Wirtschaft

Nvidia-Aktie: Milliardenübernahme von Hugging Face stärkt KI-Geschäft

Die Nvidia-Aktie rückt nach der Übernahme von Hugging Face erneut in den Fokus. Der Chiphersteller kauft die führende KI-Software-Plattform für knapp 13 Milliarden Dollar und sichert sich damit einen zentralen Marktplatz für Open-Source-KI, KI-Modelle, Datensätze und Entwickler-Software.
04.09.2026 14:47
Lesezeit: 1 min
Nvidia-Aktie: Milliardenübernahme von Hugging Face stärkt KI-Geschäft
Nach der Sanierung der Bahnstrecke Berlin Hamburg kommt es zu massiven Verspätungen: Die Bundesregierung nennt nun die konkreten Zahlen zu den Ausfällen (Foto: dpa).

Nvidia-Aktie profitiert von KI-Übernahme

Der Chiphersteller Nvidia kauft die führende KI-Software-Plattform Hugging Face für knapp 13 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 11,6 Milliarden Euro. Vor gut einer Woche war bekannt geworden, dass beide Seiten verhandeln. Nun ist der Deal perfekt. Für Nvidia ist es eine der größten Übernahmen der Firmengeschichte.

Hugging Face gilt als zentrale Plattform für die weltweite KI-Entwickler-Community. Millionen Forscher und Programmierer nutzen das Portal, um KI-Modelle, Datensätze und Software auszutauschen.

Bewertung verdreifacht

Der Kaufpreis teilt sich auf in rund 11,9 Milliarden Dollar für die bisherigen Anteilseigner sowie bis zu einer Milliarde Dollar an aktienbasierten Halteprämien (Retention Awards) für die Beschäftigten, die zu Nvidia wechseln.

Damit hat sich der Wert des Start-ups binnen drei Jahren fast verdreifacht: Bei der letzten großen Finanzierungsrunde im Sommer 2023 war Hugging Face noch mit 4,5 Milliarden Dollar bewertet worden. Gemessen an einem geschätzten Jahresumsatz von zuletzt rund 150 Millionen Dollar zahlt Nvidia einen enormen Aufschlag - für den Chipriesen steht jedoch nicht der aktuelle Ertrag im Vordergrund, sondern der strategische Zugriff auf den weltweit wichtigsten Umschlagplatz für KI-Software.

Initiative ging von Hugging Face aus

Die Initiative für den Verkauf kam offenbar von Hugging Face selbst. Mitgründer und Chef Clément Delangue sagte im US-Fernsehen, er habe im Sommer den Kontakt zu Nvidia-Chef Jensen Huang gesucht. Um weiterhin zu wachsen, brauche die Plattform deutlich mehr Rechenpower und finanzielle Ressourcen. Nvidia war bereits seit 2023 mit einem kleineren Anteil an dem New Yorker Start-up beteiligt.

Nvidia-Chef verspricht Neutralität

In der Entwickler-Szene hatte die geplante Übernahme zuletzt für Unruhe gesorgt. Viele befürchteten, Nvidia könnte die Plattform künftig auf die eigenen Chips zuschneiden und Konkurrenten wie AMD benachteiligen. Dem trat Nvidia-Chef Huang nun entgegen: Hugging Face werde für alle Entwickler und auch für die Hardware anderer Hersteller offenbleiben.

Die Übernahme muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Beide Unternehmen rechnen damit, dass der Deal bis 2027 vollständig abgeschlossen wird.

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