U-Boot-Deal mit Griechenland: Razzia bei deutschen Rüstungskonzernen

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
25.08.2013 00:44
Gegen die deutschen Rüstungsunternehmen Rheinmetall-Defence-Electronics und Atlas Elektonik ermittelt die Staatsanwaltschaft. Schmiergeld-Zahlungen und Steuerhinterziehung bei U-Boot-Geschäften mit Griechenland stehen im Zentrum der Ermittlungen.
U-Boot-Deal mit Griechenland: Razzia bei deutschen Rüstungskonzernen

Benachrichtigung über neue Artikel:  

In der vergangenen Woche hat es bei deutschen Rüstungsfirmen in Bremen und Wedel Razzien gegeben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit U-Boot-Geschäften mit Griechenland.

Demnach hat die Staatsanwaltschaft Bremen die Ermittlungen gegen die Rüstungsunternehmen Rheinmetall-Defence-Electronics und Atlas Elektonik aufgenommen, so die SZ. Diese sollen bei U-Boot-Dealen mit Griechenland griechische Regierungsmitglieder bestochen haben – von Schmiergeldern in Höhe von jeweils etwa neun Millionen Euro ist die Rede. Steuerhinterziehung steht ebenfalls im Raum.

Atlas Elekronik ist eine Tochterfirma von EADS und Thyssen-Krupp. Beide Unternehmen bestätigten, die Hausdurchsuchungen bei Atlas Elekotronik in der vergangenen Woche. Bereits  2007 hatten EADS und Thyssen-Krupp nach der Übernahme von Atlas Elektronik angeblich Zahlungen an eine britische Briefkastenfirma eines griechischen Unternehmens entdeckt und eingestellt. 2010 wurde die Staatsanwaltschaft informiert – ein Anfangsverdacht konnte jedoch nicht gefunden werden.

Rheinmetall-Defense-Electronics sagte, die Anschuldigungen würden jeder Grundlage entbehren. Der Staatsanwaltschaft zufolge hat jedoch eine steuerliche Betriebsprüfung bei Rheinmetall-Defence-Electronics 2012 auch weitere Hinweise im Fall Atlas Elektronik gebracht.

Griechenland ist noch immer ein sehr wichtiger Handelspartner für Deutschland. Schließlich hat Griechenland die teuerste Armee Europas (hier) – und deutsche Waffen und U-Boote sind beliebt. Auch 2011 gab es beispielsweise Kriegswaffenausfuhren im Wert von über 7 Millionen Euro, wie der entsprechende Bericht der Bundesregierung zeigt.

Die Ermittlungen gegen Atlas Elekronik und Rheinmetall-Defence-Electronics sind keine Einzelfälle. 2011 verurteilte das Münchner Landgericht zwei frühere Manager der Handelsgesellschaft Ferrostaal wegen Bestechung griechischer Amtsträger zu Bewährungsstrafen.



DWN
Politik
Politik „Westlessness“, oder: Der Traum von der guten alten Zeit, die es nie gab

"Westlessness" hieß das Schlagwort auf der diesjährigen, vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen Münchener Sicherheitskonferenz. Es drückt...

DWN
Politik
Politik Südamerika: Ein Kontinent steht in Flammen

Das neue Jahrhundert sollte eine Zeit der politischen Stabilität und des wirtschaftlichen Aufschwungs für Südamerika werden. Doch die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Tesla - der Usain Bolt unter den E-Autoherstellern

Kein Hersteller ist so eng mit der E-Mobilität verbunden wie Tesla: Das Unternehmen hat seine Umsätze innerhalb nur weniger Jahre weit...

DWN
Finanzen
Finanzen Noch mehr Enteignung? Spar-Zinsen in der Eurozone könnten weiter gesenkt werden

Die Bestrebungen der EZB, den Einlagensatz von aktuell minus 0,5 Prozent weiter in den negativen Bereich zu senken, treffen auf heftigen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft China: Einkaufsmanager-Index stürzt wegen Corona-Virus auf Rekord-Tief

Die Investmentbank Nomura erwartet einen Absturz des chinesischen Einkaufsmanager-Index für Februar auf unter 40 Punkte.

DWN
Deutschland
Deutschland Einkommen und Hausbau: Eine Ausbildung lohnt sich mehr als ein Studium

Einer Studie zufolge haben Menschen mit Ausbildungen in der Lebensphase, in der die Familiengründung und der Hausbau erfolgt, die Nase...

DWN
Politik
Politik Völker, hört die Signale: Kamerad Trump

Mr. President war einmal. Jetzt heißt es: Kamerad Trump. Nina L. Chruschtschowa, Politikwissenschaftlerin und Enkelin von Nikita...

DWN
Politik
Politik Teurer „Green Deal“: Tiefe Gräben zwischen Nettozahlern und Kommission um künftige EU-Beiträge

In den Verhandlungen um die künftigen EU-Beiträge sind die Fronten verhärtet. Auf der einen Seite stehen die Nettozahler wie...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank: Immobilienpreise in Deutschland werden hoch bleiben

Der Bundesbank zufolge wird es in naher Zukunft keine Entwarnung in Bezug auf die Immobilienpreise geben. Das Preisniveau werde weiterhin...

DWN
Panorama
Panorama Polizeigewerkschaft: Aggressivität im Straßenverkehr massiv gestiegen

Der Deutschen Polizeigewerkschaft zufolge gibt es einen signifikanten Anstieg beim aggressiven Verhalten im Straßenverkehr. Diese...

DWN
Politik
Politik Erdgas-Streit mit der Türkei: Frankreich entsendet Flugzeugträger nach Zypern

Im Streit zwischen der Türkei einerseits und Zypern und der EU andererseits um Erdgasvorkommen vor der Mittelmeerinsel spitzt sich die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Damit das Corona-Virus nicht nach Deutschland kommt: Sofortige Abschottung gegen China?

Noch sei das Corona-Virus ein begrenztes Problem, schreibt der China-Experte Prof. Dr. Helmut Wagner von der Fern-Uni Hagen. Doch eine...

DWN
Politik
Politik Rentenversicherung schreibt Brandbrief: Einführung der Grundrente ab 2021 ist technisch gar nicht machbar

Die von der Bundesregierung anvisierte Einführung der Grundrente ist aus Sicht der Rentenversicherung technisch überhaupt nicht möglich,...

DWN
Politik
Politik DWN AKTUELL: Russland entsendet militärischen Nachschub nach Syrien

Russland hat mit Flugzeugen des Typs Tu-154M militärischen Nachschub nach Syrien entsandt.

celtra_fin_Interscroller