Weltwirtschaft

Ostersonntag, 12. April: Die Entwicklungen zum Corona-Virus im Live-Ticker

Lesezeit: 6 min
12.04.2020 10:41  Aktualisiert: 12.04.2020 10:41
Es folgen die Entwicklungen vom Sonntag, den 12. April, im Live-Ticker.
Ostersonntag, 12. April: Die Entwicklungen zum Corona-Virus im Live-Ticker
Gottesdienst im Autokino. (Foto: dpa)

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19.15 Uhr - In Frankreich sind inzwischen mehr als 14.000 Menschen an dem Coronavirus gestorben. Wie die Nationale Gesundheitsbehörde mitteilt stieg die Zahl der Toten am Sonntag binnen eines Tages um 561 auf 14.393. Infiziert seien insgesamt 95.403 Menschen.

18.00 Uhr - In Italien sind so wenige Menschen am Coronavirus gestorben wie seit dem 19. März nicht mehr. Die Zahl der Toten stieg am Sonntag um 431 auf insgesamt 19.899, wie die Zivilschutzbehörde mitteilt. Ein Tag zuvor waren es noch 619. Mit dem Virus infiziert sind 156.363 Menschen, ein Anstieg von 4092. Am Vortag hatte dieser noch 4694 betragen. Als wieder genesen wurden 34.211 gemeldet nach zuvor 32.424.

16.57 Uhr - Die Zahl der an einer Ansteckung in Krankenhäusern gestorbenen Menschen ist in Großbritannien erstmals größer als 10.000. Es seien am Samstag 737 Menschen der Infektion erlegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Damit hätten 10.612 Menschen Covid-19 trotz Behandlung in einer Klinik nicht überlebt.

16.40 Uhr - In Jerusalem riegeln israelische Behörden die Wohnviertel ultraorthodoxer Juden ab. Damit soll ein Überspringen des Coronavirus aus den dicht besiedelten Quartieren verhindert werden. Die Infektionsrate unter den in großen Familienverbänden lebenden Gläubigen ist hoch.

15.35 Uhr - Der Chef der amerikanischen Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde FDA, Stephen Hahn, erklärt, die US-Regierung visiere den 1. Mai als Datum für eine Lockerung der Ausgehbeschränkungen an. Er sagt, es sei aber noch zu früh, um sich auf dieses Datum festzulegen. "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels", sagt er dem Sender ABC.

15.20 Uhr - Der an Covid-19 erkrankte britische Permierminister Boris Johnson hat das Krankenhaus verlassen. "Auf Anraten seines Ärzteteams wird der Permierminister nicht sofort seine Arbeit wieder aufnehmen", teilt ein Regierungs-Sprecher mit. Er danke allen für die "brilliante" Betreuung.

15.15 Uhr - In Russland hat die Pandemie einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach Behördenangaben steckten sich 2186 Menschen neu mit dem Virus an, der größte tägliche Anstieg seit Ausbruch der Seuche. In dem Land sind 15.770 Menschen an Covis-19 erkrankt, 130 erlagen der Infektion.

15.10 Uhr - In den Niederlanden ist die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen 24 Stunden um 1.118 gestiegen und hat damit die Schwelle von 25.000 auf 25.587 überschtitten. Die Zahl der Toten wuchs um 94 auf 2737 an.

15.05 Uhr - Indonesien schränkt den öffentlichen Verkehr zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan ein. Damit soll der in dieser Zeit übliche Reiseverkehr vermindert werden. Nach der Verordnung dürfen Busse, Züge, Flugzeuge und Schiffe nur zur Hälfte besetzt werden. Auch in privaten Pkw dürfen nur die Hälfte der zulässigen Insassen fahren, auf Motorrädern darf nur ein Mensch unterwegs sein.

14.55 Uhr - In Malaysia gibt das Gesundheitsministerium 153 neue Coronavirus-Fälle bekannt. Damit haben sich 4683 Menschen an Covid-19 abgesteckt. Das ist die größte Zahl an Infektionen in Südostasien. Bislang sind 76 Menschen an der Pandemie gestorben. Nach Angaben des Ministeriums wurden bislang 45 Prozent der Patienten geheilt.

13.00 Uhr - Papst Franziskus ruft zu Solidarität auf. "Diese Zeit erlaubt keine Gleichgültigkeit, denn die ganze Welt leidet und muss sich bei der Bekämpfung der Pandemie zusammenschließen", sagt er in seiner Oster-Messe, die er wegen der Kontaktbeschränkungen fast allein zelebriert. "Diese Zeit erlaubt keinen Egoismus, denn die Herausforderung, vor der wir stehen, ist uns allen gemeinsam und macht keine Unterschiede."

12.35 Uhr - Die Bundesländer wollen sich nach einer Umfrage des "Handelsblatts" mit bis zu 65 Milliarden Euro neuen Schulden gegen die Coronakrise stemmen. Die schwarz-gelbe Koalition in NRW etwa könne bis zu 25 Milliarden Euro neue Verbindlichkeiten in diesem Jahr aufnehmen, berichtet das Blatt. Bayern plane neue Schulden in Höhe von 20 Milliarden Euro.

12.30 Uhr - Gesundheitsminister Jens Spahn macht eine Rückkehr der Unternehmen zur Normalität von Bedingungen abhängig. "Wenn uns bestimmte Branchen zeigen, sie können Hygiene- und Abstandsregeln durchsetzen, dann können die Bereiche wo das geht auch wieder anfangen in den Alltag zurückkehren." Für Schulen und Kindergärten werde es knifflig, sagt der CDU-Politiker "Bild TV". "Das Virus wird bleiben, wir werden dauerhaft damit leben und umgehen müssen. Es ist wichtig einmal als Gesellschaft für sich zu akzeptieren: 'Das ist da – und das bleibt.'"

12.15 Uhr - Im Iran sind binnen 24 Stunden 117 weitere Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Die Gesamtzahl liege nun bei 4474, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle gibt das Ministeriums mit 71.686 an. Am Samstag wurden 70.029 Fälle gemeldet. Der Iran ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land im Mittleren Osten.

11.40 Uhr - In Spanien sind fast 17.000 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Binnen 24 Stunden seien 619 weitere Patienten ihrer Krankheit erlegen, teilt das spanische Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl der Todesopfer steigt auf 16.972. Nach drei Tagen ist die rückläufige Tendenz wieder durchbrochen, noch am Samstag war mit 510 Todesopfern die niedrigste Zahl an einem Tag seit fast drei Wochen gemeldet worden. Zudem wurden 4167 Neuinfektionen bestätigt. Damit steigt die Zahl der Ansteckungsfälle auf insgesamt 166.019.

11.25 Uhr - In Peking wird noch im April ein Teil der Schulen zum Teil wieder geöffnet. Das berichtet der staatliche Fernsehsender CCTV unter Berufung auf einen Sprecher der Bildungsbehörde in der chinesischen Hauptstadt. Danach sollen Schüler der Oberstufe am 27. April wieder zum Unterricht kommen dürfen. Schüler der Mittelstufe sollen am 11. Mai folgen. Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind die Schulen seit Monaten geschlossen.

10.30 Uhr - Der Städte- und Gemeindebund macht flächendeckende Coronavirus-Tests zur Bedingung für eine Lockerung der Schutzmaßnahmen. Dazu gehöre der Aufbau eines bundesweit einheitlichen Test- und Meldesystems, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Zudem müssen die Testkapazitäten deutlich ausgebaut werden, damit 80 bis 100 Prozent der Kontaktpersonen von Infizierten innerhalb eines Tages gefunden und getestet werden können." Bis Ende Mai müssten die Untersuchungen von derzeit 60.000 auf 500.000 pro Tag hochgefahren werden. In Geschäften, Behörden und im öffentlichen Nahverkehr müssten vorsorglich Schutzmasken getragen werden. Bund und Länder sollten eine "behutsame Exit-Strategie" vorbereiten.

10.15 Uhr - Die Stadt Suifenhe im Nordosten Chinas verstärkt die Kontrollen an der Grenze zu Russland, um ein Einschleppen des Coronavirus aus dem Nachbarland zu verhindern. Außerdem würden der Verkehr verstärkt kontrolliert und Quarantänemaßnahmen verhängt, teilt die Stadtverwaltung mit. Sie verbietet alle Arten von Versammlungen und untersagt einer ganzen Reihe von Unternehmen den Betrieb.

10.00 Uhr - In Russland sind 2186 Neuinfektionen bestätigt worden - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionsfälle liege demnach bei 15.770, teilt das Coronavirus-Krisenzentrum mit. Die Zahl der Patienten, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, sei um 24 auf 130 gestiegen.

08.45 Uhr - Indonesien beschränkt den öffentlichen Verkehr, um das starke Reiseaufkommen zum Ende des Ramadans einzudämmen. Rund 75 Millionen Menschen fahren üblicherweise aus den größeren Städten zu ihren Familien, um das Ende der Fastenzeit zu feiern. Gesundheitsexperten warnen, dass sich so das Coronavirus rasch ausbreiten würde. Nun muss in Bussen, Zügen, Flugzeugen und Schiffen die Hälfte der Sitze frei bleiben. Das gelte auch für Privatautos, teilt die Regierung mit. Das Ende des Ramadans fällt in diesem Jahr auf Ende Mai. Indonesien ist das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung. Gut 3800 Infektionsfälle und 327 Todesfälle wegen des Coronavirus sind bekannt.

08.15 Uhr - Die Wirtschaftsweisen sprechen sich gegen starre Öffnungen und Schließungen einzelner Branchen im Falle einer Lockerung der Corona-Beschränkungen aus. "Die Politik sollte klare Regeln vorgeben, die helfen, die Virusausbreitung einzudämmen und eine Überlastung des Gesundheitssystems durch schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden", schreiben die fünf Ökonomen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". "Unternehmen und Einrichtungen könnten wieder öffnen, wenn sie die Richtlinien einhalten. Dieses Vorgehen könnte an die Stelle von sektoral abgestuften behördlichen Vorgaben treten."

06.05 Uhr - Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) um 2821 auf 120.479 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 129 weitere Todesfälle gemeldet worden, teilt das RKI auf seiner Internetseite mit. Damit starben bislang 2673 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das sind jeweils weniger als in den vergangenen Tagen. Allerdings wurden am Wochenende häufig Fälle zeitlich verzögert gemeldet. Die Zahl der genesenen Patienten stieg im Vergleich zum Vortag um rund 2700 auf 60.200.

04.52 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will hart gegen den Missbrauch von Corona-Hilfen vorgehen. "Einige wenige schwarze Schafe gefährden so die schnelle Auszahlung für viele Tausend Ehrliche, die diese Hilfe jetzt dringend brauchen", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Die rasche Auszahlung war und ist notwendig, aber gegen Betrug und Missbrauch muss konsequent und mit Härte gehandelt werden."

03.07 Uhr - Der britische Gesundheitsdienst NHS arbeitet einem Zeitungsbericht zufolge mit den Technologiekonzernen Alphabet und Apple bei der Entwicklung einer Corona-App zusammen. Bluetooth-Technologie solle dabei helfen nachzuverfolgen, ob ein Handy-Besitzer mit einem Infizierten Kontakt hatte, berichtet die "Sunday Times" unter Berufung auf Insider.

02.22 Uhr - In China haben sich 99 Menschen nachweislich neu mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Behörden mitteilen. Zudem sei das Virus bei 97 Reisenden festgestellt worden. Außerdem gebe es 63 neue asymptomatische Fälle.

01.20 Uhr - Großbritannien verspricht der Weltgesundheitsorganisation WHO und Hilfsorganisationen 200 Millionen Pfund (knapp 230 Millionen Euro), um die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie in ärmeren Ländern einzudämmen. Dies soll dazu beitragen, eine zweite Welle der Infektionen zu verhindern. Die Unterstützung der ärmsten Länder in ihrem Kampf gegen den Erreger werde helfen, die Rückkehr des Virus nach Großbritannien zu vermeiden, sagt die britische Entwicklungsministerin Anne-Marie Trevelyan.

00.55 Uhr - Der saudi-arabische König Salman hat eine Verlängerung der Ausgangssperre bis auf weiteres genehmigt. Grund sei die Geschwindigkeit, mit der sich die Coronavirus-Pandemie weiter ausbreite, meldet die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Seit dem 23. März gilt in dem Land zwischen 19.00 Uhr und 06.00 Uhr eine ursprünglich auf 21 Tage befristete Ausgangssperre, die für die Großstädte vergangene Woche auf den gesamten Tag ausgedehnt wurde.


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