Wirtschaft

Maschinenbau-Jobs in Gefahr: Deutscher Anlagenbau baut 22.000 Stellen ab

Die anhaltende Konjunkturflaute hinterlässt tiefe Spuren auf dem Arbeitsmarkt der deutschen Schlüsselindustrie. Im Jahr 2025 ist die Zahl der Maschinenbau-Jobs deutlich gesunken, und auch für 2026 rechnet der Branchenverband VDMA mit einer Fortsetzung des Stellenabbaus.
13.02.2026 13:00
Aktualisiert: 13.02.2026 13:00
Lesezeit: 1 min
Maschinenbau-Jobs in Gefahr: Deutscher Anlagenbau baut 22.000 Stellen ab
Der deutsche Maschinenbau verzeichnet einen Stellenabbau von 2,2 Prozent. Trotz erster Lichtblicke rechnet die Branche mit weiteren Kürzungen (Foto: iStock/ Dragos Condrea ). Foto: Dragos Condrea

Negativtrend bei Maschinenbau-Jobs: Beschäftigtenzahl sinkt um 2,2 Prozent

Ende 2025 beschäftigte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau noch gut eine Million Menschen in Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern. Dies entspricht einem Rückgang von rund 22.000 Stellen im Vergleich zum Vorjahr. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sind vor allem der zunehmende Wettbewerbsdruck aus China sowie neue US-Zölle die Ursachen für diese Entwicklung. Trotz des Fachkräftemangels zwinge die wirtschaftliche Realität immer mehr Unternehmen dazu, Personalkapazitäten abzubauen.

Ausblick 2026: Hoffnung auf Produktionswende bei anhaltendem Stellenabbau

Obwohl die Branche im Jahr 2025 das dritte Jahr in Folge einen Produktionsrückgang verzeichnete, gibt es erste Lichtblicke: Ein Anstieg der Aufträge im vierten Quartal 2025 schürt die Hoffnung auf eine Produktionssteigerung im laufenden Jahr. Dennoch bleibt die Lage für Maschinenbau-Jobs kritisch, da aktuell mehr Firmen mit einem weiteren Stellenabbau als mit Neueinstellungen planen. VDMA-Experte Fabian Seus sieht die Betriebe in einer Zwickmühle zwischen Fachkräftesicherung und notwendigen Sparmaßnahmen.

Industrieller Vergleich: Maschinenbau und Automobilsektor unter Druck

Der Stellenabbau im Maschinenbau ist Teil einer breiteren Krise in der deutschen Industrie. Während die Chemie- und Pharmabranche die Zahl ihrer Arbeitsplätze weitgehend stabil halten konnte, traf es den Automobilsektor noch härter: Der VDA berichtete kürzlich von einem Verlust von rund 47.000 Stellen im vergangenen Jahr. Im Vergleich dazu zeigt sich der Maschinenbau zwar resilienter, kämpft aber mit ähnlichen strukturellen Hürden am Standort Deutschland.

Politische Forderungen: Reformen zur Sicherung von Maschinenbau-Jobs

Um den negativen Trend bei den Beschäftigtenzahlen zu stoppen, fordert der VDMA ein deutliches Gegensteuern der Politik. Im Fokus stehen dabei die Senkung der hohen Sozialbeiträge sowie eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes. Statt starrer Tageshöchstarbeitszeiten plädiert der Verband für eine zeitgemäße Regelung auf Basis von Wochenarbeitszeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Betriebe und damit die Maschinenbau-Jobs langfristig zu sichern.

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