Politik

Trump verschärft Iran-Kurs: Drohungen gegen Teheran trotz laufender Gespräche

Im festgefahrenen Streit um das iranische Atom- und Raketenprogramm setzt US-Präsident Donald Trump verstärkt auf Einschüchterung. Während diplomatische Kanäle für weitere Verhandlungen offiziell offenbleiben, verdichten sich Berichte, wonach das Weiße Haus die militärische Drohkulisse massiv ausweitet.
13.02.2026 10:41
Lesezeit: 1 min
Trump verschärft Iran-Kurs: Drohungen gegen Teheran trotz laufender Gespräche
Im Streit um das iranische Atom- und Raketenprogramm erhöht Trump den Druck. Die USA entsenden den hochmodernen Flugzeugträger "U.S.S. Gerald R. Ford" in den Nahen Osten (Foto: dpa). Foto: Seaman Abigail Reyes

Modernster Flugzeugträger entsendet

Die USA schicken im Konflikt mit dem Iran um dessen Atom- und Raketenprogramm Berichten zufolge einen weiteren Flugzeugträger-Verband in den Nahen Osten. Die Besatzung des in der Karibik stationierten Flugzeugträgers "U.S.S. Gerald R. Ford" sei über die Entscheidung informiert worden, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf vier US-Beamte. Auch der US-Sender CBS meldete die geplante Entsendung des modernsten Flugzeugträgers der US-Marine und seiner Begleitschiffe in den Nahen Osten.

Die USA haben in den vergangenen Wochen ihre militärische Präsenz im Nahen Osten unter anderem mit dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln2 deutlich verstärkt. Der Flugzeugträger "U.S.S. Gerald R. Ford" soll sich dem nun demnach anschließen. Der Verband werde voraussichtlich nicht vor Ende April oder Anfang Mai zurückkehren, berichtete die "New York Times". Auch weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Jagdgeschwader befinden sich nach Informationen der US-Zeitung "Wall Street Journal" bereits in der Golfregion.

Trump hat mit Angriff gedroht

US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich dem US-Nachrichtenportal "Axios" gesagt, er erwäge, einen zweiten Flugzeugträger für einen möglichen Angriff in die Region zu entsenden, sollten die Verhandlungen mit dem Iran scheitern. Vertreter der USA und des Irans hatten vergangene Woche in Omans Hauptstadt Maskat neue Verhandlungen begonnen. Trump stellte danach eine Fortsetzung in Aussicht – ein genauer Termin dafür steht aber bisher nicht fest.

Teheran ist zur Begrenzung seines Atomprogramms bereit, betrachtet eine vollständige Aufgabe seines Atomprogramms jedoch als rote Linie. Auch Verhandlungen über das heimische Raketenprogramm schloss Irans Regierung zuletzt kategorisch aus. Irans Regierung erhofft sich von Verhandlungen eine Aufhebung der harten Sanktionen und einen wirtschaftlichen Aufschwung.

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