Griechenland: Neo-Nazis schicken Soldaten ins EU-Parlament

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29.05.2014 00:52
Die rechtsextreme Partei „Goldene Morgenröte“ hat bei den EU-Wahlen drei Mandate in Brüssel gewonnen. Zwei der EU-Abgeordneten der Partei sind ehemalige hochrangige Militärs. Einer der beiden war sogar im Militärstab der EU und in der Nato aktiv.
Griechenland: Neo-Nazis schicken Soldaten ins EU-Parlament

Die rechtsextreme griechische Partei „Goldene Morgenröte“ schickt drei Abgeordnete ins EU-Parlament nach Brüssel. Zwei der Abgeordneten sind ehemalige ranghohe Militärs.

Den ersten Listenplatz der „Goldenen Morgenröte“ hält Eleftherios Synadinos. Bei Synadinos handelt es sich um einen General-Leutnant im Ruhestand, der schon die griechischen Spezialeinheiten befehligt hat, wie EUobserver berichtet.

An zweiter Stelle befindet sich Lambros Fountoulis. Er ist der Vater eines ermordeten Mitglieds der Partei, wie Kathimerini berichtet. Der Sohn von Fountoulis wurde im November letzten Jahres zusammen mit einer weiteren Person außerhalb der Parteizentrale von Unbekannten erschossen (mehr hier).

Auf Platz drei der Liste der Abgeordneten, die von den Rechtsextremen nach Brüssel geschickt werden, ist Georgios Epitideios. Er ist ein ehemaliger ranghoher Vertreter des EU-Militärstabs. Der Militärstab der Europäischen Union ist Teil der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GSVP) und wesentlicher Bestandteil diverser Militäroperationen im europäischen In- und Ausland. Epitideios hat zudem einige Zeit als Stabsoffizier im Nato International Military Staff (IMS) gedient, wie Enet English berichtet.

„Unser Land sieht sich mit den größten Risiken für seine Existenz konfrontiert, seit es ein unabhängiger Staat wurde. Die Bestandteile, die das Konzept einer Nation und eines Staates ausmachen, werden von Feinden angegriffen, die alle Möglichkeiten dazu ausschöpfen“, zitiert Enet English eine Stellungnahme des ehemaligen Nato-Stabsoffizier.

Die „Goldene Morgenröte“ konnte besonders bei griechischen Sicherheitskräften viele Stimmen sammeln. In einigen Bezirken Athens wählten rund 20 Prozent der Polizisten die Partei, wie der Greek Reporter berichtet.

Sechs Abgeordnete der Partei sitzen derzeit in Griechenland im Gefängnis. Ihnen wird vorgeworfen eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben und an einer Serie von Mordanschlägen beteiligt gewesen zu sein (hier).



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