Finanzen

USA warnen erneut vor Russland-Einmarsch: Goldpreis steigt um 27,55 Dollar, Europas Börsen verlieren an Boden

Am Donnerstagnachmittag hat US-Außenminister blinken erneut vor einem russischen Einmarsch in die Ukraine gewarnt. Der Goldpreis reagierte mit einem Anstieg um 27,55 Dollar.
17.02.2022 18:46
Aktualisiert: 17.02.2022 18:46
Lesezeit: 1 min
USA warnen erneut vor Russland-Einmarsch: Goldpreis steigt um 27,55 Dollar, Europas Börsen verlieren an Boden
Antony Blinken, Außenminister der USA, verlässt eine Pressekonferenz. (Foto: dpa) Foto: Martial Trezzini

US-Außenminister Antony Blinken hat erneut vor einem russischen Einmarsch in die Ukraine gewarnt. „Es ist ein reales Risiko und es ist ein hohes Risiko“, sagte Blinken am Donnerstag im „heute journal“ des ZDF laut einer Mitteilung des Senders. Jüngst seien bereits russische Soldaten nach Belarus geschickt worden. „Es ist also ein echtes Risiko.“

Zu den Äußerungen von US-Präsident Joe Biden, der am Mittwoch erklärt hatte, eine kleinere Aggression Russlands würde eine mildere Reaktion des Westens auslösen als eine großangelegte Invasion, sagte Blinken: „Wenn ein russischer Soldat über die Grenze in die Ukraine eindringt, dann haben wir es mit einem wirklich profunden Problem zu tun.“ In einem solchen Fall handele es sich um einen ganz klaren Angriff auf die Ukraine – „ob es sich nun um einen oder um tausend Soldaten handelt“.

Der Goldpreis stieg am Donnerstag im Tagesverlauf von 1.870,44 Dollar um 2.00 Uhr (MET) auf 1.897,99 um 18.31 Uhr (MET).

Der sich wieder zuspitzende Konflikt um die Ukraine hat am Donnerstag die Stimmung an Europas Börsen eingetrübt. Auch US-Präsident Joe Biden befürchtet trotz aller Beteuerungen aus Moskau einen russischen Einmarsch in die Ukraine in den nächsten Tagen so der „Guardian“. Russland seinerseits hat die USA zum Abzug ihrer Streitkräfte aus Zentral-, Ost- und Südosteuropa und aus dem Baltikum aufgefordert. Angesichts der verhärteten Fronten fiel der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,58 Prozent auf 4113,19 Punkte.

„Die Ukraine-Krise ist noch nicht gelöst“, schrieben die Analysten von BCA Research. Zwar ließen sich die USA sicher nicht in eine kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine hineinziehen. Die Nato-Partner der USA befänden sich jedoch „gleich nebenan“ und dürften der Ukraine Hilfe leisten. Die Investoren sollten sich jedenfalls auf weitere Kursverluste gefasst machen.

Beim französischen Cac 40 hielt sich der Verlust mit 0,26 Prozent auf 6946,82 Punkte in Grenzen. Der Abschlag des britischen FTSE 100 fiel mit 0,87 Prozent auf 7537,37 Punkte größer aus. Hier belastete die Schwäche der zahlreichen Öl- und Rohstoffwerte.

Lesen Sie auch:

Treiben Biden und Putin den Goldpreis auf 10.000 US-Dollar?

DWN-SPEZIAL: Deutsche Bundesbank schließt Neubewertung von Gold nicht aus

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen SAP-Aktie: DAX-Wert bricht nach Quartalszahlen ein – Cloud-Bestand enttäuscht
29.01.2026

Die SAP-Aktie gerät nach den neuesten Quartalszahlen erneut kräftig unter Druck. Zwar zeigt das Cloudgeschäft weiter Wachstum, doch ein...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mit welchem Führungsstil können Führungskräfte das Potenzial ihrer Mitarbeiter voll ausschöpfen?
29.01.2026

Ein kontrollierender Chef, der immer über alles Bescheid wissen möchte, ist bei vielen Mitarbeitern unbeliebt. Im Gegenzug wünschen sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Aurubis-Aktie klettert weiter dank Kupferpreisrallye
29.01.2026

Die Aurubis-Aktie profitiert aktuell spürbar von der starken Kupferpreisrally und erreicht neue Rekorde. Doch während Analysten weiteres...

DWN
Politik
Politik Merz-Regierungserklärung im Bundestag: Europa muss Machtpolitik lernen
29.01.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz fordert in der Merz-Regierungserklärung im Bundestag ein selbstbewusstes Europa, das Machtpolitik beherrscht...

DWN
Finanzen
Finanzen Nemetschek-Aktie: Historische Umsatzmarke überschritten – Anleger bleiben skeptisch
29.01.2026

Nemetschek hat im vergangenen Jahr eine historische Umsatzmarke überschritten und damit neue Rekorde aufgestellt. Doch obwohl die Zahlen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Acea-Nutzfahrzeugmarkt 2025: Lkw-Absatz bricht ein, Busse boomen
29.01.2026

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt zeigte 2025 ein widersprüchliches Bild. Während der Bussektor überraschend zulegte, brachen die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kärcher-Geschäft 2025: Wachstum trotz globaler Widrigkeiten
29.01.2026

In einem schwierigen globalen Umfeld behauptet sich der Reinigungsspezialist Kärcher. Das Unternehmen meldet für 2025 einen leichten...

DWN
Finanzen
Finanzen Fed-Zinsentscheid: US-Notenbank lässt Leitzins unverändert – Euro bleibt stark
29.01.2026

Beim aktuellen Fed-Zinsentscheid belässt die US-Notenbank den Leitzins unangetastet. Was bedeutet das für Verbraucher, Unternehmen und...