Corona-Ticker - Rohstahl-Produktion in Deutschland auch im Mai eingebrochen

 

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24.06.2020 09:21  Aktualisiert: 24.06.2020 09:21
Es folgen aktuelle Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie.
Corona-Ticker - Rohstahl-Produktion in Deutschland auch im Mai eingebrochen
Foto: Julian Stratenschulte

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16.50 Uhr - Zu den Gesundheitsproblemen in der Corona-Pandemie kommen in den kommenden Wochen und Monaten nach Ansicht von Innenminister Horst Seehofer auch Sicherheitsprobleme. Der CSU-Politiker verweist auf die Zwischenfälle in Stuttgart am Wochenende. Er werde sich deswegen heute noch mit Berlins Innensenator treffen.

16.17 Uhr - Der für den 1. November geplante Marathonlauf in New York fällt aus. Die Absage erfolge in Absprache mit dem Büro des Bürgermeisters, teilen die Veranstalter mit. Damit werde Bedenken wegen der Coronavirus-Pandemie hinsichtlich der Gesundheit und der Sicherheit für Läufer, Zuschauer, freiwillige Helfer und Mitarbeiter Rechnung getragen.

16.05 Uhr - Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe appelliert an die Politik, vorausschauender zu handeln. "Regierungen müssen besser vorsorgen, auf Empfehlungen von Experten hören, Geld und Ausrüstung für Notfälle vorhalten", sagt Christoph Unger dem Magazin "Positionen" des Versichererverbands GDV. "Es gab ja Pandemieanalysen wie unsere aus 2012 – trotzdem fehlte es beim Covid-19-Ausbruch an Schutzausrüstung."

15.36 Uhr - Corona-Tests in der Bevölkerung in Gütersloh sorgen Landrat Sven-Georg Adenauer zufolge für Hoffnung. Erste Resultate von 600 aktuellen Abstrichen lägen vor. Diese hätten 230 Befunde ergeben, 229 davon seien negativ, ein Resultat sei noch offen. "Das ist ein ganz kleiner Hoffnungsschimmer", sagt Adenauer. Das Virus war in einem Schlachtbetrieb ausgebrochen. Dabei könnte kalte, trockene und nicht aufbereitete Luft eine Rolle gespielt haben, erklärt der Hygiene-Professor Martin Exner. Eine Hochleistungsfiltration könnte Abhilfe schaffen. Dies gelte auch für andere Betriebe der Branche.

14.45 Uhr - In Deutschland nutzt inzwischen jeder Siebte die Corona-Warn-App zur Kontaktverfolgung von Covid-19-Infizierten. Sie sei 12,6 Millionen Mal heruntergeladen worden, teilt das Robert-Koch-Institut mit. Das entspricht einem Anteil von etwa 15 Prozent der Bevölkerung. Forscher der Universität Oxford sind der Meinung, dass die App Wirkung zeigt, sobald 15 Prozent mitmachen.

14.00 Uhr - Die Schweizer Regierung wird ab Donnerstag die Kosten für Coronatests übernehmen. "Wichtigstes Element zur Unterbrechung von Infektionsketten ist ein rigoroses Contact Tracing mit breit angelegten Tests auf das Sars-Coronavirus-2", erklärte die Regierung nach ihrer turnusmäßigen Sitzung. Momentan bestehe die Gefahr, dass sich Personen nicht testen lassen, wenn sie die Kosten für den Test selber tragen müssen. Der Bund bezahlt künftig sowohl für Tests auf eine Infektion als auch die serologischen Tests zum Nachweis von Antikörpern. Ebenfalls ab Donnerstag kann die Handy-App zur Nachverfolgung von Infizierten von jedermann heruntergeladen werden. Seit rund einem Monat läuft ein Pilotversuch mit der SwissCovid-App.

13.25 Uhr - Nordrhein-Westfalen will am Wochenende Klarheit in der Frage haben, ob das Corona-Virus in den Kreisen Warendorf und Gütersloh aus der Belegschaft des Tönnies-Schlachthofs die übrige Bevölkerung erfasst hat. "Wir wollen mit einer möglichst hohen Zahl an Testungen dann vielleicht am Sonntag auch wissen, ob das Virus (..) übergesprungen ist", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann im Düsseldorfer Landtag. "Daraus werden sich dann andere Maßnahmen ergeben." Laumann übt harte Kritik an den Arbeitsbedingungen in der Fleisch-Industrie: "Dieses System hat mit einer humanen Arbeitswelt nichts zu tun." Die Konzerne Tönnies und Westfleisch hätten vor wenigen Wochen gesagt, ohne Werksvertragsarbeitnehmer breche das System zusammen. Jetzt sagten beide, es könne auch ohne solche Arbeitnehmer gehen: "Also, verarschen kann ich mich selber."

12.45 Uhr - Mit der Wiedereröffnung der Gastronomie am 4. Juli müssen auch die Briten in Pubs und Restaurants künftig erst ihren Namen hinterlegen, bevor sie dort ein Bier trinken dürfen. Die Betriebe müssen die Daten für 21 Tage aufbewahren, um im Infektionsfall Kontakte nachzuverfolgen, wie die Regierung mitteilt. Die Maßnahme soll helfen, lokale Virus-Ausbrüche einzudämmen und eine zweite Infektionswelle zu vermeiden. Auch für Frisörsalons gilt diese Regel, die es ähnlich auch in Deutschland gibt. Die Abstandsregel wurde von zwei auf einen Meter reduziert. Dadurch können mehr Kneipen und Restaurants wieder öffnen. Ein Getränk an der Theke bleibt aber verboten ebenso wie Live-Auftritte von Musikern, Schauspielern und Comedians.

11.29 Uhr - Thailand will nach wochenlangem Verbot ab kommender Woche wieder erste Einreisen aus dem Ausland erlauben. Dabei gehe es unter anderem um Geschäftsreisende und Investoren mit Arbeitserlaubnissen, die sich für eine 14-tägige Quarantäne registriert hätten, sagt ein Mitarbeiter der Regierung. Auch Ausländer, die zur medizinischen Behandlung nach Thailand wollen, dürften kommen. Die Zentralbank geht davon aus, dass wegen der Corona-Folgen in diesem Jahr nur etwa acht Millionen Menschen aus dem Ausland nach Thailand kommen werden. 2019 waren es knapp 40 Millionen.

11.27 Uhr - Die Coronavirus-Pandemie gefährdet der Weltbank zufolge die Gesundheitsversorgung von Millionen Frauen und Kindern in armen Ländern. Die Angst vor einer Ansteckung und die Sperrmaßnahmen zur Eindämmung des Virus führten häufig zu Störungen in dem in diesen Ländern ohnehin fragilen Gesundheitswesen, teilen die Gesundheitsexperten der Weltbank unter Berufung auf eine Umfrage in 36 Staaten mit. Einerseits gebe es deswegen einen Ausfall oder Mangel an Arbeitskräften im medizinischen Bereich, andererseits verzichteten viele Menschen auf Untersuchungen. Beeinträchtigungen gebe es von der Versorgung von Neugeborenen und Müttern und Schwangeren bis hin zu Impfungen und Empfängnisverhütung. Man sei sehr besorgt über die Zahl der Kinder, denen Impfungen fehlten, Frauen, die ohne medizinische Hilfe gebären, und die unterbrochene Versorgung mit lebensrettenden Medikamenten wie Antibiotika. Insbesondere in Afrika südlich der Sahara sei das der Fall.

11.24 Uhr - Trotz der Coronakrise dürften die Preise für Wohnimmobilien weiter zulegen, wie aus einer Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) hervorgeht. Demnach werden die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum 2020 bundesweit um 4,8 Prozent steigen und damit nur etwas weniger als 2019 mit 5,7 Prozent. "Der Zuzug vieler Menschen in die Schwarmstädte wird sich fortsetzen, und die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen dürften einen Preiseinbruch verhindern", erklärt BVR-Vorstand Andreas Martin. Zwar belaste die Virus-Pandemie den Arbeitsmarkt und senke damit tendenziell die verfügbaren Einkommen der Verbraucher. Doch auch dank des Konjunkturpakets der Regierung und der sich stabilisierenden Wirtschaft "dürften unter dem Strich die Auswirkungen der Coronakrise auf die Preise für Wohnimmobilien überschaubar bleiben".

10.38 Uhr - Die griechische Wirtschaft wird im zu Ende gehenden zweiten Quartal voraussichtlich deutlich schrumpfen. Er gehe von einem Rückgang von 16 Prozent aus, sagt Finanzminister Christos Staikouras einem Radiosender. Hauptgrund für die Schwäche sei der Rückgang im Tourismus im Zuge der Corona-Krise.

10.30 Uhr - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat die anderen Bundesländer aufgerufen, negativ auf das Corona-Virus getestete Urlauber aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf willkommen zu heißen. Für beide Kreise hatte die Landesregierung erneut deutliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens verhängt, um ein Übergreifen des Corona-Virus aus einem Tönnies-Schlachthof auf die übrige Bevölkerung zu verhindern. Bayern hatte ein Beherbergungsverbot für Gäste aus Landkreisen mit hohen Infektionszahlen angekündigt, Menschen mit negativen Tests aber ausgenommen. Er habe in dieser Sache mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder telefoniert, der klar gemacht habe, dass Menschen aus Gütersloh willkommen seien, sagt Laschet im Landtag. Er erwarte dies auch von anderen Bundesländern. Menschen aus Gütersloh dürften nicht stigmatisiert werden.

09.52 Uhr - Die Zahl der amtlich bestätigten Coronavirus-Infizierten in Russland steigt über die Marke von 600.000. Zuletzt seien 7176 neue Fälle hinzugekommen, die Gesamtzahl klettere damit auf 606.881, teilen die Behörden mit. Dies ist die dritthöchste Zahl weltweit. Die Zahl der Todesfälle in Russland sei binnen 24 Stunden um 154 auf 8513 gestiegen.

09.29 Uhr - Nach den jüngsten Virus-Ausbrüchen in der Fleischindustrie will Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Freitag mit Vertretern der Branche über eine "Neujustierung der Nutztierhaltung" sprechen. Gemeinsam mit ihren Amtskolleginnen aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, Ursula Heinen-Esser und Barbara Otte-Kinast, lade Klöckner dazu Schlachtereien, Tierhalter, Ernährungswirtschaft, Verbraucher, Lebensmittelhandel, Kartellamt, Tierschützer und Veterinäre ein, heißt es in einer Pressemitteilung ihres Ministeriums. Fleisch und Wurst seien in Deutschland oft zu billig. Deshalb seien faire Löhne und Arbeitsbedingungen, hohe Tierwohlstandards und ein auskömmliches Einkommen von Tierhaltern schwer zu erreichen. "Hier muss sich etwas ändern."

09.17 Uhr - Österreich hat für Nordrhein-Westfalen eine partielle Reisewarnung verhängt. "Vor allem unser Nachbarland Deutschland mit der Region Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, wie schnell es zu einer weiteren dramatischen Situation kommen kann", sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz nach einer Kabinettssitzung der Regierung. Der konservative Politiker ergänzt, er hoffe, dass es zu keiner Ausbreitung auf ganz Deutschland komme. Für Österreich kündigte Kurz aufgrund der niedrigen Infektionszahlen weitere Lockerungsschritte unter anderem im Bereich der Gastronomie und bei Veranstaltungen an.

08.40 Uhr - Im Zuge der Coronakrise ist die Rohstahlproduktion in Deutschland auch im Mai eingebrochen, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sinkt die Stahlerzeugung um 27 Prozent, nachdem sie im April bereits um 24 Prozent nachgelassen hatte. Weltweit verzeichnete in der Corona-Krise einzig China einen leichten Anstieg der Stahlproduktion.

08.27 Uhr - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt sich hinter die Wiedereinführung von Beschränkungen in Teilen Nordrhein-Westfalens. Man habe von Beginn an gesagt, dass dies erforderlich werde, sollte es erneut regionale Virus-Ausbrüche geben, sagt der CDU-Politiker am Mittwochmorgen in der ARD. Damit solle eine weitere Corona-Ausbreitung verhindert werden. Das seien jetzt zwar harte ein bis zwei Wochen für die Menschen in den betroffenen Regionen. Es diene aber dem Schutz aller Menschen in Deutschland. "Wir sehen ja, wenn man es diesem Virus zu leicht macht, dann breitet es sich ganz, ganz schnell wieder aus." Zwar seien die Infektionszahlen über viele Wochen niedrig gewesen, "aber dieses Virus ist noch da".

04.31 Uhr - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt um 587 auf 191.449, wie Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Weitere 19 Menschen sind nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden dem Virus erlegen, wodurch die Zahl der Todesopfer bei 8914 liegt.

03.28 Uhr - Der Gouverneur des US-Bundesstaates Washington hat das Tragen von Gesichtsmasken in der Öffentlichkeit angeordnet. "Es geht darum, Leben zu retten. Es geht darum, unsere Unternehmen wieder zu öffnen. Und es geht darum, Respekt und Fürsorge füreinander zu zeigen", sagt Gouverneur Jay Inslee, der Anfang des Jahres die Nominierung der Demokraten für das Präsidentenamt anstrebte. Washington verzeichnete in der vergangenen Woche einen Anstieg der Fallzahlen um 35 Prozent.

02.10 Uhr - Brasilien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden 39.436 neue bestätigte Coronavirus-Fälle sowie mit 1374 weiteren Toten eine Verdopplung der Todesfälle innerhalb eines Tages. Seit Beginn der Pandemie sind in dem lateinamerikanischen Land mehr 1,1 Millionen Infektionen registriert, die weltweit zweithöchste Zahl nach den USA. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt dem Ministerium zufolge auf 52.645.

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