Spanien: Schwere Ausschreitungen bei Demonstration in Madrid

In Madrid ist es am Donnerstag zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Die Proteste richteten sich gegen ein umstrittenes Bauprojekt in Burgos. In 46 Städten kam es zu Solidaritäts-Kundgebungen mit den seit einer Woche demonstrierenden Bürgern von Burgos.

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Update: Die Proteste sind erfolgreich – Regierung gibt Projekt auf

In Madrid ist es am Donnerstag zu einer Straßenschlacht zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Mehrere tausend Spanier waren in Solidarität mit einem Protest in Burgos auf die Straße gegangen. Die Demonstranten warfen Rauchbomben und Restaurant-Stühle und zündeten Mülleimer an. Die Polizei versuchte darauf hin, die Demonstration zu zerschlagen. 11 Menschen wurden verletzt, darunter fünf Polizisten. Es gab zahlreiche Verhaftungen.

Der Protest in Burgos hatte zu Solidaritäts-Kundgebungen in 46 spanischen Städten geführt. Die Bürger von Burgos protestierten gegen ein 8 Millionen Euro teures Bauprojekt, bei dem eine vierspurige Straße in eine zweispurige Straße zurückgebaut werden soll. Viele Parkplätze werden dadurch verschwinden, die Anwohner sollen in Parkhäusern parken – gegen Bezahlung.

Die Kritiker des Projekts sagen, dass es nicht sein könne, dass die Stadt im Grunde pleite sei und Kürzungen bei Erziehung und Gesundheit vornehmen müsse – und gleichzeitig mit Steuergeldern unnötige Bauprojekte durchziehen. Die Stadtverwaltung hatte die Bürger beid er Entscheidung über den Bau nur unzulänglich informiert.

Burgos schiebt eine Schuldenlast von 500 Millionen Euro vor sich her.

In Burgos dauern die Proteste bereits eine Woche an. Die Polizei soll mit ausgesuchter Härte gegen die Demonstranten vorgegangen sein.

Bürgermeister Javier Lacalle hat das Projekt wegen der Proteste vorläufig gestoppt.

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