Finanzen

RWE-Aktie: DAX-Wert profitiert von Windkraft-Boom – was das für den Aktienkurs heißt

Mit überraschend starken Zahlen startet der Energiekonzern RWE ins Jahr. Die RWE-Bilanz profitiert von Offshore-Windkraft, zusätzlichen Anlagen und einem positiven Sondereffekt. Die RWE-Aktie bleibt damit im Fokus der Anleger. Doch wie nachhaltig ist das Wachstum des DAX-Werts wirklich?
13.05.2026 08:38
Lesezeit: 2 min
RWE-Aktie: DAX-Wert profitiert von Windkraft-Boom – was das für den Aktienkurs heißt
Die RWE-Aktie reagiert auf starke Quartalszahlen. (Foto: dpa) Foto: Rolf Vennenbernd

Starkes Windgeschäft treibt RWE-Aktie an

Die RWE-Aktie steht nach Vorlage der aktuellen Zahlen im Fokus der Anleger. Der Energiekonzern RWE ist mit einem deutlichen Gewinnsprung ins Jahr gestartet und hat damit die Erwartungen des Marktes erfüllt. Vor allem bessere Windverhältnisse in Europa sowie zusätzliche Kapazitäten im Bereich erneuerbare Energien sorgten für Rückenwind. Auch ein positiver Einmaleffekt aus einer Entschädigungszahlung des niederländischen Staates wirkte sich auf die RWE-Bilanz aus.

Der DAX-Wert bestätigte zudem seine Jahresprognose. Damit sendet die RWE-Aktie ein wichtiges Signal an Investoren, die zuletzt vor allem auf die Entwicklung im Windgeschäft blickten.

RWE-Zahlen treffen die Erwartungen

Im Zeitraum von Januar bis März stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 25 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro. Damit traf der DAX-Wert die Markterwartungen nahezu punktgenau. Analysten hatten im Schnitt mit einem vergleichbaren Ergebnis gerechnet.

Auch unter dem Strich legte der Konzern zu. Der bereinigte Nettogewinn stieg auf 608 Millionen Euro nach 505 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten hier im Durchschnitt mit 605 Millionen Euro gerechnet.

Besonders das Offshore-Windgeschäft entwickelte sich deutlich besser als im Vorjahr, das von einer längeren Flaute geprägt gewesen war. Zusätzlich profitierte RWE im Segment Onshore Wind und Solar von günstigeren Bedingungen. Gleichzeitig nahm der Konzern weitere Windkraftanlagen, Solarparks und Batteriespeicher in Betrieb. Insgesamt waren 2,3 Gigawatt zusätzliche Erzeugungskapazität und Batteriespeicher im Vergleich zum Vorjahr am Netz. Belastend wirkte dagegen das Energiehandelsgeschäft. Dort fiel ein Verlust von 84 Millionen Euro an.

RWE-Bilanz: Prognose bleibt bestehen

Trotz des schwachen Energiehandels bestätigte das Management die Jahresziele. Finanzchef Michael Müller erklärte: "Aufgrund der guten finanziellen Performance und des positiven Einmaleffektes konnten wir bereits ein Drittel unseres prognostizierten Ergebnisses je Aktie erreichen."

Für 2026 plant der Konzern weiterhin einen bereinigten Nettogewinn zwischen 1,55 und 2,05 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro. Investiert werden sollen 6 bis 8 Millionen Euro.

Die bestätigte Prognose dürfte für die RWE-Aktie wichtig bleiben. Anleger schauen nun darauf, ob der DAX-Wert den positiven Trend aus dem ersten Quartal im weiteren Jahresverlauf fortsetzen kann. Am Mittwoch reagierte das Papier des Energiekonzerns zunächst mit Verlusten auf die RWE-Zahlen: Vor Handelsstart an der Frankfurter Börse ging es für die RWE-Aktie auf Tradegate 1,75 Prozent nach unten auf annähernd 57,30 Euro.

RWE-Aktie bleibt für Anleger spannend

Die aktuellen RWE-Zahlen zeigen, dass der Energiekonzern von seinem starken Ausbau im Bereich erneuerbare Energien profitiert. Vor allem das verbesserte Windgeschäft sorgte dafür, dass die RWE-Bilanz deutlich besser ausfiel als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig unterstreicht die bestätigte Prognose die Zuversicht des Managements. Dennoch bleibt der schwache Energiehandel ein Unsicherheitsfaktor für den DAX-Wert. Für Anleger dürfte entscheidend sein, ob RWE die positive Entwicklung in den kommenden Quartalen fortsetzen kann. Die RWE-Aktie bleibt damit ein wichtiger Titel für Investoren, die auf die Energiewende und stabile Gewinne im deutschen Leitindex setzen.

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