Es wird eng: Italien lehnt Rettung von Monte Paschi ab

Der italienische Bankenrettungsfonds will überraschend nicht in die älteste Bank der Welt investieren. Die Bank braucht dringend Kapital. Es ist nun völlig unklar, wer die Bank retten soll.

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Der italienische Bankenrettungsfonds Atlante will sich nicht an der milliardenschweren Kapitalerhöhung der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena beteiligen. „Der Fonds zieht eine mögliche Investition in das Kapital der Bank nicht in Betracht“, teilte die Verwaltung des Fonds, Quaestio Capital Management, am Sonntag mit. Zudem wies Quaestico einen Medienbericht zurück, wonach der Verwaltungsratsvorsitzende Alessandro Penati zu Monte Paschi wechseln könnte. Penati sei von niemanden angesprochen worden und stehe auch nicht zur Verfügung.

Monte dei Paschi di Siena hatte beim europäischen Banken-Stresstest 2014 und in diesem Sommer jeweils am schlechtesten abgeschnitten. Der frühere Finanzvorstand Marco Morelli soll als neuer Chef bei der ältesten Bank der Welt das Ruder herumreißen. Er muss rasch einen Rettungsplan umsetzen, der unter anderem eine Kapitalerhöhung von bis zu fünf Milliarden Euro vorsieht.

Die gesamte Finanzbranche Italiens leidet unter faulen Krediten. So steht die Rückzahlung von Darlehen über 360 Milliarden Euro auf der Kippe. Das entspricht etwa einem Fünftel des gesamten Kreditvolumens. Atlante war Mitte April ins Leben gerufen worden, um den Krisenbanken des Landes unter die Arme zu greifen.

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