Wirtschaft

DIW-Studie warnt: AfD-Politik würde Bürger in Sachsen-Anhalt teuer zu stehen kommen

Eine Umsetzung der Wirtschaftspolitik der AfD hätte für die Menschen in Sachsen-Anhalt gravierende finanzielle Einbußen zur Folge. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach würde die Region aufgrund ihrer Wirtschaftsstruktur besonders hart von den Forderungen der Partei getroffen werden.
24.07.2026 14:32
Lesezeit: 1 min
DIW-Studie warnt: AfD-Politik würde Bürger in Sachsen-Anhalt teuer zu stehen kommen
Eine DIW Studie warnt: In Sachsen-Anhalt drohen durch die AfD Politik 1600 Euro Einkommensverlust und der Verlust von 10000 Jobs (Foto: dpa). . Foto: Fernando Gutierrez-Juarez

Strukturschwäche macht Bundesland besonders verwundbar

Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hätte eine Umsetzung von AfD-Forderungen negative Folgen für den Geldbeutel vieler Menschen in Sachsen-Anhalt. "Obwohl vieles an der Unzufriedenheit der Menschen in starken AfD-Regionen verständlich ist, würden sie sich mit der Wahl der AfD selbst am meisten schaden", urteilt das DIW Berlin in einer Kurzstudie. Das gelte nirgendwo mehr als in Sachsen-Anhalt.

"Sachsen-Anhalt ist älter, strukturschwächer und von kleineren Unternehmen geprägt - und damit verwundbarer als der Bundesdurchschnitt", so die Forscher.

Hohe Verluste bei Einkommen und Arbeitsplätzen befürchtet

"Durch die von der AfD geforderte Politik - den Austritt aus Euro und EU, Abschottung und einen Stopp der Zuwanderung sowie massive staatliche Kürzungen - würden Menschen dort im Durchschnitt jährlich rund 1.600 Euro pro Kopf an Einkommen verlieren; zudem könnten rund 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen", schreiben die Ökonomen. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Einkommensverluste durch eine AfD-Politik in Sachsen-Anhalt bis zu doppelt so hoch ausfallen könnten wie im Bundesdurchschnitt.

Haltung der AfD zu EU und Euro im Detail

Die AfD steht der EU extrem skeptisch gegenüber, einen EU-Austritt fordert sie offiziell aber nicht, obwohl darüber parteiintern immer wieder diskutiert wurde. Gefordert wird langfristig eine lose verbundene Staatengemeinschaft mit mehr Kompetenzen bei den Nationalstaaten.

Falls grundlegende Reformen nicht möglich sein sollten, will die Partei laut Grundsatzprogramm "einen Austritt Deutschlands oder eine demokratische Auflösung der Europäischen Union und die Neugründung einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft". Den Euro hält die AfD für gescheitert, sie fordert die "Wiedereinführung nationaler Währungen".

Politische Ausgangslage vor der Landtagswahl

In sechs Wochen wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. In Umfragen liegt die AfD aktuell deutlich vor der CDU. Sie strebt eine Alleinregierung an.

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