Wirtschaft

Stellenabbau: Autoindustrie und Maschinenbau drücken Arbeitsmarkt

15.000 Jobs gehen jeden Monat in der Industrie verloren. Besonders betroffen sind Sparten, in denen Deutschland traditionell stark war. Der Gesamtausblick für den Arbeitsmarkt rutscht ins Negative.
25.02.2026 14:33
Lesezeit: 1 min

Autoindustrie und Maschinenbau drücken auf den Arbeitsmarkt

Winter-Blues am Arbeitsmarkt: Das monatliche Barometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist im Februar erstmals seit einem halben Jahr wieder unter die neutrale Marke von 100 gefallen. "Das verarbeitende Gewerbe verliert derzeit 15.000 sozialversicherungspflichtige Jobs im Monat", sagte IAB-Forscher Enzo Weber.

Das Arbeitsmarktbarometer basiert auf einer monatlichen Befragung aller deutschen Arbeitsagenturen zu ihren Prognosen für die folgenden drei Monate. Es gilt daher als Frühindikator für die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die Statistik zur tatsächlichen Februar-Lage wird die Bundesagentur für Arbeit an diesem Freitag vorlegen.

Ausblick: keine neue Stellen sondern Personalabbau

Maschinenbau und Automobilindustrie zählten bei je 60 Prozent der Arbeitsagenturen zu den Branchen, für die mit dem stärksten Beschäftigungsabbau gerechnet wird. "Immerhin behauptet sich die Gesamtbeschäftigung, die Entwicklung wird aber durch die Industriekrise belastet", sagt Weber.

Das Münchner Ifo-Institut kommt in seinem Beschäftigungsbarometer zu einem ähnlichen Ergebnis. "Die Zurückhaltung am Arbeitsmarkt nimmt wieder zu", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Viele Unternehmen planen mehr Personal zu entlassen, statt neue Stellen zu schaffen."

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Apple-Aktie: Die vier wichtigsten Herausforderungen für Apples neuen Chef John Ternus
04.09.2026

Und so beginnt es. John Ternus hat Tim Cook offiziell als Vorstandschef von Apple abgelöst. Und was für ein Imperium er erbt.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Neura: Roboter-Attacke aus Schwaben
04.09.2026

Humanoide Roboter verlassen die Labore und sollen bald Fabriken, Krankenhäuser und Haushalte erobern – ein deutsches Unternehmen setzt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft So geht China mit Photovoltaik gegen Kohle vor
04.09.2026

China baut die Solarenergie in einem Tempo aus, das den globalen Energiemarkt verändert. Die installierte Leistung der Solarkraftwerke...

DWN
Politik
Politik DWN-Podcast Folge 41: Die Woche im Rückblick – KW 36
04.09.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nvidia-Aktie: Milliardenübernahme von Hugging Face stärkt KI-Geschäft
04.09.2026

Die Nvidia-Aktie rückt nach der Übernahme von Hugging Face erneut in den Fokus. Der Chiphersteller kauft die führende...

DWN
Politik
Politik Thüringen: BSW-Fraktion zerfällt und stürzt Koalition in Krise
04.09.2026

Der Streit im BSW eskaliert: In Thüringen wollen weitere Abgeordnete die regierungstragende Fraktion und die Partei verlassen. Unter ihnen...

DWN
Technologie
Technologie Elektroschrott: Milliardenwerte bleiben in Europas Schubladen liegen
04.09.2026

In alten Smartphones, Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik stecken Rohstoffe im Wert von mehr als 65 Milliarden Euro. Eine neue...

DWN
Technologie
Technologie IFA: KI und Roboter rücken in den Mittelpunkt
04.09.2026

Die IFA in Berlin ist für das Publikum geöffnet. Mehr als 1.900 Aussteller zeigen neue Elektronikprodukte, smarte Küchentechnik,...