Finanzen

Geschäftsklima im Mittelstand auf niedrigstem Stand seit 2009

Laut einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform unter 1300 kleinen und mittleren Unternehmen haben sich die Probleme des Mittelstands drastisch verschlimmert.
20.04.2021 12:23
Aktualisiert: 20.04.2021 12:23
Lesezeit: 1 min

Der deutsche Mittelstand leidet nach einer Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform weiter massiv unter der Corona-Krise. Auftragslage und Umsätze hätten sich gegenüber dem Vorjahr empfindlich verschlechtert, berichtete die Wirtschaftsauskunftei am Dienstag gestützt auf ihre aktuelle Frühjahrsumfrage, an der sich rund 1300 kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen beteiligten.

Der Geschäftsklima-Index im Mittelstand sei auf den niedrigsten Stand seit 2009 abgerutscht.

Die Lage sei damit ernst, aber nicht hoffnungslos, betonte Creditreform. Denn für den weiteren Jahresverlauf deute sich eine leichte Erholung an: Gut 30 Prozent der Befragten rechneten mit steigenden Auftragsbeständen bis zum Jahresende (Vorjahr: 26,6 Prozent). Nur jeder Sechste erwartet hier Rückschläge.

Auch die Umsatzerwartungen hellten sich wieder etwas auf. Gut 32 Prozent der befragten Unternehmen rechnen im nächsten halben Jahr mit einem Umsatzplus. Rückläufige Umsätze erwarten 17,6 Prozent. Die Erwartungshaltung der Unternehmen sei damit allerdings «noch meilenweit von den Werten der letzten Jahre entfernt», betonte der Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch.

Knapp ein Viertel der Befragten will der Umfrage zufolge die Zahl der Beschäftigten in den nächsten sechs Monaten aufstocken. Nur wenige Unternehmen (7,1 Prozent) planen derzeit einen Stellenabbau.

Mehr zum Thema:

Mittelstand verzichtet wegen Corona auf Weiterbildung der Mitarbeiter

Die Bundesregierung hört nicht auf den Mittelstand, sondern auf die Großkonzerne

Brief an Merkel: Mittelstand fordert Kurswechsel in Corona-Politik

EZB-Chefin Lagarde mit wichtigen Versprechen an den deutschen Mittelstand

IWF und Bundesregierung planen die Enteignung des deutschen Mittelstands

Gegen den deutschen Mittelstand: Unheilige Allianz zwischen Weltwirtschaftsforum und China

Korporatokratie: „Great Reset“ wird Mittelschicht und Mittelstand ausradieren

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Edelmetalle in einer neuen Marktphase

Gold über 5.500 US-Dollar, Silber über 100 US-Dollar pro Unze

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Technologie
Technologie Drohnenabwehr ohne Kollateralschäden: Deutsches Start-up Argus Interception entwickelt neue Soft-Kill-Technologie
30.01.2026

Unbemannte Systeme verändern militärische und zivile Sicherheitskonzepte in Europa spürbar. Welche technologischen und politischen...

DWN
Finanzen
Finanzen TKMS-Aktie auf Rekordhoch: Norwegen bestellt weitere U-Boote bei Thyssenkrupp Marine Systems
30.01.2026

Norwegen setzt beim Ausbau seiner Marine weiter auf TKMS-U-Boote und erweitert den Großauftrag deutlich. Auch andere Staaten beobachten...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitsmarkt: Mehr als drei Millionen Arbeitslose in Deutschland
30.01.2026

Die Arbeitslosenzahl steigt im Januar saisonüblich an. In diesem Jahr wurde allerdings eine wichtige Schwelle überschritten.

DWN
Politik
Politik Begrenzte Waffenruhe: Russland stimmt Ukraine-Waffenruhe bis Sonntag zu – Chance für Frieden oder Kalkül?
30.01.2026

Eine überraschende Entwicklung deutet auf Entspannung im Ukraine-Krieg hin: Russland signalisiert Zustimmung zu einer begrenzten...

DWN
Finanzen
Finanzen Trump setzt auf Kevin Warsh als Fed-Chef: Neuer Kurs für die US-Notenbank?
30.01.2026

US-Präsident Donald Trump bringt mit Kevin Warsh einen möglichen neuen Fed-Chef ins Spiel. Doch kann ein Machtwechsel die Geldpolitik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflation in Deutschland steigt wieder über zwei Prozent: Lebensmittelpreise steigen
30.01.2026

Die Inflation in Deutschland zieht zu Jahresbeginn wieder an und belastet viele Verbraucher spürbar. Besonders bei Lebensmitteln steigen...

DWN
Politik
Politik Tarifverhandlungen: Verdi ruft bundesweit zu Warnstreiks im Nahverkehr auf
30.01.2026

Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag bundesweite Streiks im kommunalen Nahverkehr angekündigt. Vielerorts dürften Busse und Bahnen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dollar unter Druck: Neue Risiken für Finanzmärkte und Weltwirtschaft
30.01.2026

Der Wertverlust des Dollars verschiebt globale Preisrelationen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und Verbraucher....