Wirtschaft

Europäischer Gaspreis steigt wieder: Iranische Attacken nach US-Angriffsstopp – Entspannung nicht in Sicht

Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten war nur von kurzer Dauer. Neue militärische Entwicklungen lassen den europäischen Gaspreis wieder steigen und rücken einen wichtigen Handelsweg in den Fokus. Droht den Energiemärkten nun die nächste Belastungsprobe?
29.07.2026 16:25
Lesezeit: 1 min
Europäischer Gaspreis steigt wieder: Iranische Attacken nach US-Angriffsstopp – Entspannung nicht in Sicht
Nach iranischen Angriffen zieht der europäische Gaspreis erneut an. (Bild: ChatGPT)

Europäischer Gaspreis steigt wieder: Iranische Attacken nach US-Angriffsstopp

Der Preis für europäisches Erdgas ist am Mittwoch nach einem iranischen Angriff auf US-Truppen im Nahen Osten gestiegen. Nach einem Preisrückgang an den Vortagen knüpfte die Notierung wieder an die Aufwärtsbewegung seit Beginn des Monats an.

Der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat lag am Vormittag an der Börse in Amsterdam bei 58,44 Euro je Megawattstunde (MWh). Zeitweise war der Preis bis auf 59,55 Euro gestiegen, nachdem er am Dienstag bei 56 Euro gelegen hatte.

Iranische Raketen und neue Angriffe verschärfen Sorgen am Gasmarkt

In der vergangenen Nacht waren nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" iranische Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien geflogen. Laut dem US-Regionalkommando Centcom wurden alle Geschosse abgefangen. US-Streitkräfte griffen unterdessen nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Verbündeten Saudi-Arabien im Irak "Terroristen" an, die dem Iran nahestünden.

In der ersten Wochenhälfte hatte noch die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg für einen Rückgang des Gaspreises gesorgt. Zuvor war die Notierung stark gestiegen, nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran und einer erneuten Blockade der Straße von Hormus. Im Verlauf des Juli hat sich europäisches Erdgas mittlerweile um etwa 37 Prozent verteuert. Zeitweise erreichte der Preis bei 64,48 Euro den höchsten Stand seit März.

RBC warnt vor anhaltenden Risiken für Energie-Transporte im Nahen Osten

Experten rechnen vorerst nicht mit einer Entspannung bei Transporten von Energierohstoffen wie Flüssigerdgas durch die Straße von Hormus. "Die anhaltende Bedrohung durch Raketen, Minen, Drohnen und Maßnahmen Teherans wird einen erheblichen Teil des Schifffahrtsmarktes davon abhalten, sich zu engagieren", heißt es in einer Einschätzung der Investbentbank RBC Capital Markets.

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