Deutschland

Investoren werden nervöser: Auktion bringt höhere Zinsen für deutsche Bonds

Lesezeit: 1 min
13.06.2012 12:35
An den Finanzmärkten scheint die Skepsis über eine Lösung der Schuldenkrise mittlerweile auch die Sicherheit der deutschen Staatsanleihen in Frage zu stellen. Die Rendite für langfristige Anleihen kletterte bei der heutigen Auktion nach oben.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Spanien, Griechenland und womöglich  auch bald Italien – die negativen Prognosen für die Peripherieländer der Eurozone haben in den vergangenen Tagen merklich zugenommen – selbst die Notwendigkeit für ein Bailout Italiens wird immer häufiger ins Auge gefasst. Die Ratingagentur Egan-Jones rechnet damit bereits in sechs Monaten (mehr hier). Aus diesem Grund ziehen sich etliche Investoren aus den Anleihen der Peripherieländer zurück (hier) und erste Zweifel an der Annahme, dass Deutschland ein sicherer Hafen sei, kommen auf. Die Zuspitzung der Schuldenkrise gefährdet das Tripple A des Landes (hier).

Dass die Investoren sich langsam auch aus deutschen Anleihen zurückziehen, konnte man bereits am Dienstag sehen, als Bonds mit unterschiedlicher Laufzeit wieder zu steigen begannen, nachdem sie zuletzt Tiefstwerte erreicht hatten (hier). Bei der heutigen Auktion von zehnjährigen, deutschen Anleihen stieg denn auch die Rendite von 1,47 Prozent auf 1,52 Prozent. Die Auktion Nachfrage nach den Anleihen im Wert von 4,042 Milliarden Euro war geringer als bei einer ähnlichen Auktion zuvor.


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Silicon Valley hat bei US-Wahlen zwei Eisen im Feuer: J.D. Vance - vor allem Kamala Harris
24.07.2024

Die Hi-Tech-Schmieden im – weltweit zum Synonym für Innovationsfähigkeit gewordenen – Silicon Valley halten sich selbstbewusst für...

DWN
Politik
Politik Konflikt mit dem Westen: Russland plant Stärkung der Kriegsflotte
24.07.2024

Russland beabsichtigt, angesichts der Spannungen mit dem Westen, seine Kriegsflotte erheblich zu verstärken. "Die USA und andere...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland öffnet den Bankenmarkt: Strenge Regeln und neue Chancen – aber nicht für alle!
24.07.2024

Russland plant eine drastische Marktöffnung für ausländische Banken, die sich auf strenge Regeln und hohe Anforderungen stützt. Trotz...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kabinett: Entlastungen für Unternehmen auf dem Weg - doch nicht ohne Probleme
24.07.2024

Die Bundesregierung möchte die Konjunktur ankurbeln und Firmen entlasten. Das Kabinett beschließt wichtige Maßnahmen eines...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche Bank erleidet massiven Gewinneinbruch
24.07.2024

Die Erfolgssträhne der Deutschen Bank ist gerissen. Das traditionsreiche Geldhaus musste im zweiten Quartal einen satten Gewinnrückgang...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Steuerklassen und Freibeträge: Was sich ändert
24.07.2024

Das Bundeskabinett will mehrere Entlastungen bei der Einkommensteuer auf den Weg bringen und berät das zweite Jahressteuergesetzes von...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienkrise: Zwangsversteigerungen in Deutschland nehmen deutlich zu
24.07.2024

Hohe Zinsen, mehr Insolvenzen und eine schwache Wirtschaftskonjunktur – die Zahl der Zwangsversteigerungen steigt in Deutschland um acht...

DWN
Politik
Politik Ukrainischer Außenminister Kuleba besucht China - warum eigentlich?
24.07.2024

China verhält sich im Krieg zwischen Russland und der Ukraine nach eigenen Angaben neutral. Tatsächlich stehen sich Chinas...