USA: Baltimore ruft Ausnahmezustand aus

Der Gouverneur von Maryland hat wegen der Proteste in Baltimore den Ausnahmezustand ausgerufen und die Nationalgarde angefordert. Der Beerdigung eines US-Bürgers, der in Polizeigewahrsam umkam, löste die schweren Ausschreitungen aus.

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Der Gouverneur von Maryland, Larry Hogan, hat am Dienstag nach schweren Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Bürgern den Ausnahmezustand ausgerufen. Die Nationalgarde zieht in die Stadt ein. Die Polizei hat zusätzlich 5.000 Beamte aus den Nachbarstaaten von Maryland angefordert. Hogan hat zudem eine einwöchige Ausgangssperre von jeweils 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr verhängt, berichtet die Baltimore Sun.

Ein 25-jähriger US-Bürger starb vor rund einer Woche an einer Rückenmarkverletzung, nachdem er festgenommen worden war. Den Polizisten wurde vorgeworfen, den Mann misshandelt zu haben. Die Ausschreitungen hatten am Montag nach der Beerdigung des Mannes begonnen.

Am Dienstagabend hat US-Präsident Barack Obama bei einer Pressekonferenz gesagt, dass es in Baltimore eine Null-Toleranz-Politik gegenüber gewalttätigen Auswüchsen geben werde. „Die Plünderer protestieren nicht, sondern stehlen“, zitiert ABC News Obama.

Im vergangenen Jahr eskalierte in der US-Kleinstadt Ferguson die Lage, nachdem ein Polizist einen Jugendlichen erschossen hatte. Hinzu kam, dass gegen den Beamten kein Gerichtsverfahren eröffnet wurde. Wegen diverser Tötungsfälle durch Beamte fanden in sieben US-Großstädten Demonstrationen von Bürgerrechtlern und Bürgern statt.

Der Milliardär George Soros hatte in der US-Stadt Ferguson verschiedene Bürgerrechtsgruppen finanziert. Die Sprecher von Soros bestätigen die Finanzierung, sagen aber, dass die Demonstrationen spontan und nicht im Auftrag von Soros stattgefunden hätten.

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