EU diesmal wohl nicht klein beigeben. "An den Börsen ist der Höhenflug fürs Erste vorbei", so Altmann. Für Anleger gilt damit: Risiko rückt wieder stärker in den Vordergrund – und der DAX-Kursreagiert empfindlich.

Ruhiger Handel voraus? Was Anleger in dieser Woche erwartet

Hinzu kommt: Direkt zu Wochenbeginn dürften am Montag deutlich weniger ausländische Anleger mitmischen. Wegen des "Martin Luther King Day" wird an den US-Börsen nicht gehandelt, was das laut Experten ein Risiko birgt. "Die Märkte mögen Pausen, Überraschungen hingegen meist nicht."

Der Blick der Anleger dürfte sich zunächst vom Unternehmensumfeld stärker zum politischen Geschehen wenden. Gelegenheit zum Krisengespräch könnte auch das Weltwirtschaftsforum in Davos sein: US-Präsident Donald Trump wird dort am Mittwoch erwartet, ebenso wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Börse aktuell stehen außerdem Quartalszahlen von Netflix, 3M und United Airlines im Fokus. Auf Konjunkturseite dürften die Einkaufsmanagerindizes am Freitag sowie Erzeugerpreisdaten aus Deutschland und die ZEW-Konjunkturerwartungen am Dienstag besondere Beachtung finden: Der DAX-Kurs hängt stärker denn je an politischen Schlagzeilen und kämpft um die 25.000er-Marke.

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