Gemischtes
Anzeige
Fahrer noch skeptisch

Digitalisierung: Chancen für Auto-Industrie und Autofahrer

Für die Automobil-Industrie ist die Digitalisierung Herausforderung und Chance. Neue Antriebstechniken und Innovationen sind auch für KFZ-Halter vorteilhaft.
08.05.2017 07:23
Aktualisiert: 08.05.2017 07:23
Lesezeit: 2 min

Derzeit ist es so: Die meisten Autofahrer in Deutschland sehen die Entwicklung zum teilautomatisierten Fahren oder gar zu selbstfahrenden Autos skeptisch. In erster Linie wohl, weil ihnen dadurch der Fahrspaß verloren zu gehen droht und sie lieber selber am Steuer sitzen wollen.

„Es scheint, als sei die Idee des autonomen Fahrens noch nicht wirklich bei den Bundesbürgern angekommen. Viele Menschen haben keinen Spaß an glatten, uniformen Fahrzeugen. Sie wollen sich nicht von Computern fernsteuern lassen, finden das langweilig“, bewertet Tobias Bärschneider von der Berliner Markenberatung Prophet das Ergebnis einer Online-Umfrage.

Doch überfüllte urbane Ballungsräume – gerade in Asien – geben den Takt vor für die weitere Digitalisierung in der Autobranche. Stau, Lärm und schlechte Luft werden früher oder später der Vergangenheit angehören. Die Digitalisierung ist eine große Chance, das zu ändern.

Carsharing-Angebote werden in Zukunft digitalisiert sein und sich auf den Straßen von Morgen etablieren. Junge Menschen in den Städten wollen nicht unbedingt ein eigenes Auto besitzen. Der Trend geht zum „Sharing“. Das private Auto wird gerade in den asiatischen Metropolen mittel- und langfristig obsolet. Das Raid-Hailing, man ruft ein Auto via App herbei, wird abgeholt und zum Ziel befördert – ähnlich wie bei einem Taxi – ist auf dem Vormarsch.

Auch in Deutschland tendieren junge Leute eher zum Carsharing als ältere Personen. Den Jungen sind hochwertige Computer, Laptops und Smartphones wichtiger als ein Fahrzeug. Dennoch: Auf dem Land wird das private Auto sicherlich nicht verschwinden.

Für die deutschen Autobauer ist das Thema Digitalisierung sowohl Herausforderung als auch Chance. „Die Automanager sollten an Innovationen arbeiten, die das Thema Mobilität als Gesamtpaket darstellen“, meint Tobias Bärschneider vom Berliner „Prophet“. Carsharing-Angebote seien hierzulande vielversprechend angelaufen und würden in Deutschland in den Städten gut angenommen. Auch bei Autos mit Elektro-Antrieb.

Neue Antriebstechnologien wie Hybrid oder Plug-in-Hybrid vereinigen das Beste von zwei Welten. Der Hybrid, der bekanntlich auch mit dem E-Motor fährt, kann zehn bis zwanzig Prozent schneller beschleunigen. Vor allem im Stop-and-Go-Stadtverkehr spielen die „Hybriden“ ihre Vorzüge aus, da viel Bremskraft in Batterie-Energie für den E-Motor umgewandelt wird. Pluspunkte für weniger Spritverbrauch. Und die TGI Technologie Blue Motion von Volkwagen verbindet einen sparsamen Erdgas-Antrieb mit dem Komfort eines Benziners.

Autofahrer genießen heute schon die Vorteile der Digitalisierung. Jede Instrumententafel in einem Neuwagen ist digitalisiert. Beispiele sind auch jene innovative Techniken in den Fahrzeugen, die helfen dabei, sicher und entspannt durch den Tag zu kommen. Der „Blind Spot“-Sensor erleichtert die Übersicht im „toten Winkel“ und erleichtert den Spurwechsel. Ein „Front-Assistent“ erkennt Gefahren, bevor sie entstehen.

Die Sensorik für Parkassistenten sind bei Neuwagen schon an Bord. Bauteile wie Ultraschallsensoren, Laserscanner, Steuergeräte und Videokameras werden stets leistungsfähiger und günstiger. Je nach Wunsch lassen sich beispielsweise bei Volkswagen mehrere Features mit sogenannten Assistenz-Paketen zu einem ganz neuem Fahrkomfort zusammenzuschnüren.


DWN
Politik
Politik Führungswechsel in Kiew: Proteste überschatten Wahl der neuen ukrainischen Regierung
16.07.2026

Mitten im Abwehrkampf gegen Russland erlebt die Ukraine eine dramatische Regierungsumbildung. Während das Parlament in Kiew mit Serhij...

DWN
Politik
Politik Konflikt im Nahen Osten: Iran signalisiert Verhandlungsbereitschaft trotz neuer Drohungen
16.07.2026

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran erreicht eine neue Rolltreppe der Eskalation. Während Washington den militärischen Druck...

DWN
Politik
Politik EU-Asylreform: Italien blockiert weiter Rücknahmen
16.07.2026

Die neuen EU-Asylregeln sollen eigentlich klären, welcher Mitgliedstaat für Schutzsuchende zuständig ist. Doch ein Bericht der...

DWN
Finanzen
Finanzen Fed-Aktienkäufe: Die Notenbank als letzter Retter der Börse
16.07.2026

Beim nächsten großen Börsencrash könnte die US-Notenbank zu einem Mittel greifen, das bislang als Tabubruch gilt: dem Kauf von...

DWN
Panorama
Panorama Miteinander statt Frust: Wie der Bund das Heimatgefühl vor Ort stärken will
16.07.2026

Geschlossene Läden, fehlende Ärzte und teurer Wohnraum sorgen vielerorts für Frust. Die Bundesregierung will Alltagsproblemen in Stadt...

DWN
Politik
Politik Steuerbetrug: Bundesregierung will härter durchgreifen
16.07.2026

Die Bundesregierung will Steuerkriminalität stärker bekämpfen und Ermittlungen besser bündeln. Finanzminister Lars Klingbeil und...

DWN
Politik
Politik Zivilschutz und Abschreckung: Deutschland stellt sich auf neue Bedrohungslage ein
16.07.2026

Deutschland richtet seine Sicherheitsstrategie stärker auf die Bedrohung durch Russland aus. Außenminister Johann Wadephul fordert ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Chemie verliert den Anschluss: Investitionen brechen weiter ein
16.07.2026

Die Produktion der Chemiebranche sinkt weiter, die Investitionen gehen zurück. Der Branchenverband VCI sieht keine Trendwende und senkt...