Panorama

Österreich meldet steigende Fallzahlen: Wien entwickelt sich zum Zentrum der Pandemie

Im Folgenden lesen Sie den Corona-Ticker für Donnerstag, den 10. September.
10.09.2020 13:11
Lesezeit: 2 min
Österreich meldet steigende Fallzahlen: Wien entwickelt sich zum Zentrum der Pandemie
Wien: Grundschüler und ihre Lehrerin gehen während des Beginns des neuen Schuljahres in ihre Klassenzimmer. (Foto: dpa) Foto: Ronald Zak

11.05 Uhr - In Österreich wurden am Donnerstag 664 Neuinfektionen registriert. Das ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages seit März. Mehr als die Hälfte der Neuinfektionen wurde in der Bundeshauptstadt Wien gemeldet, teilte das Innenministerium mit.

08.55 Uhr - Angesichts der stark gestiegenen Infektionszahlen wird Frankreichs Regierung die Möglichkeit lokaler Lockdowns debattieren, sagt Regierungssprecher Gabriel Attal mit Blick auf eine anstehende Kabinettsitzung. Dies sei eine mehrerer Optionen, um gegen die Virus-Pandemie vorzugehen. Im Kampf gegen die Corona-Krise sei grundsätzlich nichts ausgeschlossen. Regierungsberater Jean-Francois Delfraissy sagte dem Radiosender RTL, man tue alles, um lokale Abriegelungen zu vermeiden. In bestimmten Risikogebieten könnte man darüber nachdenken, Treffen größerer Menschenmengen einzuschränken.

07.53 Uhr - Tschechien zählt den zweiten Tag in Folge mehr als 1.000 Neuinfektionen. Binnen eines Tages seien 1161 Coronavirus-Fälle hinzugekommen, die Gesamtzahl sei damit auf 31.036 gestiegen, teilen die Behörden mit. Erst am Mittwoch hatte das Land erstmals mehr als 1000 neue Ansteckungen verzeichnet.

06.23 Uhr - Mit 95.735 Corona-Neuinfektionen meldet Indien einen neuen Höchstwert. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt binnen 24 Stunden auf über 4,4 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 1172 auf mehr als 75.000. Indien ist nach den USA am schwersten von der Pandemie betroffen. Zudem breitet sich in keinem anderen Land das neuartige Virus schneller aus.

04.48 Uhr - Deutschland verzeichnet 1.892 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 255.366. Weitere drei Menschen sind an den Folgen oder mit dem Virus verstorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9341.

01.25 Uhr - Britische Wissenschaftler haben ein Bewertungsmodell zur Vorhersage des Sterberisikos von Covid-19-Patienten entwickelt. Es soll Ärzten helfen, schnell die bestmögliche Versorgung zu ermitteln, heißt es in der im British Medical Journal (BMJ) veröffentlichten Studie. Das neue "4C-Mortalitätswert"-Modell (Coronavirus Clinical Characterization Consortium) verwendet zur Berechnung des Sterberisikos Daten wie Alter, Geschlecht, Grunderkrankungen, Atmung und Blutsauerstoffgehalt.

00.26 Uhr - Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters sind weltweit rund 900.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben. Bei mehr als 27,7 Menschen ist das Virus bislang nachgewiesen. Die Vereinigten Staaten sind nach wie vor das am stärksten betroffene Land der Welt mit mehr als 190.000 Todesopfern und mehr als 6,3 Millionen Fällen. Brasilien liegt mit mehr als 127.000 Todesfällen auf dem zweiten Platz, gefolgt von Indien mit fast 74.000 Toten. Bei den Infektionen hat Indien mit über 4,3 Millionen Fällen Brasilien mit 4,1 Millionen überholt und entwickelt sich zum neuen Epizentrum der Pandemie.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Förderprogramm für Azubi-Vermittlung vor dem Aus – trotz offener Ausbildungsplätze
29.09.2026

Viele offene Lehrstellen, viele Jugendliche ohne Perspektive – und trotzdem soll ein bewährtes Förderprogramm für die Azubivermittlung...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldvermögen: Haushalte so reich wie nie - Rekordsumme ungleich verteilt
29.09.2026

Das weltweite Geldvermögen erreicht laut Allianz ein Rekordhoch. Doch der Zuwachs kommt bei Milliarden Menschen nicht an. Die Unterschiede...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Funflation: Warum selbst der Spaß immer teurer wird
29.09.2026

Urlaub, Restaurant oder Hobby: Wer seine Freizeit genießen will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Eine Analyse der Bank of America...

DWN
Politik
Politik Kippt der Länderfinanzausgleich? Union droht bei Linksregierung mit Geldentzug
29.09.2026

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei in Berlin könnte diese bald die Regierung anführen. Die CDU- und CSU-geführten Bundesländer drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Reicher Westen, armer Osten: Enorme Vermögensungleichheit verschärft sich 2025
29.09.2026

Am 36. Jahrestag der Wiedervereinigung herrschen enorme Unterschiede bei der Vermögensverteilung: Alleine im Jahr 2025 entfielen 95...

DWN
Politik
Politik Deutschland vergreist: Kinderwunsch sinkt – das sind die Folgen
29.09.2026

In Deutschland sinkt nicht nur kontinuierlich die Geburtenrate, sondern erstmals seit vielen Jahren sogar auch der Wunsch nach eigenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Lateinamerika-Aktien: Das Comeback, das kaum jemand auf dem Radar hat
29.09.2026

Jahrelang mieden Anleger Lateinamerika, nun schlägt die Region sogar den S&P 500. Rohstoffe, Banken und überraschend niedrige Bewertungen...

DWN
Politik
Politik Personalie Jens Spahn: Doch kein Comeback im Haushaltausschuss
29.09.2026

Der Skandal um die Leihmutterschaft kostete Jens Spahn seinen Posten an der Spitze der CDU‑Fraktion. Im Haushaltsausschuss wollte er...