Unruhe beim BND: Vize-Präsident muss Posten räumen

Nachdem die Bundesregierung den BND-Chef zwangsweise in den Ruhestand versetzt hat, muss nun auch der Vize-Präsident des deutschen Auslandsnachrichtendiensts gehen. Bereits Anfang April erhielt der BND einen neuen Vize-Präsidenten für militärische Angelegenheiten.

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Nach der Abberufung von BND-Chef Gerhard Schindler scheidet auch der Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes, Michael Klor-Berchtold, vorzeitig aus dem Amt. Der aus dem Auswärtigen Amt stammende Klor-Berchtold habe sich nicht ausreichend mit der Aufgabe identifiziert, die schwierigen Strukturen beim BND neu aufzustellen. Zu einem möglichen Nachfolger war nichts bekannt.
Der Diplomat Klor-Berchtold solle neuer Botschafter im Iran werden, berichtet der Spiegel weiter. Sein Abgang stehe wohl nicht im Zusammenhang mit der Abberufung Schindlers. Dessen Ablösung hatte die Bundesregierung am Mittwoch mitgeteilt. Schindler wird durch den Abteilungsleiter im Bundesfinanzministerium, Bruno Kahl, ersetzt.

Dieser Vorgang ist besonders ungewöhnlich, da Klor-Berchtold 2014 aus dem Auswärtigen Amt zum BND entsandt wurde. Er hätte nach den formalen Vorgaben bis zum Jahr 2017 beim BND bleiben müssen.

Zuvor wurde der BND-Chef Gerhard Schindler von der Bundesregierung in den Ruhetsand geschickt. Unter ihm hatte der BND eine kritische Haltung gegenüber Saudi-Arabien eingenommen. Dafür wurde Schindler von der Regierung kritisiert.

Doch auch der Vize-Präsident für militärische Angelegenheiten beim BND, Generalmajor Norbert Stier, musste bereits im vergangenen November gehen. Seinen Posten besetzte am 4. April 2016 Brigadegeneral Werner Sczesny, berichtet der rbb.

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